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Diplomarbeit, 2006, 100 Seiten
Autor: Lukas Okroskowitz
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Tags: Wertorientierung, Kostenrechnung, Kostenmanagement
Jahr: 2006
Seiten: 100
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 79 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-55722-1
Dateigröße: 782 KB
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Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Wertorientierung in der Kostenrechnung und im strategischen Kostenmanagement
Lukas Okroskowitz
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung ... 1
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit ... 2
2 Terminologische Abgrenzungen ... 3
2.1 Kostenrechnung ... 3
2.1.1 Schwachpunkte der traditionellen Instrumente der Kostenrechnung ... 4
2.2 Kostenmanagement ... 8
2.2.1 Zielsystem ... 9
2.2.2 Teilbereiche ... 11
2.2.2.1 Operatives Kostenmanagement ... 11
2.2.2.2 Strategisches Kostenmanagement ... 12
2.3 Wertorientierung ... 14
3 Ausgewählte Instrumente der Kostenrechnung und des Kostenmanagements ... 15
3.1 Prozesskostenrechnung ... 15
3.1.1 Methodik ... 16
3.1.2 Strategische Einsatzmöglichkeiten ... 19
3.1.3 Kritische Würdigung ... 22
3.2 Target Costing ... 23
3.2.1 Methodik ... 24
3.2.2 Kritische Würdigung ... 27
3.3 Lebenszyklusrechnung ... 29
3.3.1 Methodik ... 30
3.3.1.1 Lebenszyklusrechnung auf Basis von Zahlungen ... 30
3.3.1.2 Lebenszyklusrechnung auf Basis von kalkulatorischen Erfolgen ... 32
3.3.2 Kritische Würdigung ... 34
4 Mögliche Ansatzpunkte einer wertorientierten Ausgestaltung ... 36
4.1 Lücke Theorem ... 36
4.2 Kapitalkosten und Kapitalbindung ... 40
4.2.1 Lineare Abschreibung ... 41
4.2.2 Berücksichtigung des Kapitaldienstes über die Annuität ... 41
4.2.3 Kalkulatorische Zinsen auf das durchschnittlich gebundene Kapital ... 42
4.2.4 Tragfähigkeitsprinzip bei der Berücksichtigung der Kapitalbindung ... 43
4.2.4.1 Tragfähigkeitsprinzip bei einer Multi- Asset- Struktur ... 44
4.3 Berücksichtigung des Risikos ... 46
4.3.1 Capital Asset Pricing Model (CAPM) ... 46
4.3.1.1 Risikoadjustierte Kapitalkostensätze auf Basis des CAPM ... 50
4.3.2 Risikoabschlagsmethode ... 51
4.3.2.1 Sicherheitsäquivalentmethode ... 51
4.3.3 Monte-Carlo Simulation ... 54
4.4 Erfahrungskurvenkonzept ... 57
5 Spezielle Aspekte der Kostenrechnung bei der Entgeltregulierung von netzgebundenen Versorgungsunternehmen ... 59
5.1 Unternehmenserhaltungskonzeption ... 60
5.2 Wahl des Abschreibungsverfahrens ... 60
5.3 Ermittlung der Kapitalkosten ... 62
5.4 Berücksichtigung von Unternehmenswagnissen ... 62
5.5 Berücksichtigung von Steuern ... 62
6 Wertorientiertes Kostenmanagement ... 63
6.1 Wertorientierte Prozesskostenrechnung ... 63
6.1.1 Integration von Kapitalkosten ... 64
6.1.2 Integration mit dem Erfahrungskurvenkonzept ... 67
6.2 Wertorientiertes Target Costing ... 70
6.2.1 Integration des Target Costing in die Lebenszyklusrechnung ... 70
6.2.2 Integration des Erfahrungskurvenkonzeptes in das Target Costing ... 72
6.3 Wertorientierte Lebenszyklusrechnung ... 74
6.3.1 Lebenszyklusrechnung auf Basis von Zahlungen ... 74
6.3.2.Lebenszyklusrechnung auf Basis von kalkulatorischen Erfolgen ... 75
7 Zusammenfassung ... 78
Anhang ... 81
Literaturverzeichnis ... 87
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die wertorientierte Steuerung hat sich zweifelsohne als Managementparadigma der heutigen Unternehmenswelt etabliert. Übergeordnete Zielsetzung ist die Maximierung des Shareholder Value und eine damit einhergehende Orientierung an den Interessen der Eigenkapitalgeber. Eine Vorreiterrolle in diesem Zusammenhang ist besonders Rappaport zuzusprechen, der mit seinem Werk „Creating Shareholder Value“ den Grundstein für das Value Based Management gelegt hat.1 Belegt wird die Relevanz der Wertorientierung durch die rege Diskussion in Forschung und Praxis und eine Vielzahl von empirischen Untersuchungen zu diesem Thema.2 Als Hauptgrund für diese Entwicklung ist der verstärkte Wettbewerb auf den Kapitalmärkten zu sehen. Die Kapitalaufnahme hat für die Unternehmen deshalb eine übergeordnete Bedeutung, da sie die Überlebensfähigkeit bestimmt. Erst durch die Möglichkeit Zusatz- oder Erweiterungsinvestitionen zu tätigen, kann ein Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit sichern.3 Durch die Wertorientierung gelingt es, Wertsteigerungspotenziale zu erkennen und auszuschöpfen, das Risiko einer feindlichen Übernahme sinkt.
