Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Elfriede Jelineks 'Raststätte oder Sie machens alle' - literarisches Kunstwerk o... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Elfriede Jelineks 'Raststätte oder Sie machens alle' - literarisches Kunstwerk oder pornographischer Skandal?

Termpaper, 2006, 13 Pages
Author: Katja Schiemann
Subject: German Studies - Comparative Literature

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 13
Grade: 1,8
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V62208
ISBN (E-book): 978-3-638-55491-6

File size: 177 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Rostock, Institut für Germanistik
Seminar: Verfahren der Textherstellung und
-produktion in ausgewählten Stücken
Wintersemester 2003 / 2004, 1. Semester

Elfriede Jelineks „Raststätte oder Sie machens alle“ -
literarisches Kunstwerk oder pornographischer Skandal?

von: Katja Schiemann

 


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Elfriede Jelinek: Kurzbiographie

2. „Raststätte oder Sie machens alle“

2.1 Inhaltliche Zusammenfassung
2.2 Interpretation einzelner, charakteristischer Passagen

3. Reaktionen aus der Öffentlichkeit

3.1 Vor der Uraufführung
3.2 Nach der Uraufführung
3.3 Persönliche Stellungnahme Elfriede Jelineks

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis




 

1. Einleitung

Keine andere Autorin Österreichs ist in der Öffentlichkeit so umstritten wie Elfriede Jelinek. Sie befragt in ihren Texte immer wieder kritisch die österreichische Gesellschaft und Mentalität. Seit der Uraufführung ihres Theaterstückes „Burgtheater“ (1985) wird sie in Österreich als „Nestbeschmutzerin“ beschimpft und ist eine Reizfigur in der Öffentlichkeit ersten Ranges. Unabhängig davon, ob man Jelineks Texte gelesen hat oder nicht – an der politischen sowie medialen Hetzjagd beteiligte sich jedermann gern. Die öffentliche Wahrnehmung Jelineks läuft dabei völlig unabhängig von der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, die sich darum bemüht, sachliche Überlegungen zu Jelineks politischer Sprachanalyse und ihren Verfahren anzustellen. Öffentliche Skandalisierung und Personalisierung erzeugen Bilder der Autorin, hinter denen ihre Texte verschwinden.

Das beste Beispiel für diese Schilderungen ist das Theaterstück „Raststätte oder Sie machens alle“. Noch vor der Uraufführung 1994 kommt es zu skandalträchtiger Medienberichterstattung. Es kommt bereits im Vorfeld zu öffentlichen Protesten, so hart wird Jelinek in den Medien kritisiert und als „Sexistin“ verpönt. Inzwischen erwartet die Öffentlichkeit regelrecht einen neuen Skandal in Form von neuen Texten von ihr. Dafür wird sie geliebt und gehasst. Ob PolitikerInnen, JournalistInnen, Tages- und Wochenzeitungen, Rundfunk und Fernsehen, Intellektuelle, Theaterleute, politische AktivistInnen, Kirchenvertreter oder LeserbriefschreiberInnen – jeder scheint etwas zu Elfriede Jelinek zu sagen zu haben.

In der folgenden Arbeit möchte ich untersuchen, ob Elfriede Jelinek tatsächlich nur den Skandal provoziert, oder ob sie auch etwas zu sagen hat. Lassen sich all die sprachlichen Provokationen (primär in „Raststätte oder Sie machens alle“) zu politischen und gesellschaftskritischen Aussagen entwirren? In welcher Rolle sieht Elfriede Jelinek sich selbst? „Raststätte oder Sie machens alle“ - literarisches Kunstwerk oder pornographischer Skandal?


1.2 Elfriede Jelinek: Kurzbiographie

Biographische Daten:
20.10.1964 geboren in Mürzzuschlag / Steiermark als Halbjüdin
1952 – 1964 Schulausbildung in Wien, Ballett- und Musikunterricht
1964 – 1967 Studium: Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte, Universität Wien
1971 Konservatoriumsabschluss als Organistin
1972 – 1973 Aufenthalte in Berlin und Rom
1974 Eintritt in die KPÖ, Heirat mit Informatiker Gottfried Hünsberg
1991 Austritt aus der KPÖ

Wichtige Preise:
1972 Österreichisches Staatsstipendium für Literatur
1979 Drehbuchpreis des Innenministeriums der BRD
1986 Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln
1989 Würdigungspreis der Stadt Wien für Literatur
1995 Bremer Literaturpreis
1998 Georg-Büchner-Preis
2002 Berliner Theaterpreis

Engagement/Aktionen:
Seit den achtziger Jahren setzt sich Elfriede Jelinek in Österreich für gesellschaftspolitische Initiativen ein und rückt sich damit ins Licht der Öffentlichkeit. Sie unterstützt Organisationen, die gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auftreten, und nimmt Stellung zur Ausländerfrage wie zur Asylgesetzgebung. Hält sie 1991 bei der Demonstration gegen Fremdenhass eine Rede, so reagiert sie 1993 auf das „Ausländervolksbegehren“ der FPÖ mit zwei Essays. Ihr Engagement gilt auch alternativen, gesellschaftskritischen Medien, und sie setzt sich für Intellektuelle, die für ihre Haltung suspendiert werden, ein. Als Feministin protestiert sie gegen Projekte, die Frauen und ihre Position in der österreichischen Öffentlichkeit zu schwächen drohen, und unterstützt Initiativen, die den Frauen mehr Öffentlichkeit verschaffen. So protestiert sie gegen den Plan eines verpflichtenden Sozialdienstes für Mädchen (1993), engagiert sich für das Projekt eines Frauenraums und hält im Mai 2000 beim ersten „Frauenauftakt“ der Donnerstagsdemonstrationen eine Rede.

2. „Raststätte oder Sie machens alle“

2.1 Inhaltliche Zusammenfassung

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/62208/elfriede-jelineks-raststaette-oder-sie-machens-alle-literarisches-kunstwerk
please wait Please wait