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Natans Strafrede gegen David in 2. Samuel 12, 1-15 - eine Analyse

Termpaper, 1999, 16 Pages
Author: Frank-Christian Raatz
Subject: Theology - Biblical Theology

Details

Category: Termpaper
Year: 1999
Pages: 16
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V6308
ISBN (E-book): 978-3-638-13912-0
ISBN (Book): 978-3-638-86777-1
File size: 185 KB

Abstract

2 Einleitung Der hier vorliegende Text ist meiner Meinung nach deshalb sehr interessant, weil hier an der Person des häufig als so überragend dargestellten Königs David, die tiefsten menschlichen Abgründe so wunderbar beschrieben werden. Daran zeigt sich, daß kein Titel, keine Macht, kein politischer Einfluß usw. einem Menschen eine besondere Stellung vor Gott geben. Andererseits zeigt der Text aber auch, daß Gott gerade bei solchen Sünden, die nach unserem menschlichen Ermessen besonders schwer wiegen, ebenso barmherzig sein kann. Wie Menschen sind es in vielen Lebenssituationen gegenüber unseren Mitmenschen nicht immer, so daß Gottes große Barmherzigkeit uns häufiger als Beispiel dienen sollte. 2.1 Zum Umfeld des Textes und der Vorgeschichte 2.1.1 Davids Begierde Der sonst immer so hochgelobte und glorifizierte König David hat eine, nach unserem Ermessen, schwere Sünde begangen. An einem Nachmittag war David nach dem Mittagsschlaf aus seinem Bett aufgestanden und hatte sich auf das flache Dach seines Palastes begeben, um den kühlen Abend und den Blick auf die Häuser seiner Stadt zu genießen. Da sah er unten eine hübsche Frau baden, wurde gierig nach ihr und wollte diese Frau unbedingt haben. Er ließ Nachforschungen anstellen, wer diese schöne Frau sei und hörte, daß es Batscheba ist, die Frau des Generals Urija, der sich zur Zeit im Krieg gegen die Ammoniter befand. David schickt einen Boten zu Batscheba, läßt sie zu sich in seinen Palast holen und schläft mit ihr. Nach diesen Ereignissen kehrt Batscheba in ihr Haus zurück. Aber einige Zeit danach ließ Batscheba dem König mitteilen, daß sie schwanger sei.


Excerpt (computer-generated)

Natans Strafrede gegen David in 2. Samuel 12, 1-15

von Frank-Christian Raatz



Inhaltsverzeichnis

1 Der Text: 2. Samuel 12, 1-15 4

2 Einleitung 6

2.1 Zum Umfeld des Textes und der Vorgeschichte 6
2.1.1 Davids Begierde 6
2.1.2 Davids Vertuschung 6
2.1.3 Tödliches Ende 7

3 Textkritische Fragen 8

3.1 Das Buch Schmuel (1. und 2. Buch Samuel) 8
3.1.1 Verfasserschaft und Inhalt 8
3.1.2 Redaktionsgeschichte 8

3.2 Parallelen zu den Chronikbüchern 9

3.3 Erläuterungen zum Text 10
3.3.1 Textgattung 10
3.3.2 Der Prophet Natan 10
3.3.3 Natans Parabel 11
3.3.4 Die Sünde des Menschen 12
3.3.5 Davids Reue 13
3.3.6 Gottes Reaktion 14

3.4 Zur Rolle der Batscheba 14

4 Das Ende der Geschichte... 15

5 Literaturverzeichnis 16

[...]

 

2 Einleitung

Der hier vorliegende Text ist meiner Meinung nach deshalb sehr interessant, weil hier an der Person des häufig als so überragend dargestellten Königs David, die tiefsten menschlichen Abgründe so wunderbar beschrieben werden. Daran zeigt sich, daß kein Titel, keine Macht, kein politischer Einfluß usw. einem Menschen eine besondere Stellung vor Gott geben. Andererseits zeigt der Text aber auch, daß Gott gerade bei solchen Sünden, die nach unserem menschlichen Ermessen besonders schwer wiegen, ebenso barmherzig sein kann. Wie Menschen sind es in vielen Lebenssituationen gegenüber unseren Mitmenschen nicht immer, so daß Gottes große Barmherzigkeit uns häufiger als Beispiel dienen sollte.

2.1 Zum Umfeld des Textes und der Vorgeschichte

2.1.1 Davids Begierde

Der sonst immer so hochgelobte und glorifizierte König David hat eine, nach unserem Ermessen, schwere Sünde begangen. An einem Nachmittag war David nach dem Mittagsschlaf aus seinem Bett aufgestanden und hatte sich auf das flache Dach seines Palastes begeben, um den kühlen Abend und den Blick auf die Häuser seiner Stadt zu genießen. Da sah er unten eine hübsche Frau baden, wurde gierig nach ihr und wollte diese Frau unbedingt haben. Er ließ Nachforschungen anstellen, wer diese schöne Frau sei und hörte, daß es Batscheba ist, die Frau des Generals Urija, der sich zur Zeit im Krieg gegen die Ammoniter befand. David schickt einen Boten zu Batscheba, läßt sie zu sich in seinen Palast holen und schläft mit ihr. Nach diesen Ereignissen kehrt Batscheba in ihr Haus zurück. Aber einige Zeit danach ließ Batscheba dem König mitteilen, daß sie schwanger sei.

2.1.2 Davids Vertuschung

David war um sein Ansehen besorgt und überlegte sich eine List: Er schickte einen Boten nach Rabba zu den Belagerern und befahl den General Urija, den Ehemann von Batscheba, zu sich nach Jerusalem. Jedoch nicht, um mit dem direkt Betroffenen den peinlichen Vorgang zu besprechen, sondern um zu Urijas Ehren ein Festessen anzurichten. Dabei fragte er ihn scheinheilig nach der Lage an der Front und machte Urija betrunken. Anschließend schickte er ihn mit einem Geschenk und einer zweideutigen Bemerkung nach Hause. Leider funktionierte das nicht so wie David sich das vorgestellt hatte, daß der betrunkene Urija mit seiner Frau schlief und somit das Problem der Vaterschaft vertuscht wäre. Denn Urija schlief nicht Zuhause bei seiner Frau, sondern unter dem Tor des königlichen Palastes bei seinen Kameraden. Davids Plan der Vertuschung war mißlungen.

2.1.3 Tödliches Ende

Da schickte David den General Urija mit einem geheimen Befehl an dessen Vorgesetzten wieder zurück in den Krieg, an die Front. Urija wurde, wie der König es befohlen hatte, in die vorderste Schlachtreihe gestellt und fiel . Nach der vorgeschriebenen Trauerzeit konnte David Batscheba heiraten . Nach außen hin schien wieder alles in Ordnung zu sein und ein Sohn wurde geboren. Der von Gott gesalbte König Israels hat die Ehe gebrochen und um das Ganze zu vertuschen einen geschickt eingefädelten Mord begangen. Aber am Ende dieser Geschichte ist zu lesen, daß Gott diese Tat mißfiel .

[...]


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