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Details

Veranstaltung: Gesellschafts- und umweltbezogenes Rechnungswesen
Institution/Hochschule: Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Tags: Problemfeld, Ethik, Gesellschaft, Gesellschafts-, Rechnungswesen
Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2006
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 402 KB
Archivnummer: V62775
ISBN (E-Book): 978-3-638-55965-2
Anmerkungen :
sehr dichte Arbeit mit einfachem Zeilenabstand (Anm. der Red.)

Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Referatsausarbeitung zur Lehrveranstaltung:
Gesellschafts- und umweltbezogenes Rechnungswesen
9. Semester

Problemfeld der ökologischen Ethik in der Gesellschaft

von Matthias Matag

1. Auflage Januar 2006
2., leicht überarbeitete Auflage
Berlin, 25.07.2007

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  ...3

2 Ökologie und Ökonomie  ...3
2.1 Interdependenzen zwischen den Systemen  ...4
2.2 Umweltbelastungen  ...5
2.3 Ursachenerklärung  ...5

3 Ausrichtungen der ökologischen Ethik  ...6
3.1 Anthropozentrische Sichtweise  ...7
3.2 Pathozentrische Sichtweise ...9
3.3 Biozentrische Sichtweise  ...12
3.4 Probleme des Tier- und Artenschutzes  ...13
3.5 Holistische Sichtweise  ...13

4 Fazit  ...14

Literaturverzeichnis  ...16

 

 

1 Einleitung

Es geht um das Problem, was man unter dem Spektrum der ökologischen Ethik versteht, welchen Platz diese in unserer Gesellschaft einnimmt und warum wir uns damit eigentlich so schwer tun. Wenn ich von Natur spreche, meine ich die Natur als "Ganzes", d.h. Biosphäre, ökologische Systeme, Tiere, Pflanzen sowie unbelebte Materie. Das Problemfeld "Umweltkrise" handelt von dem Problem zur Natur, die durch menschliche Handlungen in einer wachsenden globalisierten und technokratisierten Umwelt verursacht werden (vgl. Baumgartner 1993: 20 f). Die ökologische Ethik beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage, ob die Natur gegenüber dem Menschen einen eigenen Rechtsanspruch verdient und wir die Pflicht haben, mit ihr sorgsam umzugehen. Allerdings werden von den Vertretern der ökologischen Ethik verschiedene Auffassungen vertreten, inwieweit die Natur im Sinne des Menschen berücksichtigt werden sollte bzw. muss. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, warum eigentlich von Ökologie und Ökonomie gesprochen wird.

Um die Problematik besser verstehen zu können, schaut man sich am besten die Grundbedeutung der Begriffe Ökologie und Ökonomie genauer an, wobei Interdependenzen zwischen den Systemen und Ursachen eine wichtige Rolle spielen. Danach werden derzeitige Ausrichtungen der ökologischen Ethik klassifiziert und auf die einzelnen unterschiedlichen Auffassungen und Probleme genauer eingegangen. Zum Schluss werden einige Punkte angeführt, inwieweit sich unsere Lebenssituation durch ein besseres ökologisches Verständnis verändern sollte.


2 Ökologie und Ökonomie

Das Wort Ökonomie hat bereits in der klassischen Ethik von Aristoteles einen moralischen Akzent. Eine verantwortliche Sorge alle Waren zu beschaffen und zu verwalten, welche zum Haushalten erforderlich sind. Das Hauswesen zu verwalten, d.h. das “Gesetz” (Nomos) des “Hauses” (Oikos) wahrzunehmen und langfristig zu planen, damit die Hausbewohner nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen Lebenschancen und Auskommen haben. Auch bei der Ökologie geht es um das “Haus” (Oikos), wobei hier die Natur, d.h. die Erde bzw. das Haus Gaia, gemeint ist. Hier spricht man allerdings von der “Wesenserkundung” (Logie) des Hauses Erde. Ein geschlossenes System in dem die Menschen durch einen sparsamen und schonenden Umgang mit der Natur Unterkunft und Heimat finden. Man kann auch vom “Raumschiff Erde” sprechen. Demzufolge ist bei der Ökologie das “sparsame haushalten” mit den natürlichen Ressourcen: Boden, Wasser, Luft und den anderen Naturgütern von entscheidender Bedeutung, wobei bei der Ökonomie vielmehr die Sparsamkeit eines guten Hauswirtschafter im Vordergrund steht. Wichtige Schlussessenz ist jedoch die Gemeinsamkeit, dass der Mensch im “Haus” (Oikos) beider Systeme lebt und handelt (vgl. Rock 1993: 53 f).

Streng genommen ist auch die Ökologie Hauswirtschaftslehre, also die Lehre vom Haushalt der Natur. In diesem Sinne ist die langfristige Bedarfsdeckung des Menschen nur dann gegeben, wenn sich die Wirtschaft an ökologische Rahmenbedingungen hält. Daher ist ein Überleben der Menschheit nur möglich, wenn wirtschaftliche Überlegungen von ökologischen Erwägungen geleitet werden. Somit sind der Erhalt und Schutz der Natur unabdingbar. Aus diesem Grund ist umweltverträgliches wirtschaften, nicht ökonomiefeindlich, sondern dient der Ökonomie. Das ökonomische System kann sich also nicht außerhalb des ökologischen Systems befinden.

Ein radikalisierter "Ökologismus", wie ihn manch Naturschützer versteht oder politische Abwägungen zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen, helfen allerdings nicht weiter und werden der ökologischen Sichtweise auch nicht gerecht. Notwendig wäre die Bereinigung des ökologischen Bruchs mit der Natur, um einen Friedensschluss zwischen Ökologie und Ökonomie zu bewerkstelligen (vgl. Rock 1993: 54 f). In dem nächsten Kapitel werden die verschiedenen Abhängigkeiten beider Systeme behandelt.


2.1 Interdependenzen zwischen den Systemen

In der Abb. 1 werden sowohl das ökonomische als auch das ökologische System dargestellt, wobei die Wirkungen auf die Natur mit entsprechenden Pfeilen gekennzeichnet sind.


Abb. 1: Abhängigkeiten zwischen dem ökologischen und ökonomischen System (vgl. Brohl 1993: 14)
[Abbildungen können in der Vorschau aus technischen Gründen nicht dargestellt werden - sind aber in der Download-Datei enthalten!]

Im ökonomischen System ergeben sich aus der Produktion und Konsum von Gütern und Dienstleitungen verschiedene Emissionen, z.B. Geräusche, Wärme, Luftverunreinigungen, etc. Die Einwirkungen dieser Emissionen auf den Menschen, Tiere, Pflanzen bezeichnet man als Immissionen. Ein Teil der Emissionen lässt sich über Recycling wieder in den ökonomischen Kreislauf zurückführen, wirken aber auch als Immissionen auf die Funktionen der natürlichen Umwelt. Das ökologische System kann man in drei Funktionsbereiche unterteilen: Rohstoffen (Lieferant von regenerierbaren und nicht regenerierbaren Rohstoffen), Ästhetik (Räume für Freizeit und Erholungszwecke des Menschen) sowie als Empfangsmedium (von abbaubaren und nicht abbaubaren Schadstoffen). Selbstverständlich beeinflussen bzw. subtrahieren sich diese Funktionen der natürlichen Umwelt auch gegenseitig.

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