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Termpaper, 2006, 25 Pages
Author: Simon Pietschmann
Subject: Geography / Earth Science - Regional Geography
Details
Institution/College: University of Münster (Geographie)
Tags: Strukturwandel, Norwegen, Hauptseminar, Norwegen
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 15 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-55710-8
ISBN (Book): 978-3-638-66872-9
File size: 482 KB
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Abstract
Mit Norwegen assoziieren noch immer sehr viele Menschen Fjorde, Angeln, Pullover, abgelegene Blockhütten und das Königshaus. Es scheint so, als ob dieses Land, welches flächenmäßig beinahe so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland, aber nur einen Bruchteil von dessen Bevölkerung beheimatet, seit Jahrzehnten in romantischer Naturidylle dahinschwebt. Doch der Schein trügt. Norwegen hat seit dem Zweiten Weltkrieg einen enormen Strukturwandel erlebt. Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Transformationsprozess näher zu beleuchten und wesentliche Merkmale und Auswirkungen herauszukristallisieren. Dabei richtet sich der Fokus im Folgenden zunächst auf den ökonomischen Wandel, da dieser Erklärungsmuster für Veränderungen in der Sozial- und Siedlungsstruktur bietet. Im Anschluss daran wird der demographische Wandel untersucht, weil sich an ihm eine Beziehung zur ökonomischen Entwicklung illustrieren lässt.
Excerpt (computer-generated)
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Geographie
Hauptseminar: Norwegen
SS06
Thema:
Ökonomischer und demographischer
Strukturwandel in Norwegen
bearbeitet von:
Simon Pietschmann
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 3
Anlagenverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 4
1 Einleitung 5
2 Hauptteil: Strukturwandel in Norwegen 5
2.1 Ökonomischer Wandel 5
2.1.1 National 5
2.1.2 Primärer Sektor 7
2.1.2.1 Fischfang und Fischaufzucht 7
2.1.2.2 Land- und Forstwirtschaft 9
2.1.3 Sekundärer Sektor 12
2.1.4 Tertiärer Sektor 15
2.2 Demographischer Wandel 17
2.2.1 Natürliche Bevölkerungsbewegung 17
2.2.2 Bevölkerungswanderung 18
2.3 Folgen des Strukturwandels 20
3 Fazit 22
Anhang 23
Literaturverzeichnis 24
1 Einleitung
Mit Norwegen assoziieren noch immer sehr viele Menschen Fjorde, Angeln, Pullover, abgelegene Blockhütten und das Königshaus. Es scheint so, als ob dieses Land, welches flächenmäßig beinahe so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland, aber nur einen Bruchteil von dessen Bevölkerung beheimatet, seit Jahrzehnten in romantischer Naturidylle dahinschwebt. Doch der Schein trügt. Norwegen hat seit dem Zweiten Weltkrieg einen enormen Strukturwandel erlebt. Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Transformationsprozess näher zu beleuchten und wesentliche Merkmale und Auswirkungen herauszukristallisieren. Dabei richtet sich der Fokus im Folgenden zunächst auf den ökonomischen Wandel, da dieser Erklärungsmuster für Veränderungen in der Sozial- und Siedlungsstruktur bietet. Im Anschluss daran wird der demographische Wandel untersucht, weil sich an ihm eine Beziehung zur ökonomischen Entwicklung illustrieren lässt. Aufgrund des begrenzten vorgegeben Rahmens dieser Arbeit können nicht alle Facetten des Strukturwandels bzw. die seiner Auswirkungen vorgestellt werden.
2 Hauptteil: Strukturwandel in Norwegen
2.1 Ökonomischer Wandel
2.1.1 National
Es gibt verschiedene Faktoren, mit deren Hilfe sich die Entwicklung eines Landes skizzieren lässt. Ein allgemein übliches Maß ist das Bruttoinlandsprodukt. Es umfasst den Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die in einem Land in einem bestimmten Zeitabschnitt hergestellt werden (vgl. Mankiw 2001, S. 522). Das nominelle BIP stieg seit dem Zweiten Weltkrieg von 10,778 Mrd. NOK (1946) auf 79,877 Mrd. NOK (1970) bis auf 660,550 Mrd. NOK (1990) und betrug im Jahre 2002 1.531 Mrd. NOK (vgl. Statistics Norway). Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung und der Pro-Kopf-Verteilung des BIP lässt sich seit 1970 gemessen am Preisniveau von 2002 eine jährliche Wachstumsrate in Höhe von drei Prozent konstatieren. (vgl. Kristiansen 2003, S. 36). Im Vergleich mit anderen EU-Staaten liegt damit die wirtschaftliche Leistungskraft Norwegens an zweiter Position (vgl. Tabelle 1). Ein differenzierteres Bild vom Entwicklungsstand Norwegens zeigt der Human Development Index (HDI), der neben dem BIP pro Einwohner eines Landes ebenso die Lebenserwartung und den Bildungsgrad mit einbezieht. Norwegen belegt in diesem Ranking zurzeit den ersten Platz (vgl. Human Development Report 2005). Zwar lässt sich anhand dieser Kennzahlen und Indizes ablesen, dass die wirtschaftliche Leistungskraft Norwegens in den letzten fünf Jahrzehnten enorm gestiegen und Norwegen heute ein hoch entwickeltes und wohlhabendes Land ist, aber sie liefern kein detailliertes Bild über Wandel der ökonomischen Strukturen an sich. Hierfür bietet sich im nächsten Schritt die Untersuchung der einzelnen Wirtschaftssektoren an (vgl. Abb. 1). Zum Primärsektor zählen Landwirtschaft, Forstwirtschaft sowie Fischfang und Fischaufzucht. Dem Sekundärsektor werden Industrie, Bergbau, Hoch- und Tiefbau, Energieversorgung sowie Erdöl und Erdgasbereich zugeordnet und unter dem Tertiären Sektor subsumieren sich u. a. Warenhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe, Post und Telekommunikation, Schifffahrt, Transport, Banken und Versicherungen sowie private und öffentliche Dienstleistungen. Die Darstellung muss mit einer gewissen Vorsicht gesehen werden, da sich Zuordnungskriterien vor allem für den Tertiären Sektor mehrfach geändert haben. Galten z.B. Autowerkstätten 1970 noch zur Industrie, so werden sie heute dem Tertiären Sektor zugeordnet (vgl. Lindemann 1986, S. 146). Nichtsdestotrotz lassen sich strukturelle Veränderungen identifizieren.
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