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Subtitle: Werden die regionalen Faktoren und Ressourcen in der Regionalentwicklung bestmöglicht genutzt?
Termpaper, 2003, 24 Pages
Author: Rene Stange
Subject: Geography / Earth Science - Economic Geography
Details
Institution/College: Martin Luther University
Tags: Endogene, Potentiale, Strategie, Theorieansatz, Oberseminar
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-55700-9
ISBN (Book): 978-3-638-66812-5
File size: 153 KB
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Abstract
Endogene Ansätze gehen der Frage nach , ob die in der Region vorhandenen Faktoren und Ressourcen bestmöglicht genutzt werden. Hahne (1985, S.52) definiert das "endogene Entwicklungspotential" als die Gesamtheit der regionalen Entwicklungsmöglichkeiten einer Region im zeitlich und räumlichen abgegrenzten Wirkungsbereich. Die räumliche Abgrenzung hat ein entscheidenden Einfluss auf die Größe des regionalen Entwicklungspotentials. Es gibt somit die Obergrenze der möglichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aktivitäten in einer Region an.
Excerpt (computer-generated)
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Endogene Potentiale als Strategie und Theorieansatz
von
René Stange
2003
Inhaltsverzeichnis
1. Endogene Potentiale 3
1.1. Entstehungszusammenhänge 3
1.2. Begriffsinhalte 3
1.3. Grundaussagen 4
2. Prinzipien der eigenständigen Regionalentwicklung 5
3. Können endogene Potentiale in der Region bestimmt werden? 6
4. Welche endogenen Potentiale können genutzt werden? 6
5. Inhaltliche Aspekte und theoretische Grundlegung "endogener Potentiale" 7
5.1 endogene P. als regionale Produktionsmöglichkeiten durch die Nutzung regionaler Ressourcen 7
5.2 endogene P. als regionale Steuerungsmöglichkeiten für die Aktivierung regionaler Potentialfaktoren 7
5.3 endogene P. als regionale Selbstverwirklichungsmöglichkeiten hin zu einer eigenständigen Entwicklung 7
6. Theoretische Hintergründe und strategische Zielsetzungen "endogener" Entwicklungsansätze 8
6.1 Zentralistischer Ansatz 8
6.2. Regionalistischer Ansatz 8
6.3. Dezentralistischer Ansatz 8
7. Aktivierung der endogenen Potentiale 9
7.1. Überwindung von bestehenden Engpässen der endogenen Entwicklung 9
7.2. Nutzung regionsspezifischer Fähigkeiten und Begabungen 9
7.3. Initiierung von intraregionalen Kreisläufen 9
8. Beispiele zur Aktivierung endogener Potentiale 10
9. Zusammenfassung 22
10. Probleme und Kritik 22
11. Schlussfolgerung 23
12. Literatur 24
1. Endogene Potentiale
1.1. Entstehungszusammenhänge
Die Veränderungen der wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den 70iger Jahren haben zu einem Überdenken der Strategien der Raumentwicklungspolitik geführt.
Als Ursache für die Entwicklung der Theorien kann die gewachsene Skepsis gegenüber einer stärker zentralen Steuerung der räumlichen Entwicklung gelten, die in den 70iger Jahren vorherrschend gewesen ist. Man wollte somit der Entwicklungsplanung von "oben entgegen wirken., außerdem vertrat man die Idee der "Regionalisierung" der räumlichen Politik.
Der neoklassische und keynesische Ansatz und die Wachstumsstrategien stellen externe Faktoren wie Mobilität von Arbeit und Kapital und die Infrastrukturerschließung in den Vordergrund.
Regionalentwicklung wird in erster Linie durch externe Impulse bewirkt, wobei Betriebsansiedlungen durch größere Unternehmen, Zuflüsse von Kapital und Know-How und Infrastrukturbereitstellung durch übergeordnete Ebenen wie Nationalstaat oder EU eine große Rolle spielen.
Kritisiert wurde in den 70iger und 80iger Jahren die eingeschränkte Wirksamkeit und die geringe Nachhaltigkeit dieser Strategien. Kritisiert wurden aber v.a. die Ansiedlungsstrategien: Ansiedlung von extern kontrollierten Zweigwerken, Schaffung von Arbeitsplätzen mit niedrigen Qualifikationsanforderungen, geringe intraregionale Verflechtungen zwischen den Betrieben.
Die Theorien der endogenen Entwicklung wurden somit als Gegenkonzept zur Ansiedlungsstrategie formuliert und insbesondere auf periphere ländliche Räume angewendet.
1.2. Begriffsinhalte
Endogene Ansätze gehen der Frage nach , ob die in der Region vorhandenen Faktoren und Ressourcen bestmöglicht genutzt werden. Hahne (1985, S.52) definiert das "endogene Entwicklungspotential" als die Gesamtheit der regionalen Entwicklungsmöglichkeiten einer Region im zeitlich und räumlichen abgegrenzten Wirkungsbereich.
Die räumliche Abgrenzung hat ein entscheidenden Einfluss auf die Größe des regionalen Entwicklungspotentials. Es gibt somit die Obergrenze der möglichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aktivitäten in einer Region an.
Das Wort "endogen" bedeutet aber, dass eine Entwicklungschance örtlich vorhanden, verfügbar und verwertbar bzw. selbstverantworteter regionaler Entscheidung und Nutzung zugänglich ist. Wird mit der Bezeichnung des endogenen Potentials die Bedeutung intraregionaler Faktoren gegenüber extraregionalen Faktoren aus Gründen des mittelfristig vermindert zur Verfügung stehenden gesamträumlichen Potentials betont, so lässt sich der Begriff "endogenes Potential" oder "endogenes Entwicklungspotential" mit dem Begriff des "regionalen Entwicklungspotentials" gleichsetzen.
Das regionale Potential hängt von den regional vorhandenen Ressourcen , zu denen in einer von den meisten Autoren geforderten weiten Fassung auch Fähigkeiten wie Wissen und Innovationstätigkeit hinzugerechnet werden müssen, ferner von den Möglichkeiten des Ressourcen- und Gütertransfers sowie von exogenen Einflüssen ab.
In einer häufiger verwendeten Formulierung werden als "endogenes Potential" in einem interregionalen Bewertungsmaßstab regionale "Eigenheiten" hervorgehoben.
Damit ist gemeint, dass sich örtliche und regionale Gemeinschaften wieder mehr auf spezifische, natürliche Standortvorteile, gewerbliche Traditionen, spezifische Qualifikationen der heimischen Arbeitskräfte und regionale politische Ziele und Kulturen besinnen, um auf der Grundlage dieser Begabungen Vorteile im Wettbewerb mit anderen Regionen zu entwickeln.
Fazit zur Einleitung:
Mit diesen Theorien strebte man Möglichkeiten an, eine Region wirtschaftlich und politisch, qualitativ sowie quantitativ zu stärken.
1.3. Grundaussagen
Die sozioökonomische Entwicklung einer Region hängt von Ausmaß und Nutzung der intraregional vorhandenen Potenziale ab.
Die Überwindung der Unterentwicklung einer Region ist primär nicht über exogene Wachstumsimpulse, sondern durch Aktivierung des endogenen Entwicklungspotentials anzustreben.
[....]
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