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Autor: Reinhard Richter
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik
Details
Tags: Gesundheitspolitik, Analyse, Reformansätze
Jahr: 2006
Seiten: 44
Note: 2,1
Literaturverzeichnis: ~ 40 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 415 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56084-9
Textauszug (computergeneriert)
Gesundheitspolitik: Ökonomische Analyse aktueller Reformansätze
von: Reinhard Richter
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - 1 -
1.1 Problemstellung - 1 -
1.2 Aktualität der Thematik - 1 -
1.3 Zielsetzung und Methodische Vorgehensweise - 2 -
2. Fakten zum Gesundheitsstandort Deutschland - 3 -
3. Entwicklung der Ausgaben, Einnahmen und der Problematik im Gesundheitswesen - 4 -
3.1 Ausgaben - 4 -
3.2 Einnahmen - 5 -
3.3 Anhaltende Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung - 5 -
3.3.1 Demographischer Wandel - 6 -
3.3.2 Das Beschäftigungsproblem - 7 -
3.3.3 Medizin-Technischer Fortschritt - 7 -
3.3.4 Versichertenwechsel zwischen GKV und PKV - 8 -
3.3.5 Schwachstellen der gesetzlichen Krankenversicherung - 9 -
4. Die wichtigsten Eckpunkte der Gesundheitsreform - 9 -
4.1 Ärztliches Vergütungssystem - 9 -
4.2 Arzneimittelverordnung - 10 -
4.3 Krankenkassenfusionen - 10 -
4.4 Kostenerstattung - 11 -
4.5 Leistungskatalog - 11 -
4.6 Kontrahierungszwang - 11 -
4.7 Kindergesundheit aus Steuermitteln finanzieren - 12 -
4.8 Vertragsgestaltung zwischen Ärzten und Kassen - 12 -
4.9 Gesundheitsfonds - 12 -
5. Finanzierungsmodelle zur Gesundheitsreform - 13 -
5.1 Bürgerversicherung - 13 -
5.1.1 Solidarität auf neuer Basis - 14 -
5.1.2 2-Säulen-Beitragsverfahren - 15 -
5.1.3 Kapital-Steuermodell - 15 -
5.2 Gesundheitsprämien-Modell - 15 -
5.2.1 Persönliche Gesundheitsprämie - 16 -
5.2.2 Arbeitgeberprämie - 16 -
5.2.3 Gesamt-Gesundheitsprämie - 17 -
5.3 Gesundheitsfonds - 17 -
5.3.1 Hintergrund zur Einführung des Gesundheitsfonds - 17 -
5.3.2 Maßnahmen bis zur Einführung des Gesundheitsfonds - 17 -
5.3.3 Was soll mit der Einführung des Gesundheitsfonds erreicht werden? - 18 -
5.3.4 Funktionsweise des Gesundheitsfonds - 18 -
6. Die künftige Rolle der privaten Krankenversicherung - 20 -
7. Leistungsstruktur im Gesundheitswesen - 20 -
8. Vergleich und Bewertung der Reformansätze - 22 -
8.1 Analyse der Bürgerversicherung - 22 -
8.2 Analyse der Gesundheitsprämie - 24 -
8.3 Analyse des Gesundheitsfonds - 26 -
9. Das Umlage- und Kapitaldeckungs-Verfahren - 26 -
10. Fazit - 33 -
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Im Rahmen dieser Seminararbeit wird der Themenkomplex: Wirtschaftspolitische Herausforderungen in Deutschland behandelt. Diese Arbeit wird sich mit dem Thema: Gesundheitspolitik: „Ökonomische Analyse aktueller Reformansätze“ befassen.
1.2 Aktualität der Thematik
Das deutsche Gesundheitssystem ist eine Dauersanierungsbaustelle. Spätestens alle zwei, drei Jahre wird ein neuer Anlauf auf die endgültige, ultimative Reform genommen, weil die Gesundheitsleistungen unter anderem immer teurer werden.1 Seit Anfang der Siebziger Jahre stiegen die Beitragssätze zur GKV kontinuierlich an. Die Ausgaben für Leistungen der GKV stiegen seit 1970 von 12,9 Mrd. Euro, bis zum Jahr 2005 auf 143,6 Mrd. Euro an.2
Mehrere Einflüsse wirken auf den Wachstumsmarkt Gesundheitswesen, insbesondere der demografische Wandel und die Altersabhängigkeit der Krankheitskosten. Aber auch der medizinische und medizin-technische Fortschritt, sowie der Soziale Wandel und die sozioökonomische Veränderungen tragen dazu bei, dass sich das Gesundheitswesen ständig weiterentwickelt.3 Ziel der Gesundheitspolitik ist es, die Gesundheit der Bürger zu erhalten, zu fördern und im Krankheitsfall wieder herzustellen. Die Herausforderung der Gesundheitspolitik besteht darin, Qualität und Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens zu gewährleisten. Dazu bedarf es eines umfassenden Systems gesundheitlicher Sicherung, das allen Bürgern wirksam und ohne Hindernisse zur Verfügung steht.4 In den letzten Monaten präsentierte die Politik viele Reformoptionen und Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitssystems. In der aktuellen Diskussion steht vor allem eine Neuordnung der Finanzierung im Vordergrund. In diesem Zusammenhang fielen Schlagworte wie BV, GP und GF.
