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Scholary Paper (Seminar), 2006, 38 Pages
Author: Philipp Lesch
Subject: Company formation, Business Plans
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Trier
Tags: Unternehmensführung, Beiträge, Taylor, Fayol, Gutenberg, Klassiker, Unternehmensführung, Seminar, Vertiefung, Unternehmensführung
Year: 2006
Pages: 38
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 27 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-56293-5
ISBN (Book): 978-3-638-66914-6
File size: 168 KB
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Abstract
Eingeleitet wird diese Arbeit mit den Worten Erich Gutenbergs: Es „sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt, daß [sic!] es nach meiner Auffassung keine wissenschaftliche Lehre von der Unternehmensführung geben kann. Von verantwortlicher Stelle aus weitgehende und richtige Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen – diese Kunst ist im Grunde weder lehr- noch lernbar. Es gibt jedoch eine große Anzahl von Fragen der Unternehmensführung, die einer wissenschaftlichen Behandlung zugänglich sind.“1 Ziel dieser Arbeit ist es, die wichtigsten Antworten und Ergebnisse, die sich die Autoren Taylor, Fayol und Gutenberg auf diese Fragen zu diesem Thema gestellt haben und jeder auf seine Art und Weise beantwortet hat, vorzustellen. Die Bearbeitung der drei Autoren erfolgt nach chronologischer Reihenfolge ihrer wichtigsten Hauptwerke. Zuerst wird jeweils die Ausgangssituation dargestellt. Danach werden ihre wichtigsten Beiträge und Leistungen vorgestellt. Zusätzlich werden die Leistungen von Taylor und Fayol kritisch bewertet. Um Gutenbergs Beitrag fundiert kritisieren zu können, müsste man das Gesamtwerk Gutenbergs betrachten. Dies würde den zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Folglich wird auf eine Kritik verzichtet.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld
Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht
Seminar und Vertiefung: „Unternehmensführung“
vorgelegt am: 04.07.2006
Unternehmensführung: Die Beiträge von Taylor, Fayol
und Gutenberg - Klassiker der Unternehmensführung
von: Philipp Lesch
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Frederick Winslow Taylor: 5
Die Grundzüge wissenschaftlicher Betriebsführung 5
2.1 Bedingungsrahmen und Menschenbild der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ 5
2.2 Das Ausgangsproblem und Ziel der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ 6
2.3 Die Leitideen der wissenschaftlichen Betriebsführung 7
2.3.1 Das Kooperationspostulat 7
2.3.2 Das Postulat der Verwissenschaftlichung 8
2.4 Die vier Grundsätze der wissenschaftlichen Betriebsführung der Unternehmens- und Betriebsleitungen 8
2.5. Die Methodischen Grundsätze der wissenschaftlichen Betriebsführung 9
2.5.1 Die Trennung von Hand und Kopfarbeit 9
2.5.2 Die Trennung des Arbeitsprozesses von den Fertigkeiten des Arbeiters 10
2.5.3 Lückenlose, objektivierte Kontrolle 10
2.6. Die Methoden und Instrumente der wissenschaftlichen Betriebsführung 11
2.6.1 Zeitstudien 11
2.6.2 Funktionsmeistersystem 11
2.7 Kritik der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ 12
2.7.1 Nachteile 12
2.7.2 Vorteile der wissenschaftlichen Betriebsführung 13
3. Henri Fayol: Allgemeine und industrielle Verwaltung 13
3.1 Bedingungsrahmen und Menschenbild 13
3.2 Ansatzpunkte der industriellen Verwaltung 14
3.3 Die 14 Managementprinzipien von Fayol 14
