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Studienarbeit, 2006, 34 Seiten
Autor: Maike Bredehoeft
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Bremen
Tags: Gestaltung, Patienten-, Familienedukation, Beratung, Pflege
Jahr: 2006
Seiten: 34
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 30 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-56221-8
Dateigröße: 262 KB
Die Studienarbeit ist in zwei Abschnitte unterteilt: Im ersten Abschnitt wird der Begriff der Beratung sowie die Edukation in ihren wesentlichen Merkmalen erläutert. Der zweite Abschnitt bezieht sich explizit auf die Praxis aus Sicht des Pflegemangements: Es werden verschiedene Konzepte erläutert, wie die Patienten-und Familienedukation in die Praxis implementiert werden kann.
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Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Bremen, Fachbereich Sozialwesen
Internationaler Studiengang für Pflegeleitung
Eingereicht am 6. März 2006
Zur theoretischen und praktischen Gestaltung der
pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation
von: Maike Bredehoeft
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Vorüberlegungen zur Patienten- und Familienedukation 5
2.1 Beratung in der Pflege- Definitionsansatz, Ziele und Problemaufriss 5
2.2 Beratungstheoretische Ansätze 8
2.3 Zur Rolle von Alltag und Lebenswelt 10
3. Pflegebezogene Patienten- und Familienedukation- theoretisches Gerüst 11
3.1 Historie und wissenschaftlicher Kontext 11
3.2 Definition und Zielsetzung 12
3.2.1 Informationen 14
3.2.2 Schulung 15
3.2.3 Beratung 16
3.3 Zur Qualifikation von edukativ Pflegenden 17
4. Pflegebezogene Patienten- und Familienedukation in der Praxis 19
4.1 Vom PIZ zum Netzwerk der Patienten- und Familienedukation 19
4.2 Das Modellprojekt des Kreiskrankenhauses München-Neuperlach 20
4.3. Das häusliche Setting 22
4.4 (Qualifikations-) Defizite und Aufgaben für das Pflegemanagement 24
5. Fazit 28
Literaturverzeichnis 31
1. Einleitung
Das Pflegewesen in Deutschland befindet sich im Umbruch: Zum einen steigen die Professionalisierungsbemühungen und zum anderen finden seit einigen Jahren Reformierungen des Gesundheitswesens statt, die allen voran mit der verbindlichen Einführung der DRG’s 2003, den damit verbundenen frühzeitigen Krankenhausentlassungen sowie der Verschiebung von stationären Leistungen in den ambulanten Sektor eine erhebliche Veränderung für den Pflegesektor bedeuten. Zudem dominieren stetig mehr chronisch degenerative Erkrankungen, die häufig komplexe Problemlagen für die Betoffenen mit sich bringen. Diese neue Situation stellen sowohl die Betroffenen selbst als auch alle anderen an der Pflege beteiligten Personen vor neuen Herausforderungen. So wird von Patienten und deren pflegenden Angehörigen zunehmend eine Entwicklung von Selbststrategien im Umgang mit körperlichen und psychischen Defiziten gefordert, während von beruflich Pflegenden langsam aber sicher eine Unterstützung bei der Bewältigung erwartet wird. Außerdem müssen sich Pflegekräfte mit der neuen Situation vertraut machen, dass die Betroffenen eine größtmögliche Unabhängigkeit erreichen wollen, eigene Entscheidungen treffen und selbst Experten bzgl. der Bewältigung ihrer Lebenssituation werden wollen (Abt-Zegelin, 1999; Klein et al., 2001; Müller-Mundt et al., 2000; Statmeyer, 2005; Thomas & Wirnitzer, 2001).
