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DaimlerChrysler: Wettbewerbsvorteile und Wissensmanagement

Seminararbeit, 2006, 26 Seiten
Autor: Anonym
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 26
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V63097
ISBN (E-Book): 978-3-638-56219-5

Dateigröße: 682 KB


Textauszug (computergeneriert)

DaimlerChrysler:
Wettbewerbsvorteile und Wissensmanagement

von: N.N.

 


Inhaltsübersicht

1. Probleme bei DaimlerChrysler 1

2. Lösungskonzepte von DaimlerChrysler zu ausgewählten Problemen 3

2.1 Unternehmensinterne Lösungskonzepte von DaimlerChrysler  3
2.2 Unternehmensexterne Lösungskonzepte von DaimlerChrysler 4

3. Instrumente zur Schwachstellenanalyse sowie Stärkung latenter Erfolgspotentiale  6

3.1 SWOT- Analyse zur Bewältigung von Schwachstellen 6

3.1.1 Instrumente zur Durchsetzung von Produktionsvorteilen 7
3.1.2 Instrumente zur Durchsetzung von Qualitätsvorteilen 9

3.2 Bedarf zur Verbesserung des Wissenstransfers  11

3.2.1 Instrument zur Verbesserung des Wissensaustausches 11

3.2.2.1 Implementierung einer Newsgroup 12

3.2.2 Instrument zur Mitarbeitersensibilisierung  13

3.2.2.1 Implementierung eines Awareness- Programms 14

4. Zusammenfassende Würdigung  16

5. Fazit  17

ANHANG  21
 


 


ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ANE = Automatic Newsgroup Explorer
CAD = Computer Aided Design
IPP = Integrierte Produktpolitik
IRT = Issues Resolution Teams
NNTP = Network News Transfer Protocol
PMI = Post Merger Integration
RBV = Ressource- based View
SWOT = Strength-Weakness and Opportunities-Threats – Analyse
TQM = Total Quality Management
USP = Unique Selling Proposition
[...]



 

Executive Summary

1998 war das Jahr der >>Hochzeit im Himmel<<, dem größten Zusammenschluss in der Geschichte der Industrie überhaupt. Das größte Industrieunternehmen Europas, die Daimler- Benz AG, und der größte amerikanische Konzern, die Chrysler Corporation, fusionierten in einer „Merger of Equals“ („Fusion unter Gleichen“) zur neuen DaimlerChrysler AG. Dadurch entstand ein transnationaler Gigant mit den beiden Konzernzentralen in Stuttgart und AuburnHills. Diese Fusion zeigt besonders, wie die Globalisierung der Weltwirtschaft voranschreitet.

Seit dem Clash dieser beiden Automobil- Kulturen brennt es mit unschöner Regelmäßigkeit mal hier, mal da in der neu gegründeten >>Welt- AG<<. Daher werden im Folgenden ausgewählte Schwachstellen und Risiken aufgeführt und eine Handlungsempfehlung für deren Bewältigung mit Hilfe selektiver Instrumente ausgesprochen. Zudem werden aber auch latente Erfolgspotentiale für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen erkannt und eine Handlungsempfehlung für eine zweckmäßige Implementierung gegeben.

1. Probleme bei DaimlerChrysler

DaimlerChrysler ist heute ein wegen seiner Globalität und reichhaltigen Produktpalette ein in der Automobilbranche einzigartiges Unternehmen, das seinen Erfolg maßgeblich der Fusion zu verdanken hat. Die Komplexität der Probleme erfordert eine differenzierte Betrachtung, daher werden im Folgenden zunächst die wesentlichen Realprobleme sowohl vor als auch nach der Fusion aufgestellt und die vom Unternehmen angestrebte Situation dargelegt. Die Chrysler Corporation führte in den 70er und 80er Jahren eine Reihe von Maßnahmen, wie z.B. Entlassungen, Werksschließungen und Budgetkürzungen durch. Dadurch wurden zwar kurzfristig Kosten gespart, langfristig jedoch bewirkte dies einen Rückgang der Einnahmen und somit zu finanziellen Einbußen, da beim Bau von neuen Produkten eine auffallend sinkende Basis an Ingenieuren zur Verfügung stand. Zudem ergaben sich daraus auch lange Produktentwicklungszeiten.1

