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Presentation (Elaboration), 2005, 22 Pages
Authors: C. Neeb, T. Müller, N. Sieber
Subject: Sport - Sport Psychology
Details
Institution/College: Technical University of Darmstadt (Sportwissenschaft)
Tags: Motivationstraining, Beispiel, Zielsetzungstrainings, Proseminar, Sportpsychologie
Year: 2005
Pages: 22
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-55481-7
ISBN (Book): 978-3-638-93768-9
File size: 1787 KB
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Abstract
„Ich möchte 10 Kilo abnehmen.“ „Ich möchte mein Golf-Hanycap verbessern und die Clubmeisterschaften gewinnen.“ „Bis August möchte ich mich vollständig von meiner Verletzung erholt haben.“ Oft setzen sich Sportler Ziele wie die oben genannten für ihre Sportart oder Freizeitaktivitäten. Es scheint also keine Frage zu sein, ob Sportler sich Ziele setzen, denn kaum einer geht „einfach so“ in den Wettkampf oder ins Training. In Individualsportarten ist oft das Erreichen einer bestimmten Zeit oder Weite das Ziel, und in Mannschaftssportarten stellen das Erzielen eines Tores, einer bestimmten Punktzahl oder das bessere Abschneiden, als der direkte Gegenspieler, die Ziele dar. Die Schwierigkeit scheint es also nicht zu sein, sich Ziele zu setzten, sondern die richtige Art von Zielen zu finden, um erfolgreich zu sein. Die Vermutung liegt nah, dass diese Zielsetzunge n teilweise spontan erfolgen d.h. nicht über einen längeren Zeitraum festgelegt sind. Oft werden diese Zielsetzungen auch nur für die Wettkampfsituation vorgenommen und es erfolgt keine Zielsetzung für das Training. Die folgenden Kapitel sollen Aufschluss darüber geben, nachdem einige Grundbegriffe definiert wurden, wie Zielsetzungs training im Allgemeinen funktionieren kann, welche Ziele wie gesetzt und progressiv gesteigert werden müssen, damit es zu einer maximalen Leistungsverbesserung kommen kann.
Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Darmstadt, Institut für Sportwissenschaft
PS Sportpsychologie, SoSe: 2005
Motivationstraining am Beispiel des Zielsetzungstrainings
von: Christina Neeb, Thorsten Müller und Nicole Sieber
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 DEFINITION DES MOTIVBEGRIFFS 4
2.1 MOTIVKLASSIFIKATIONEN 4
2.1.1 MOTIVKLASSIFIKATION NACH MASLOW 4
2.1.2 MOTIVKLASSIFIKATION NACH REISS 5
2.1.3 MOTIVKLASSIFIKATION DER EMPIRISCHEN PSYCHOLOGIE 6
3 DEFINITION VON MOTIVATION 6
3.1 MOTIVATIONSTHEORIEN 6
3.2 INTRINSISCHE MOTIVATION 8
3.3 EXTRINSISCHE MOTIVATION 8
4 ANWENDUNGSGEBIETE UND ZIELE VON MOTIVATIONSTRAINING 9
4.1 ANSATZPUNKT 9
4.2 SPRACHLICHE UND WAHRNEHMUNGSGEBUNDENE MOTIVATIONEN 9
5 ZIELSETZUNGSTRAINING 10
5.1 KONKRETE ZIELE 10
5.2 GEFAHREN DER ZIELSETZUNG 11
5.3 FINDEN UND AUFSTELLUNG DER VERSCHIEDENEN ZIELE 12
5.3.1 NAHZIEL 13
5.3.2 MITTELFRISTIGE ZIELE 13
5.3.3 FERNZIEL / TRAUMZIEL 14
6 GOAL SETTING 15
6.1 OUTCOME GOALS 15
6.2 PERFORMANCE GOALS 16
6.3 PROCESS GOALS 16
7 NEUN PRINZIPIEN DES ZIELSETZUNGSTRAININGS 16
7.1 ANLEITUNG FÜR EIN ZIELSETZUNGSTRAINING 19
8 EMPIRISCHE BEWÄHRUNG 19
9 ZUSAMMENFASSUNG 20
LITERATURVERZEICHNIS 21
1 Einleitung
„Ich möchte 10 Kilo abnehmen.“ „Ich möchte mein Golf-Hanycap verbessern und die Clubmeisterschaften gewinnen.“ „Bis August möchte ich mich vollständig von meiner Verletzung erholt haben.“ Oft setzen sich Sportler Ziele wie die oben genannten für ihre Sportart oder Freizeitaktivitäten. Es scheint also keine Frage zu sein, ob Sportler sich Ziele setzen, denn kaum einer geht „einfach so“ in den Wettkampf oder ins Training. In Individualsportarten ist oft das Erreichen einer bestimmten Zeit oder Weite das Ziel, und in Mannschaftssportarten stellen das Erzielen eines Tores, einer bestimmten Punktzahl oder das bessere Abschneiden, als der direkte Gegenspieler, die Ziele dar. Die Schwierigkeit scheint es also nicht zu sein, sich Ziele zu setzten, sondern die richtige Art von Zielen zu finden, um erfolgreich zu sein.
