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Zur Theorie des Dokumentarfilms

Hauptseminararbeit, 2006, 12 Seiten
Autor: Diana Riege
Fach: Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 12
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V62892
ISBN (E-Book): 978-3-638-56049-8
ISBN (Buch): 978-3-638-76715-6
Dateigröße: 149 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Dokumentarfilmforschung der Medien- bzw. Filmwissenschaft weist etliche Defizite in ihrem theoretischen Diskurs auf. Bislang gibt es keinen vollständigen Forschungsbericht bezüglich einer Geschichte des Dokumentarfilms und keine einheitliche Gattungsbeschreibung aufgrund kontroverser Meinungen, „[...] mit welchen Mitteln die dokumentarische Methode arbeitet und welche Tabus dabei nicht verletzt werden dürfen.“ (Hattendorf 1999, S.10) Ausgangspunkt der Differenzen sind die Diskussionen um Realität, Wirklichkeit bzw. Authentizität, die als das Hauptmerkmal eines Dokumentarfilms erkannt wurden und seit Kracauer, welcher die Hauptaufgabe eines Dokumentarfilmers in der Registrierung und Wiedergabe der äußeren Wirklichkeit sah, als Fokus der Definition schlechthin galt. (Hattendorf 1999, S.68) Die Problematik der Begriffe "Realität" und "Wirklichkeit" bezüglich des Dokumentarfilms bilden den Kernpunkt der nachstehenden Ausführungen. Folgen wird ein kurzer Einblick in den Lösungsvorschlag Hattendorfs bezüglich der Gattungsbestimmung des hier zu behandelnden Gegenstands.


Textauszug (computergeneriert)

Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg
Sprach- und Literaturwissenschaften
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften
WS 2005

Zur Theorie des Dokumentarfilms

Diana Riege

 


Inhaltsverzeichnis

1 Der Dokumentarfilm  ...3

1.1 Vorbemerkungen ...3
1.2 Problematische Gattungsbestimmung ...3
1.3 Schlussbetrachtungen ...10

Literaturverzeichnis ...11

Medienverzeichnis  ...11


 

1 Der Dokumentarfilm

1.1 Vorbemerkungen

Die Dokumentarfilmforschung der Medien- bzw. Filmwissenschaft weist etliche Defizite in ihrem theoretischen Diskurs auf. Bislang gibt es keinen vollständigen Forschungsbericht bezüglich einer Geschichte des Dokumentarfilms und keine einheitliche Gattungsbeschreibung aufgrund kontroverser Meinungen, „[...] mit welchen Mitteln die dokumentarische Methode arbeitet und welche Tabus dabei nicht verletzt werden dürfen.“ (Hattendorf 1999, S.10)

Ausgangspunkt der Differenzen sind die Diskussionen um Realität, Wirklichkeit bzw. Authentizität, die als das Hauptmerkmal eines Dokumentarfilms erkannt wurden und seit Kracauer, welcher die Hauptaufgabe eines Dokumentarfilmers in der Registrierung und Wiedergabe der äußeren Wirklichkeit sah, als Fokus der Definition schlechthin galt. (Hattendorf 1999, S.68)

Die Problematik der Begriffe Realität und Wirklichkeit bezüglich des Dokumentarfilms bilden den Kernpunkt der nachstehenden Ausführungen. Folgen wird ein kurzer Einblick in den Lösungsvorschlag Hattendorfs bezüglich der Gattungsbestimmung des hier zu behandelnden Gegenstands.


1.2 Problematische Gattungsbestimmung

Der Begriff Dokumentarfilm wurde zu Beginn des vorigen Jahrhunderts von der englischen Dokumentarfilmbewegung, initiiert von Robert Flaherty und vor allem John Grierson, geprägt, wobei Letzterer den Begriff auf die realitätsnahe Form des Films erstmals anwendete. (vgl. u.a. Hattendorf 1999, S.44; Hickethier 2001, S.191) Zunächst bezeichnete der Begriff all jene Filme, welche keine fiktive Thematik vorwiesen, und bildete somit ein Antonym zum Fiktionsfilm, das heißt, der Begriff erfüllte zunächst die Funktion, den Spielfilm vom Dokumentarfilm zu unterscheiden. (vgl. Hattendorf 1995, S.17) Jedoch erschien diese absolute Abgrenzung zu fiktionalen Formen des Films problematisch, da der Dokumentarfilm ebenso inszeniert wird und den subjektiven Blick des Dokumentarfilmers auf einen Ausschnitt der Realität widerspiegelt.

[...]


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