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"Strategien zur Förderung von Sozialkompetenz im Unterricht" - Bericht zum Theorie-Praxis-Modul I

Autor: Sebastian Rath
Fach: Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

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Details

Veranstaltung: Seminar "Strategien zur Förderung von Sozialkompetenz im Unterricht"
Institution/Hochschule: Universität Dortmund (Praktikumsbüro für Lehramtsstudiengänge)
Tags: Strategien, Förderung, Sozialkompetenz, Unterricht, Bericht, Theorie-Praxis-Modul, Seminar, Strategien, Förderung, Sozialkompetenz, Unterricht
Kategorie: Praktikumsbericht / -arbeit
Jahr: 2006
Seiten: 34
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 177 KB
Archivnummer: V63038
ISBN (E-Book): 978-3-638-56165-5

Textauszug (computergeneriert)

Universität Dortmund
Seminar: "Strategien zur Förderung von Sozialkompetenz im Unterricht"
Begleitforschungsseminar

"Strategien zur Förderung von Sozialkompetenz im Unterricht" - Bericht zum Theorie-Praxis-Modul I

Sebastian Rath

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 1

2. Theorie und Praxis des Studienprojekts ... 4

2.1. Darstellung des theoretischen Hintergrundes für das Thema ... 4
2.2. Entwicklung und Formulierung einer Fragestellung für eine kleinere empirische Untersuchung ... 5
2.3. Kurze Darlegung der Relevanz der Fragestellung ... 6
2.4. Operationalisierung (Kleinarbeitung der Fragestellung) ... 6
2.5. Begründung, Ausarbeitung und Auswahl der Untersuchungsmethoden ... 6
2.6. Darlegung des Untersuchungsdesigns mit Zeitplan ... 7
2.7. Beschreibung der Durchführung der Untersuchung ... 7
2.8. Auswertung, Systematisierung, Darstellung und Interpretation der gewonnenen Daten und Ergebnisse ... 9
2.9. Reflexion der Untersuchungsergebnisse ... 11

3. Theorie und Praxis des Unterrichtsprojekts ... 13

3.1. Thema des Unterrichtsprojektes und theoretischer Hintergrund ... 13
3.2. LehrerInnen und SchülerInnen als Partner unterrichtsbezogener Planung (Schülerorientierung – Lernausgangslagen – Rahmenbedingungen) ... 15
3.3. Didaktische Planung und Lernziele ... 16
3.4. Methodische Überlegungen ... 17
3.5. geplanter Stundenverlauf inkl. Ergebnissicherung (Verlaufsskizze mit Zeitplan) ... 18
3.6. Reflexion des realen Verlaufs vor dem Hintergrund der Planung, Zielsetzung und der Theorie, Entwicklung neuer Fragen an Fachdidaktik bzw. Erziehungswissenschaft ... 20

4. Reflexion des forschenden Lernprozesses ... 21

5. Literatur ... 24

6. Anhang ... 25

 

 

1. Einleitung

Die XY-Realschule liegt in einem Wohngebiet der Mittelschicht in der östlichen Innenstadt von Z. Sie besteht aus zwei Gebäuden, von denen das ältere die Verwaltung und 13 Lehrerräume umfasst. Im 2003 fertig gestellten Neubau sind weitere 11 Lehrerräume sowie fünf naturwissenschaftlich-technische Fachräume, die auf dem neusten Stand der Technik ausgestattet sind. Zusätzlich verfügt die Realschule über eine kleine Sporthalle.

Derzeit werden ungefähr 540 Schülerinnen und Schüler von 20 Lehrerinnen und 12 Lehrern an der XY persönlich beraten und betreut. Ein angenehmes Schul- und Unterrichtsklima erzeugt auch die äußere und innere Gestaltung der Schule. Auffällig war, dass die Gebäude, Flure und Klassenräume kaum mit Graffiti beschmiert waren. Stattdessen verzieren Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler und Produkte aus Gruppenarbeiten die Einrich-tungen und Räumlichkeiten.

Vor dem Hintergrund der Erziehung zu einer neuen Lern- und Lehrkultur als zentralem Gedanken des Schulprogramms wird in der 5. Klasse ´Methodenlernen´ als zusätzliches Fach von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer unterrichtet. Dort werden den Schülerinnen und Schülern Leitlinien für die Heftführung und Hausaufgaben vermittelt und sie lernen spezielle Lesetechniken für die Analyse von Texten und Aufgabenstellungen kennen, die sich für das Studienprojekt zur Gruppenarbeit als vorteilhaft erwiesen.

Während der Jahrgangsstufe 6 werden Projekttage zu den Aspekten „Üben für Klassenarbeiten“, „Lernen mit allen Sinnen“ und „Arbeit mit Nachschlagewerken“ veranstaltet, in denen den Schülerinnen und Schüler die Organisation des Lernens vermittelt werden. 30 Kinder der fünften und sechsten Klassen nutzen an der XY-Realschule das momentan kostenlose Angebot der Mittagsbetreuung durch Studentinnen und Studenten der Universität Z.. Ab Unterrichtsschluss bis 15.00 Uhr erhalten die Kinder von Montags bis Donnerstags Hausaufgabenhilfe, spielen gemeinsam auf dem neu gestalteten Schulhof und basteln und kochen gemeinsam.