3.3.1 Arbeitsteilung 15
3.3.2 Autorität und Verantwortlichkeit 15
3.3.3 Disziplin 15
3.3.4 Einheit der Auftragserteilung 16
3.3.5 Einheit der Leitung 16
3.3.6 Unterordnung des Sonderinteresses unter das Interesse der Gesamtheit 17
3.3.7 Zentralisation 17
3.3.8 Ordnung 18
3.4 Die Elemente der Verwaltung 18
3.4.1 Vorausplanung 19
3.4.2 Organisation 19
3.4.3 Auftragserteilung 20
3.4.4 Zuordnung 20
3.4.5 Kontrolle 21
3.5 Kritik Allgemeine und industrielle Verwaltung 21
4. Erich Gutenberg „Unternehmensführung“ 22
4.1 Die Ausgangslage 22
4.2 Die Organisation der Führungsgruppe in der Unternehmung 23
4.2.1 Das Problem der betrieblichen Willensbildung 23
4.2.2 Das Direktional- und das Kollegialsystem 24
4.3 Führungsentscheidungen in der Unternehmung 26
4.4. Die Leitmaximen betrieblicher Betätigung 27
4.4.1 Das erwerbswirtschaftliche Prinzip 27
4.4.2. Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit 27
4.4.3 Das Prinzip zur Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts 28
4.4.4 Die besonderen Aufgaben der Unternehmensleitung 28
4.5 Die Führungsinstrumente 28
4.5.1 Die Planung 28
4.5.2 Die Organisation 29
4.5.3 Die Kontrolle 30
5. Zusammenfassung 30
Anhang: 32
Literaturverzeichnis 36
1. Einleitung
Eingeleitet wird diese Arbeit mit den Worten Erich Gutenbergs: Es „sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt, daß [sic!] es nach meiner Auffassung keine wissenschaftliche Lehre von der Unternehmensführung geben kann. Von verantwortlicher Stelle aus weitgehende und richtige Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen – diese Kunst ist im Grunde weder lehr- noch lernbar. Es gibt jedoch eine große Anzahl von Fragen der Unternehmensführung, die einer wissenschaftlichen Behandlung zugänglich sind.“1
Ziel dieser Arbeit ist es, die wichtigsten Antworten und Ergebnisse, die sich die Autoren Taylor, Fayol und Gutenberg auf diese Fragen zu diesem Thema gestellt haben und jeder auf seine Art und Weise beantwortet hat, vorzustellen. Die Bearbeitung der drei Autoren erfolgt nach chronologischer Reihenfolge ihrer wichtigsten Hauptwerke. Zuerst wird jeweils die Ausgangssituation dargestellt. Danach werden ihre wichtigsten Beiträge und Leistungen vorgestellt. Zusätzlich werden die Leistungen von Taylor und Fayol kritisch bewertet. Um Gutenbergs Beitrag fundiert kritisieren zu können, müsste man das Gesamtwerk Gutenbergs betrachten. Dies würde den zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Folglich wird auf eine Kritik verzichtet.
2. Frederick Winslow Taylor: Die Grundzüge wissenschaftlicher Betriebsführung
2.1 Bedingungsrahmen und Menschenbild der „wissenschaftlichen Betriebsführung“
Taylors „Scientific Management“ entstand auf Basis der Entwicklungsphase zwischen dem Zeitraum von 1880 und dem ersten Weltkrieg.2 Diese Zeitspanne war gekennzeichnet durch eine relativ weit fortgeschrittene Mechanisierung der Produktionsbetriebe und großer technischer Umwälzungen.3 Infolgedessen, entwickelten „sich die Vereinigten Staaten in weniger als dreißig [sic!] Jahren aus (...) einem „landwirtschaftlichen Entwicklungsland“ (...) zu einer treibenden industriellen Kraft.“4 Die ersten Großbetriebe die sich auf Massenproduktion spezialisierten, entstanden. Diese neuen Großbetriebe benötigten eine neue Organisationsform.5 Folglich entwickelte Taylor seine Konzeption des „Scientific Managements „(...) für Betriebe, die sich im Übergang von Manufakturen zu Fabriken“6 befanden.