Zu Beginn der 1990er Jahre, etwa im gleichen Zeitraum als sich die Wertorientierung im deutschsprachigen Raum etabliert hat, gelangte das Kostenmanagement in den Fokus der betriebswirtschaftlichen Diskussion.4 Auch hier zeigen zahlreiche empirische Studien, dass sich das Kostenmanagement in der betrieblichen Praxis durchgesetzt hat.5 Als Hauptgrund für die Entstehung des Kostenmanagements können die geänderten Wettbewerbsbedingungen angesehen werden. Die Globalisierung der Märkte, die Veränderung der Kostenstrukturen und die Verkürzung der Marktphasen führten zu einem starken Verdrängungswettbewerb.6 Die traditionellen Methoden der Kostenrechnung konnten aufgrund ihrer Schwächen die geänderten Anforderungen nicht mehr erfüllen.7 Zielsetzung des Kostenmanagements ist es, eine Optimierung des Kostenniveaus, der Kostenstrukturen und des Kostenverhältnisses zu initiieren, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Auch eine längerfristige Betrachtungsweise und die quantitative Unterstützung bei der Strategieentwicklung soll durch das Kostenmanagement angestrebt werden.
Überraschend scheint indes die bisherige separate Betrachtung der Konzepte der Wertorientierung und des Kostenmanagements. Dies kann zwar mit den unterschiedlichen Blickwinkeln erklärt werden, die beide Konzepte innehaben, die Wertorientierung konzentriert sich auf die Finanzmärkte und das Kostenmanagement auf die Gütermärkte, doch eine Integration ist möglich und kann im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als zweckmäßig erachtet werden.8 Diese Arbeit hat zum Ziel, mögliche Konzepte zur wertorientierten Ausgestaltung der Kostenrechnung und des strategischen Kostenmanagements aufzuzeigen. Durch die Integration des Kostenmanagements und der Wertorientierung kann von einem geschlossenen System gesprochen werden, das eine konsequente Ausrichtung am Shareholder Value Ziel ermöglicht.
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
In Kapitel 2 werden zuerst die begrifflichen Grundlagen geklärt. Es soll erörtert werden, wie die Kostenrechnung abgegrenzt werden kann und welche Schwächen der traditionellen Kostenrechnung zu einer Entwicklung des Kostenmanagements führten. Auch die Frage, was unter Wertorientierung zu verstehen ist, soll geklärt werden. In Kapitel 3 werden die drei wesentlichen Instrumente des Kostenmanagements beschrieben. Ihre Zielsetzung, Methodik sowie Vor- und Nachteile gegenüber den Instrumenten der traditionellen Kostenrechnung werden erläutert. Kapitel 4 thematisiert die Frage, welche möglichen Ansatzpunkte für eine Integration des Kostenmanagements und der Wertorientierung bestehen können. Kapitel 5 beschäftigt sich mit einem speziellen Anwendungsgebiet der Kostenrechnung. Die kostenbasierte Entgeltermittlung bei netzgebundenen Unternehmen wird hier thematisiert. In Kapitel 6 sollen die möglichen Ansatzpunkte der Wertorientierung mit konkreten Beispielen auf das Kostenmanagement angewandt und auf ihre Eignung untersucht werden. Im abschließenden Kapitel werden alle gesammelten Erkenntnisse zusammenfassend aufgeführt.
2 Terminologische Abgrenzungen
2.1 Kostenrechnung
[...]
1 Vgl. Rappaport (1986), S. 11.
2 Vgl. zur Empirie Aders / Hebertinger / Schaffer / Wiedemann (2003), S. 719-725.
3 Vgl. Franke / Hax (2004), S. 7.
4 Vgl. Franz / Kajüter (2002a), S. 8.
5 Vgl. hierzu exemplarisch Franz / Kajüter (2002b), S. 569-585.
6 Vgl. Franz / Kajüter (1997a), S. 6 ff.
7 Vgl. Kapitel 2.1.1.
8 Vgl. Weiß (2006), S. 4-6.
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