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Autor: Mareike Duensing
Fach: Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Details
Institution/Hochschule: Universität Bremen
Tags: Diskursanalyse, Phänomene, Sprache, Daz-relevante, Phänomene, Sprache
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 200 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56108-2
Inkl. Transskript
Textauszug (computergeneriert)
Diskursanalyse und grammatische
Phänomene der gesprochenen Sprache
von: Mareike Duensing
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Gesprochene Sprache 4
1.1 Definitionen 4
1.1.1 Gesprochene Sprache 4
1.1.2 Diskursanalyse 4
1.1.3 Transkription 4
1.2 Der Unterschied zwischen Schriftsprache und Sprachverwendung (gesprochener Sprache) 6
1.3 Einige Phänomene der gesprochenen Sprache 6
1.3.1 Pausen 6
1.3.2 Interjektionen 7
1.3.3 Abbrüche und Korrekturen 7
1.3.4 Wiederholungen 7
2. Grammatische Phänomene der Sprachverwendung 9
2.1 Die Ellipse 9
2.2 Satzlänge 10
2.3 Parataxe und Hypotaxe 10
2.4 Die Verbstellung 10
2.4.1 Verberststellung 10
2.4.2 Verbzweitstellung bei Sätzen mit „weil“ 11
2.5 Das Verb 12
3.2.1 Tempus 12
3.2.2 Modus 12
3. Grammatik bei DaZ-Kindern 13
3.1 Grammatikfehler aus der Transkription 13
3.2 Grammatik im DaZ-Unterricht 14
4. Schlussbemerkung 15
Literaturverzeichnis 16
Anhang 17
Einleitung
Die Idee zu diesem Thema entstand in der Vorlesung „DaZ relevante Phänomene der gesprochenen Sprache“. In einem Gruppenreferat über die Transkription eines Gespräches zwischen einer Studentin und einem dreijährigen zweisprachig aufgewachsenen Jungen, hatte ich mich auf die Grammatik des Jungen spezialisiert. Mit einer Hausarbeit zu diesem Thema bot sich die Möglichkeit diese Kenntnisse auszubauen und zu vertiefen. Mein Ziel ist es, einen Überblick über die Besonderheiten der gesprochenen Sprache insbesondere im Hinblick auf die Grammatik– auch mit dem Hintergrund der Zweisprachigkeit- zu geben. Das erste Kapitel beinhaltet einige relevante Begriffe der Gesprächsanalyse und einen Überblick über die Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Zudem werden einige der wichtigsten Phänomene der gesprochenen Sprache genannt. Besonderheiten in der Grammatik der gesprochenen Sprache beschreibe ich im zweiten Kapitel. Hier werden auch wichtige Unterschiede zur Schriftsprache deutlich. Im dritten Kapitel stelle ich einen Bezug zu „Deutsch als Zweitsprache“ her, indem ich die DaZ-relevanten Grammatikfehler aus dem Interview mit dem Jungen beschreibe und einige Überlegungen über die Grammatik im DaZ-Unterricht darlege. Es folgt eine Schlussbemerkung.
Die Transkription des Gespräches mit dem Jungen befindet sich im Anhang
1. Gesprochene Sprache
1.1 Definitionen
1.1.1 Gesprochene Sprache
Die Verwendung des Terminus „gesprochene Sprache“ ist streng genommen falsch, da der gesprochenen Sprache keine andere Sprache zugrunde liegt, als der geschriebenen. Richtiger wäre der Gebrauch des Begriffes „Sprachverwendung“. Die Sprachverwendung, die als ‚parole’ bezeichnet wird, ist das Gegenteil des Sprachsystems, der ‚langue’. „Steger definiert: Als gesprochene Sprache kann (…) nur akzeptiert werden,
1. was gesprochen wird, ohne vorher aufgezeichnet worden zu sein;
2. was gesprochen wird, ohne vorher länger für einen bestimmten Vortragszweck bedacht worden zu sein. Schließlich sollte vorerst praktischerweise nur Sprache akzeptiert werden, die
3. gesprochen wird, ohne in Vers, Reim, Melodie oder vergleichbarer fester Verbindung zu stehen; auch wenn es sich um immer unschriftliche Formen und Formeln handelt. …
Es darf (außerdem) doch wohl nur akzeptiert werden, was
4. gesprochen wird und im Rahmen des jeweils gesprochenen Sprachtyps als „normal“, d. h. als richtig anzusehen ist“ (Wackernagel, 1973, S.16).
1.1.2 Diskursanalyse
Die Erforschung der gesprochenen Sprache bezeichnet man als Gesprächsanalyse oder Konversationsanalyse, die unter dem Oberbegriff Diskursanalyse (=die sprachwissenschaftliche Analyse von Diskursphänomenen) zusammengefasst werden können.
1.1.3 Transkription
Für die Analyse eines Gespräches ist es nötig, das Gespräch zu transkribieren. „In der Linguistik (insb. Konversations- bzw. Gesprächsanalyse, Spracherwerbsforschung, Dialektologie) versteht man unter Transkription die Verschriftung von Gesprächen nach bestimmten Regeln zum Zwecke der wissenschaftlichen Analyse“ (Ohne Autor, 2006). “Müller versteht ‚Transkription’ bzw. ‚Umschrift’ als ‚Übertragung des gesprochenen Textes in schriftliche Form’ nach selbst formulierten Regeln“ (Wackernagel, 1973, S.29). In einer Transkription sollen möglichst viele Aspekte der gesprochenen Sprache berücksichtigt werden. Ein einfaches Niederschreiben eines Gespräches würde für eine Diskursanalyse nicht genügen. Phänomene, wie z.B. der Sprecherwechsel, Pausen, Interjektionen, Nonverbale Handlungen, Abbrüche und Korrekturen müssen in die Untersuchung einbezogen werden. Da diese Erscheinungen in der Schriftsprache nicht vorkommen, müssen Zeichen für sie gefunden werden.
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