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Interferenzen bei den Tempora Französisch - Italienisch

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 17 Pages
Author: Robert Mintchev
Subject: Romance Languages - General

Details

Event: Kontrastive Linguistik im Fremdsprachenunterricht
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Romanistik)
Tags: Interferenzen, Tempora, Französisch, Italienisch, Kontrastive, Linguistik, Fremdsprachenunterricht
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V62791
ISBN (E-book): 978-3-638-55978-2
ISBN (Book): 978-3-638-76710-1
File size: 153 KB
Notes :
Die Arbeit befasst sich mit den Unterschieden in den französischen und italienischen Zeitformen, mit besonderer Betrachtung der Vergangenheitstempora passé composé und passato prossimo. Am Ende gibt die Arbeit noch einige Übungsbeispiele, um Lernern beider Sprachen für dieses Problem zu sensibilisieren.


Abstract

Beim Lernen einer Fremdsprache ist man immer geneigt, Strukturen aus der eigenen Sprache zu übernehmen. So ist es in der Regel einfach, so ist man es ja gewohnt. In regelmäßigen Abständen kommt es dann aber vor, dass genau diese Bequemlichkeit die entscheidende Fehlerquelle ist. Eine Grammatik kann nie eins zu eins übertragen werden, sondern muss von einer Sprache zur anderen umgestellt, transferiert werden. Mit dieser Problemstellung befasst sich seit den 50er Jahren die kontrastive Linguistik. Sie betrachtet zwei Sprachen synchron, also zum selben Zeitpunkt und zeigt dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Die Errungenschaften der kontrastiven Linguistik können besonders beim Fremdsprachenlernen eingesetzt werden, kann der Lehrer doch nun gezielt auf bestimmte Phänomene hinweisen, gezielt üben und gezielt typische Fehler zu vermeiden trainieren. Probleme können aber nicht nur durch übertragene Strukturen der Muttersprache auftreten, sondern auch durch eine andere Fremdsprache, die der Schüler vorher gelernt hat. So lernt man in der Schule gemeinhin Französisch als erste romanische Fremdsprache. Als weitere Fremdsprache, in der Regel dann die dritte, könnte Italienisch oder Spanisch hinzukommen. Der Schüler ist nun auch hier geneigt, angelernte Strukturen des Französischen auf die neue Sprache übertragen zu wollen. Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den Interferenzen zwischen eben zwei romanischen Sprachen, zwischen Französisch und Italienisch und geht dabei besonders auf die Zeitformen ein. Dabei soll sich im Wesentlichen auf den Indikativ beschränkt werden. Das Phänomen soll aus der Sichtweise betrachtet werden, welche Probleme für einen Franzosen beim Italienischlernen auftreten, beziehungsweise welche Probleme ein deutscher Schüler haben kann, der erst Französisch und dann Italienisch lernt.


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Dresden, Institut für Romanistik
S: Kontrastive Linguistik im Fremdsprachenunterricht
SoSe 2005, 7. Fachsemester

Interferenzen bei den Tempora Französisch - Italienisch

von: Robert Mintchev

 


Gliederung und Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung Seite 3

2 Die Zeitformen Seite 4

3 Die Konkordanz der Zeiten Seite 5

4 Das Präsens Seite 6

5 Das Imperfekt Seite 7

6 Das Plusquamperfekt Seite 7

7 Das Perfekt

7.1 Gebrauch Seite 8
7.2 Bildung Seite 9
7.3 Benutzung der Hilfsverben Seite 10
7.4 Modalverben Seite 12
7.5 Angleichung des Partizips Seite 13

8 Das Futur Seite 14

9 Übungsbeispiele Seite 15

10 Zusammenfassung Seite 16

11 Bibliographie Seite 17


 

 

1 Einleitung

Beim Lernen einer Fremdsprache ist man immer geneigt, Strukturen aus der eigenen Sprache zu übernehmen. So ist es in der Regel einfach, so ist man es ja gewohnt. In regelmäßigen Abständen kommt es dann aber vor, dass genau diese Bequemlichkeit die entscheidende Fehlerquelle ist. Eine Grammatik kann nie eins zu eins übertragen werden, sondern muss von einer Sprache zur anderen umgestellt, transferiert werden. Mit dieser Problemstellung befasst sich seit den 50er Jahren die kontrastive Linguistik. Sie betrachtet zwei Sprachen synchron, also zum selben Zeitpunkt und zeigt dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.

Die Errungenschaften der kontrastiven Linguistik können besonders beim Fremdsprachenlernen eingesetzt werden, kann der Lehrer doch nun gezielt auf bestimmte Phänomene hinweisen, gezielt üben und gezielt typische Fehler zu vermeiden trainieren. Probleme können aber nicht nur durch übertragene Strukturen der Muttersprache auftreten, sondern auch durch eine andere Fremdsprache, die der Schüler vorher gelernt hat. So lernt man in der Schule gemeinhin Französisch als erste romanische Fremdsprache. Als weitere Fremdsprache, in der Regel dann die dritte, könnte Italienisch oder Spanisch hinzukommen. Der Schüler ist nun auch hier geneigt, angelernte Strukturen des Französischen auf die neue Sprache übertragen zu wollen.

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den Interferenzen zwischen eben zwei romanischen Sprachen, zwischen Französisch und Italienisch und geht dabei besonders auf die Zeitformen ein. Dabei soll sich im Wesentlichen auf den Indikativ beschränkt werden. Das Phänomen soll aus der Sichtweise betrachtet werden, welche Probleme für einen Franzosen beim Italienischlernen auftreten, beziehungsweise welche Probleme ein deutscher Schüler haben kann, der erst Französisch und dann Italienisch lernt.

2 Die Zeitformen

Zunächst soll ein allgemeiner Überblick über die Zeitformen in beiden Sprachen gegeben werden, welche in dieser Arbeit genauer beleuchtet werden sollen:

Französisch                 Italienisch
présent                        presente
imparfait                      imperfetto
passé simple                passato remoto
passé composé           passato prossimo
plus-que-parfait           trapassato prossimo
passé antérieur             trapassato remoto
futur simple                  futuro semplice
futur antérieur              futuro anteriore

Wie man schon bei dieser einfachen Gegenüberstellung sehen kann, gibt es auf dem ersten Blick keine Unterschiede zwischen den beiden Sprachen. Die Schwierigkeiten, die beispielsweise für den deutschen Lerner beim Erlernen romanischer Sprachen in den Vergangenheitstempora auftreten (Opposition konkurrierender Zeitformen), sind für einen französischen Italienischlerner also nicht vorhanden, während man als Deutscher, wenn man eine der beiden Sprachen schon gelernt hat, auf das selbe Phänomen trifft, und nicht auf ein Neues, völlig Unbekanntes.

Im Gegensatz zum Italienischen kennt das Französische noch die temps surcomposés in der Vergangenheit (passé surcomposé, plus-que-parfait surcomposé) und im Futur (futur antérieur surcomposé), bzw. im Konditional (conditionnel surcomposé). Dies ist jedoch nur ein oberflächlicher Unterschied und bietet didaktisch keinerlei Schwierigkeit. Das Italienische kennt diese Zeitformen genauso, in den einschlägigen Grammatiken findet sich lediglich nur keine Bezeichnung dafür.

3 Die Konkordanz der Zeiten

[...]


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