1.3 Zielsetzung und Methodische Vorgehensweise
Zielsetzung dieser Seminararbeit wird es sein, die derzeitigen Reformansätze aus der Politik, zur Reformierung des deutschen Gesundheitssystems näher vorzustellen und wirtschaftlich zu analysieren. Die Analyse wird sich dabei auf die Neugestaltung der Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems konzentrieren. Im Rahmen dieser Seminararbeit soll zunächst näher auf den Gesundheitsstandort Deutschland eingegangen werden. Dabei wird der Standort Deutschland anhand wichtiger Fakten näher vorgestellt, um so einen besseren Einblick in das deutsche Gesundheitswesen zur erhalten. Anschließend wird die Ausgaben- und Einnahmenentwicklung näher betrachtet, bevor die dafür in Frage kommenden Ursachen umfassend erläutert werden. Nach der Problemanalyse werden die wichtigsten Eckpunkte der Gesundheitsreform 2006 aufgezeigt. Danach werden die drei Alternativen zur Neuordnung der Finanzierung im Gesundheitswesen: BV, GP und GF näher erläutert. Im Anschluss erfolgt eine Standortbestimmung der PKV. Nachfolgend wird die zukünftige Leistungsstruktur im Gesundheitswesen vorgestellt, um die institutionellen Zusammenhänge im deutschen Gesundheitswesen besser zu verstehen. Im Hauptteil der Seminararbeit werden die drei Finanzierungsmodelle bezüglich Vorteile und Nachteile analysiert. Anschließend wird das Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren in unserem Gesundheitssystem kritisch durchleuchtet. Zum Schluss wird eine Prognose hinsichtlich der Gewinner und Verlierer des Gesundheitsfonds aufgestellt und ein Fazit gezogen.
2. Fakten zum Gesundheitsstandort Deutschland
Wir verfügen in Deutschland über ein leistungsfähiges und modernes Gesundheitssystem. Das Gesundheitswesen beschäftigt ca. 4,22 Millionen Menschen in rund 800 Berufen. Medizin- und Arzneimittelhersteller aus Deutschland gehören zu den führenden Anbietern auf dem Weltmarkt.5 Um einen noch besseren Einblick in das Gesundheitswesen zu erhalten, wird anhand ausgewählter Rahmendaten der Gesundheitsstandort Deutschland kurz vorgestellt.
» In Deutschland leben ca. 82 Millionen Bürger und Bürgerinnen6
» Die Gesundheitsbranche ist zentraler Arbeitsmarkt für Frauen, es arbeiten ca. 3 Millionen Frauen im Gesundheitssektor7
» In Deutschland wurden im Jahr 2004 ca. 234 Milliarden Euro für die Gesundheit ausgegeben8
» Den größten Anteil der Gesundheitsausgaben trägt die GKV mit ca. 143 Milliarden Euro pro Jahr9
» Der Anteil der PKV an den Gesundheitsausgaben beträgt ca. 17,35 Milliarden Euro pro Jahr10
» Deutschland ist hinter den USA Weltmarktführer im Bereich Medizintechnik11
» Jährlich werden 14,61 Milliarden Euro in der Medizintechnik umgesetzt12
» In Deutschland wurden 2.322 Arzneimittel im Jahr 2005 zugelassen13
» Im Bundesdurchschnitt kommt ein Arzt auf 269 Einwohner14
» Dichte an Krankenhausbetten im Schnitt um 50% höher als der Durchschnitt der EU-15-Länder15
» Hohe Dichte an Krankenhausbetten in Allgemeinen Krankenhäusern mit 8,9 Betten je 1.000 Einwohner16
» In Deutschland haben wir derzeit 253 gesetzliche KK17
3. Entwicklung der Ausgaben, Einnahmen und der Problematik im Gesundheitswesen
3.1 Ausgaben
[...]
1 Vgl. Wisdorff, Flora: Ist Deutschland ein Sanierungsfall, in: Welt am Sonntag, Nr. 26/06 vom 25.06.06, S. 29
2 Vgl. o.V.: Kollektiv verantwortungslos, in: Der Spiegel, Nr. 27/06 vom 03.07.06, S.19f
3 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Eckpunkte zur Gesundheitsreform 2006, Online-Publikation; eingesehen am: 02.08.06; URL: http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitspolitik/pdf/eckpunkte_ gesundheitsreform_2006.pdf
4 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Gesundheit, Online-Publikation; eingesehen am: 28.07.2006; URL: http://www.bmg.bund.de/cln_040/nn_604238/DE/Themenschwerpunkte/Gesundheit/gesundheit- node,param=.html__nnn=true
5 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Strukturen modernisieren und anpassen, Online-Publikation; eingesehen am: 25.07.06; URL: http://www.diegesundheitsreform.de/gesundheitspolitik/herausforderungen/strukturveraenderung/index.html
6 Vgl. Statistisches Bundesamt (Hg.): Bevölkerung im Jahr 2005 leicht gesunken, Online-Publikation; eingesehen am: 25.07.2006; URL: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2006/p2920021.htm
7 Vgl. Statistisches Bundesamt (Hg.): Gesundheitspersonal nach Berufen, Online-Publikation; eingesehen am: 25.07.2006; URL: http://www.destatis.de/basis/d/gesu/gesutab1.php
8 Vgl. Statistisches Bundesamt (Hg.): 10,6% des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit ausgegeben, Online-Publikation; eingesehen am: 27.07.2006; URL: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2006/p3270095.htm
9 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Daten und Fakten zum Gesundheitsstandort Deutschland, Online-Publikation; eingesehen am: 27.07.2006; URL: http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitspolitik/Gesundheitsstandort/in dex.html
10 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
11 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
12 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
13 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
14 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
15 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
16 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hg.): Fakten a.a.O.
17 Vgl. Köttker, Verena/Elflein, Christoph: Machtfaktor Gesundheitswesen, in: Focus, Nr. 32 vom 07.08.06, S. 23
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