Es ergibt sich also die Frage, wie die Pflege diesen Anforderungen gerecht werden kann. Eine diesbezügliche Methode im Rahmen der pflegerischen Beratung stellt das Konzept der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation dar, welches in der vorliegenden Arbeit näher erläutert werden soll. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Bezug von allgemeinen beratungstheoretischen Überlegungen zur Patienten- und Familienedukation herzustellen, um somit die inhaltlichen Aspekte dieser noch recht unbekannten Methodik im deutschen Pflegewesen im Hinblick auf die Anwendbarkeit in der pflegerischen Praxis zu durchleuchten. Das Subziel besteht darin, aus den daraus resultierenden Kenntnissen eigene kritische Überlegungen anzustellen. Zu diesem Zweck werden im zweiten Abschnitt dieser Arbeit wissenschaftliche theoretische Vorüberlegungen aufgegriffen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Patienten- und Familienedukation stehen. Hierbei ist anzumerken, dass diese Vorüberlegungen lediglich kurz erläutern werden, da eine zu ausführliche Aufgliederung das eigentliche Ziel in den Hintergrund schieben würde und den Rahmen dieser Studienarbeit sprengen würde. Der dritte Abschnitt steht ganz im Zeichen der Erläuterung des theoretischen Gerüsts der Patienten- und Familienedukation, wobei auch hier eine Eingrenzung auf die deutsche Konzeption zu erwähnen ist.
Die Umsetzung der Patienten- und Familienedukation in der pflegerischen Praxis findet sich im vierten Abschnitt wieder. Hier war es mir nicht nur wichtig, verschiedene Aktivitäten und Projekte der Patienten- und Familienedukation zu präsentieren, sondern auch derzeitige Schwierigkeiten in der Umsetzung einzubeziehen, um im Hinblick auf das spätere berufliche Fungieren im Bereich des Pflegemanagements neue Aufgaben anzuregen. Wenn in dieser Arbeit von „Ratsuchenden“, „Betroffenen“, „Patienten“ etc. die Rede ist, ist sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht gemeint.
2. Vorüberlegungen zur Patienten- und Familienedukation
2.1 Beratung in der Pflege- Definitionsansatz, Ziele und Problemaufriss
Im Gesundheitswesen wird häufig Pflegeberatung mit Edukation gleichgesetzt (Koch- Straube, 2001). Daher scheint es unerlässlich, zunächst auf die Charakteristik der pflegerischen Beratung einzugehen, bevor die Thematik der Edukation näher erläutert wird. Experten auf dem Gebiet der Beratung in der Pflege orientieren sich gegenwärtig an vorliegenden Definitionen der Psychologie, (Sozial-) Pädagogik, Soziologie und Philosophie, die jedoch nicht ohne weiteres auf das Pflegwesen transformiert werden können. Demnach kann die folgende Charakterisierung nur als Ansatz betitelt werden.
„…Beratung ist ein gemeinsamer und verantworteter Prozess des Suchens und Verstehens, in dem die Klienten ihr Wissen, ihre Kompetenzen, ihre Sicht von der Welt und ihrem Leben, ihre Erfahrungen einbringen und die Pflegenden ihr fachbezogenes Wissen und ihre Kompetenzen, ihre Erfahrungen und die Fähigkeit, den Beratungsprozess zu initiieren, zu gestalten und zu einem Abschluss zu bringen“ (Koch-Straube, 2004, S. 9).
Des Weiteren heißt es in der Fachliteratur, Beratung in der Pflege orientiert sich an der Thematik, die der Patient vorgibt, wobei die Ziele gemeinsam von Berater und Patient erörtert werden. Im Vordergrund stehen die Ressourcen und Kompetenzen, über die der Patient in seinem Alltag und seiner Lebenswelt verfügt (Abt-Zegelin, 1999, 2000, 2003; Huber, 2002; Koch-Straube, 2001, 2004). In Bezug auf Koch-Straube (2001) sei hervorgehoben, dass sich pflegerische Beratung von Therapie, Alltagsberatungen und Erziehung abgrenzt, obwohl diese Begriffe im unmittelbaren Zusammenhang zur Pflege stehen. Begründet wird diese These wie folgt:
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