Die Schwerpunkte der Projekttage in der Klasse 7 liegen auf der „Wiederholung und Festigung bekannter Techniken“, dem „Markieren und Strukturieren“ und den „Methoden der Informationsbeschaffung“. Gegen Ende der 7. Klasse können die Schülerinnen und Schüler ein viertes Klassenarbeitsfach aus fünf Fächern in drei Schwerpunkten auswählen. Dazu zählen aus dem Bereich Gesellschaftswissenschaften das Fach Sozialwissenschaften, aus den Fremdsprachen das Fach Französisch und auf dem Gebiet von Naturwissenschaft und Technik die Fächer Informatik, Technik und Biologie.

Das Fach wird dann ab der 8. Jahrgangsstufe bis zur Klasse 10 vierstündig unterrichtet. In wenigen Fällen, in denen trotz Beratung durch die Lehrerinnen und Lehrer ein falsches Fach gewählt worden ist, kann das Fach mit Begründung zum Halbjahr der Klasse 8 umgewählt werden. Außerdem dürfen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 durch einen einwöchigen Aufenthalt in England ihre Sprachkenntnisse erweitern.

In der Klasse 9 können die Schülerinnen und Schüler wieder ein Fach für ein Schuljahr wählen. Aus dem sprachlichen Bereich Italienisch und Schülerzeitung, aus dem musisch-künstlerischen Bereich Chor und Freies Atelier, aus dem technisch-wirtschaftlichen Bereich Hauswirtschaft und Computeranwendungen und im sportlichen Bereich Fußball und Volleyball.

Zwiespältig zu bewerten ist ein schulspezifisches „Lehrerraumsystem“. Nach diesem System haben die Schülerinnen und Schüler keinen eigenen Klassenraum mehr, sondern die Fach-lehrer. Einerseits haben die Schülerinnen und Schüler keine richtigen fünf Minuten Pausen zwischen den Stunden, in denen sie vielmehr damit beschäftigt sind die Strecken zwischen den Räumen zurückzulegen. Andererseits besteht für die Lehrerinnen und Lehrer die Mög-lichkeit die Klassenräume nach ihrem Willen zu gestalten. So war zum Beispiel die auf Grup-penarbeit ausgerichtete Sitzordnung nach Tischgruppen für das Studienprojekt von großem Nutzen. Denn es wurde nicht nur Zeit gespart, die sonst für die Bildung von Tischgruppen verbraucht worden wäre, sondern die Sitzordnung verdeutlichte auch, dass die Schülerinnen und Schüler das selbstständige Arbeiten in Gruppen mehrfach praktizierten und damit vertraut waren.

Untersucht wurde über einen Zeitraum von 3 Unterrichtsstunden eine arbeitsteilige Gruppenarbeit in der 10c zum Thema ´Das Herrschaftssystem des Nationalsozialismus´. Die Gruppenarbeit wurde nach der Expertenmethode von Jigsaw1 durchgeführt, nach der in den Heimatgruppen Experten für ein bestimmtes Thema aufgestellt werden. Mit den Experten aus den anderen Gruppen werden dann zu dem jeweiligen Thema in Expertengruppen Informationen und Ideen ausgetauscht, so dass die Experten anschließend die Heimatgruppen über die Ergebnisse informieren können.

Die Klasse wurde in vier gleich große „Heimatgruppen“ mit jeweils sechs Schülerinnen oder Schülern geteilt. Innerhalb dieser Heimatgruppen sollte sich eigentlich zunächst in Einzelarbeit jeweils mindestens ein Gruppenmitglied zu einem von insgesamt vier Bereichen des übergeordneten Themas, das insgesamt zwölf Seiten umfasste, informieren. Dazu hätten für jede Gruppe jeweils drei Seiten für die Aspekte „Staat und Politik“(A), „Gesellschaft in der NS-Zeit“(B), „Wirtschafts- und Sozialpolitik“(C) und „Polizei, Justiz und Militär“ (D) vervielfältigt werden müssen. Anschließend hätten sich alle Schülerinnen und Schüler mit dem gleichen Bereich zu „Expertengruppen“ zusammengeschlossen, in denen letzte Unklarheiten gemeinsam bewältigt worden und die Vermittlung des Stoffs an die anderen Gruppenmitglieder der Heimatgruppen geplant worden wäre. Zum Schluss hätten sich wieder die Heimatgruppen gebildet, in denen nun pro Thema mindestens ein Experte, der – nachdem er die nötigen Informationen vermittelt hätte – die anderen über sein Thema hätte prüfen können, vorhanden gewesen wäre2.

 

[...]


1 vgl. Green, Norm/Green, Kathy: Kooperatives Lernen im Klassenraum und im Kollegium. Das Trainigsbuch, Seelze-Velber 2006, S. 131.
2 vgl. Brokemper, Peter/Köster, Dr. Elisabeth/ Potente, Dr. Dieter: Geschichte Real 3. Arbeitsbuch für Realschulen Nordrhein-Westfalen, Berlin 2004, S.104.

Kommentare

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