Das Menschenbild im Taylorismus beinhaltet die „Tendenz, den Arbeiter als wenig mehr als eine Maschine zu behandeln.“7 „Der Mensch wird als „potentieller Störfaktor“ gesehen, den es bestmöglich zu kontrollieren gilt.“8 Aus diesem Grund wird auch vom „mechanistischen Menschenbild“9 gesprochen. Weiterhin wurde auch unterstellt, „daß [sic!] der Mensch sich rein rational verhält und nur materielle Bedürfnisse hat.“10 Obwohl Taylor in seinem Werk „Scientific Management“ das systematische „Drücken-vor-der-Arbeit“ als größtes Übel der damaligen Zeit betrachtet, sieht Taylor den Arbeiter aber auch als eine lernwillige und lernfähige Arbeitskraft. Dieses systematische „Drücken-vor-der-Arbeit“, sieht er viel mehr als ein Resultat von Managementfehlern, als eine negative, gegebene Eigenschaft der Arbeiter der damaligen Zeit.11 Taylors Menschenbild des Unternehmers betrachtet den Unternehmer nicht als einen kurzfristigen Gewinnmaximierer, sondern als jemanden, der die längerfristige Unternehmensentwicklung und die dauerhafte Sicherung des Unternehmenserfolges gewährleistet.12
2.2 Das Ausgangsproblem und Ziel der „wissenschaftlichen Betriebsführung“
Als das Ausgangsproblem der „wissenschaftlichen Betriebsführung“, werden die bewusste Leistungszurückhaltung und die unökonomische Verausgabung der Arbeitskraft angesehen.13 Dazu schreibt Taylor in seinem Werk „Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung“: „Ich glaube mit der Behauptung, daß [sic!] dieses „Sich-um-die-Arbeit-Drücken,“ (...) , das größte [sic!] Übel darstelle, an dem gegenwärtig die arbeitende Bevölkerung in Amerika und Engand [sic!] krankt.“14 So ist Taylor der Meinung, dass die Arbeiter der damaligen Zeit „in vielen Fällen nicht mehr als 1/3 oder höchstens die Hälfte einer ehrlichen Tagesleistung“ 15 erbringen.
Als Gründe hierfür sieht Taylor, „den angeborenen Instinkt und der Neigung der Menschen, nicht mehr zu arbeiten, als unumgänglich nötig ist; zweitens der durch den Einfluß [sic!] und das Beispiel anderer und eigenes Nachdenken geschaffenen Auffassung von seiner Zweckmäßigkeit“ des „Sich-um-die-Arbeit- Drücken,“ Als dritten Grund sieht Taylor, die Anwendung ineffizienter Methoden und Faustregeln, und schließlich als den vierten Punkt betrachtet er die Unkenntnis der Arbeiter, über die richtige Zeit in der die verschiedenen Tätigkeiten ausgeführt werden sollen.16
Die Verschwendung von Arbeitskraft resultierte auf der einen Seite, in der unüberlegten Übernahme von Arbeitsverfahren, die von vergangenen, vorindustriellen Fertigungsmethoden stammten und auf der anderen Seite, auf der gering entwickelten Arbeitsorganisation und betrieblichen Personalführung.17 Als die wesentlichen Ziele der wissenschaftlichen Betriebsführung, sieht Taylor zu einem die Erzielung einer effizienteren Auslastung der Arbeitskraft bei gleicher bzw. gering gestiegener Belastung für den Arbeiter, und zum anderen „die größte Prosperität des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers herbeizuführen und so beider Interessen zu vereinen.“18 Unter Prosperität versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch, die „Periode allgemein guten Geschäftsgangs, charakterisiert durch hohen Beschäftigungsstand und durch tendenziell steigende Preise und Gewinne.“19
2.3 Die Leitideen der wissenschaftlichen Betriebsführung
2.3.1 Das Kooperationspostulat
[...]
1 Gutenberg 1962, S. 5.
2 Vgl. Gaugler 1996, S. 26.
3 Vgl. Gaugler 1996, S. 13.
4 Hebeisen 1999, S. 13.
5 Vgl. Hill/Fehlbaum/Ulrich 1998, S. 408.
6 Gaugler 1996, S. 26.
7 Greif/Holling/Nicholson 1997, S. 22.
8 Ulrich 1995, S.167.
9 Ulrich /Fehlbaum/Ulrich 1998, S. 409.
10 Hoffmann 1980, S.472.
11 Val. Gaugler 1996, S. 34.
12 Vgl. Gaugler 1996, S. 33.
13 Vgl. Hebeisen 1999, S. 174.
14 Taylor 1913, S. 12.
15 Taylor 1913, Ebenda.
16 Vgl. Hebeisen 1999, S. 96.
17 Vgl. Gaugler 1996, S. 26.
18 Taylor 1913, S. 7.
19 Gabler 1997, S. 3127.
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