Die Daimler-Benz AG hingegen fühlte den enormen Druck zur Fusion, aufgrund schwerwiegender finanzieller Engpässe, die insbesondere aus den zusätzlichen abwechslungsreichen Tätigkeitsfeldern der Elektronik und der Luftfahrt resultierten (1995: größter Verlust in der deutschen Geschichte in Höhe von 5,7 Billionen DM).2 Ebenso durch die begrenzten Innovationsfähigkeiten der deutschen Ingenieure, dem stagnierenden Bedarf der C-, E- und S-Klasse sowie einer durch Qualitätsaufschwung immer stärker werdenden Konkurrenz.3

Durch die Fusion erhofften sich beide Unternehmen zwar eine Bewältigung der bereits genannten Probleme, allerdings ergaben sich bei der Wahrnehmung neuer Aufgaben unerwartete Hürden. Dabei können verschiedene Einflussfaktoren unterschieden werden, die sowohl durch andere Marktteilnehmer als auch durch unternehmensinterne Funktionen verursacht wurden. Zentrale Schwierigkeiten der externen Einflüsse bilden dabei vor allem die globale Überkapazität und die Veränderung der industriellen Strategien auf sich ständig entwickelnden Märkten. Die internen Probleme dagegen bilden maßgeblich generelle Produktunterscheidungsmerkmale bzw. Gewinnfahrer der Vergangenheit, wie z.B. luxuriöse Elemente, die heute allgegenwärtig geworden sind, weshalb ein Strategiewechsel auf „weiche Faktoren“, wie z.B. die Marke, gesetzt werden musste. Hohe Kosten bei der Produktion, Qualitätsdefizite, Vertriebsprobleme und ein lückenhaftes Wissensmanagement für die erfolgreiche Integration beider Unternehmen im Rahmen des Mergers sind ebenfalls zu bewältigende Aspekte.

Die Lokalisierung der Problemursachen ist aufgrund ihrer hohen Komplexität sehr schwierig, da sie durch Multikausalität gekennzeichnet sind, d.h. dass die Probleme in der Regel auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sind. Zentrale Voraussetzung für eine geeignete Maßnahmenplanung jedoch, ist eine detaillierte Analyse der Schwachstellen. Daher wird in der weiteren Bearbeitung ein Fokus auf lückenhaftes Wissensmanagement, Strategiewechsel bei der hohe Produktionskosten gesetzt, welche die essentiellen Probleme bei DaimlerChrysler darstellen. Die vom Management wünschenswerte Situation jedoch ist die Verbesserung des Wissenstransfers innerhalb des Unternehmens, die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Senkung der Produktionskosten und Erweiterung des Qualitätsmanagements. Daher ist zunächst eine genauere Betrachtung der DaimlerChrysler- Eigenen Lösungskonzepte sowie Unternehmensstrukturen von besonderer Bedeutung, da sonst eine gezielte Maßnahmenplanung nicht erfolgen kann.

2. Lösungskonzepte von DaimlerChrysler zu ausgewählten Problemen

2.1 Unternehmensinterne Lösungskonzepte von DaimlerChrysler

Im Rahmen der Fusion wurden (für die Integration beider Unternehmen) diverse Projekte eingeführt, die zum einen an das Management und zum anderen an die Ingenieure gerichtet waren. Hierbei werden auf einige Wichtige näher eingegangen. Eines der ersten Projekte sollte z.B. durch die Nutzung eines CAD-Simulations-Programms den Wissenstransfer zwischen deutschen und amerikanischen Ingenieuren fördern.4 Unter einer „CAD-Software“ (Computer Aided Design)5 versteht man die Erstellung von technischen Zeichnungen, speziell zwei- oder dreidimensional, die in der Regel in der Konstruktion von Automobilen sowie in deren Simulation, z.B. Unfallsimulation, verwendet werden. Dadurch können die Entwickler in Stuttgart vor allem von den schnellen und kostenbewussten Entwicklungsprozessen in AuburnHills lernen, während die Ingenieure aus den USA von dem deutschen Innovationsmanagement und ihrer Qualität profitierten.6 Des Weiteren wiesen sich die „Communities of Practice“ als bewährtes Mittel, um Wissen von Expertengruppen im Unternehmen, gemeinsam aufzubauen, untereinander zu teilen, es anzuwenden und somit Innovationen zu unterstützen. Somit kann die zunehmende Komplexität beherrscht und unternehmensweit vorhandenes Wissen effizienter genutzt werden.7

[...]


1 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 3.

2 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 5.

3 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 5.

4 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 7.

5 Vgl .o.V.: Online-Publikation im Internet unter der URL[„http://de.wikipedia.org/wiki/CAD“].

6 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 8.

7 Vgl. KELLER(2004). Flexible-Unternehmen-Newsletter.


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