Die Vermutung liegt nah, dass diese Zielsetzunge n teilweise spontan erfolgen d.h. nicht über einen längeren Zeitraum festgelegt sind. Oft werden diese Zielsetzungen auch nur für die Wettkampfsituation vorgenommen und es erfolgt keine Zielsetzung für das Training. Die folgenden Kapitel sollen Aufschluss darüber geben, nachdem einige Grundbegriffe definiert wurden, wie Zielsetzungstraining im Allgemeinen funktionieren kann, welche Ziele wie gesetzt und progressiv gesteigert werden müssen, damit es zu einer maximalen Leistungsverbesserung kommen kann.
2 Definition des Motivbegriffs
Aus psychologischer Sicht stellt ein Motiv eine situations- und zeitüberdauernde sowie persönlichkeitsspezifische Wertungs- bzw. Verhaltensdisposition dar. Motive sind weiter eine Richtung gebende, antreibende, energetische Komponente, die auf das Erreichen bestimmter thematisch unterschiedlicher Ziele ausgerichtet ist. Allgemeiner formuliert kann man sagen, dass Motive als Persönlichkeitsmerkmale Einfluss darauf haben, wie ein Individuum sich in einer Situation verhält. Damit Motive verhaltenswirksam werden, bedürfen sie der Aktivierung durch konkrete, situative Bedingungen (vgl. Hänsel, 2004, S. 8).
Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort „movere“, was soviel wie „bewegen“ oder „antreiben“ bedeutet (vgl. www.wikipedia.de(1)). Mit dieser Erkenntnis ist zu verstehen, weswegen der Begriff des Motivs häufig synonym zu Beweggrund oder Antrieb verwendet wird. Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass in der Literatur der Beweggrund häufig eher als emotional diffuse und der Begriff des Antriebs eher als rationale, zielorientierte Komponente verstanden wird. Motive sind Produkte von Lernprozessen, die sich im Laufe des Lebens durch Erfahrungen verändern können (vgl. Erdmann, R. 1983, S.15). Erst seit dem 20. Jahrhundert unterscheidet man das Motiv von dem Begriff der Motivation (www.wikipedia.de(2)). Auf die Motivation wird in Kapitel 3 noch näher eingegangen.
2.1 Motivklassifikationen
Die bekannteste Motivtheorie ist die Motivklassifikation nach Maslow. Es gibt allerdings auch noch weitere, von denen hier noch zwei erwähnt werden sollen. Zum einen ist dies, die Klassifikation nach Reiss, die im Jahre 2000 veröffentlicht wurde und die Klassifikation der empirischen Psychologie.
2.1.1 Motivklassifikation nach Maslow
Das Bedürfnismodell nach Maslow stammt aus dem Jahre 1954 und geht davon aus, dass es bei allen Bedürfnissen, die ein Mensch besitzt eine klare Rangordnung selbiger gibt. Ohne dass bestimmte Grundbedürfnisse wie beispielsweise Hunger und Durst gestillt sind, können die Übergeordneten nicht wirksam werden (vgl. Microsoft Encarta 2003(3)). Die folgende Pyramide soll zeigen, welche Arten von Bedürfnissen unterschieden werden und wie sie einzuordnen sind.
Abb. 1: Maslows Bedürfnissystem der Persönlichkeit als hierarchisches Modell (mod. Nach Hänsel, 2005, S. 7) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Zu den physiologischen Grundbedürfnissen zählen unter anderem Hunger, Durst und Sex. Das Bedürfnis nach Sicherheit umfasst Dinge wie Schutz vor Schmerz, Angst, Tod und vieles mehr. Unter den Begriff der sozialen Bedürfnisse fallen zum Beispiel Liebe, Geborgenheit und Geselligkeit, während unter Ansehen und Selbstachtung Begriffe wie Leistung, Geltung und Zustimmung fallen. An der Spitze der Pyramide findet man schließlich noch das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, wozu unter anderem Sinnverständnis, Glaube aber auch Erfüllung der Lebensziele zählen. (Vgl. Hänsel, 2004, S. 4) Dieses Schema ist seit Jahren sehr populär, allerdings bis heute nicht empirisch belegt und daher nicht als ultimativ und einzig richtig anzusehen.
2.1.2 Motivklassifikation nach Reiss
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