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Unterrichtsstunde: Vorgangsbeschreibungen formulieren und umsetzen (3. Klasse)

Internship Report, 2006, 19 Pages
Author: Andrea Schlafke
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Internship Report
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V63271
ISBN (E-book): 978-3-638-56357-4

File size: 208 KB


Excerpt (computer-generated)

Otto Friedrich Universität Bamberg
Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur
Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum mit Theorie Praxis Seminar
Wintersemester 2005/06

Vorgangsbeschreibung

von: Andrea Schlafke

 


Gliederung

1 Lernvoraussetzungen 3

2 Beobachtung und Erfahrung mit der Klasse im Laufe des Semesters  4

3 Ausarbeitung eines eigenen Unterrichtsentwurfs 6

3.1 Lernziele 6
3.2 Sachanalyse  6
3.3 Didaktische Analyse 9
3.4 Sprechen and Gespräche führen 12

3.4.1 Einander erzählen und einander zuhören  13
3.4.2 Sich und andere informieren  13

3.5 Für sich und andere schreiben 14

3.5.1 Texte verfassen 14
3.5.2 Texte überarbeiten 14
3.5.3 Richtig schreiben 15

3.6 Methodische Reflexion  15

4 Reflexion  17

5 Literatur 19



 

 

1 Lernvoraussetzungen

Die Schule setzt sich aus einem großen Gebäudekomplex für Hauptschüler und einem kleinen integrierten für Grundschüler zusammen. Grund dafür ist, dass es in der näheren Umgebung noch einige weitere Grundschulen gibt, die eigenständig verwaltet werden.

An der Grund- und Hauptschule gibt es einen sehr geringen Anteil an ausländischen Kindern, zum Teil Sinti, deren Kinder zweisprachig aufwachsen. In der Klasse 3b mit Frau xxx als Klassenleitung sind derzeitig keine Ausländer, jedoch aufgrund von Wohnungsortwechsel eine stetige Fluktuation der Schüler. Das Klassenzimmer der zweiten und dritten, sowie vierten Klassen befindet sich in xxx, die ersten Klassen in xxx. Die Schule besitzt einen eigenen Computerraum, ein „Klassenzimmer im Freien“ und eine gut sortierte und vielfältige Klassenzimmerausstattung (Stühle in verschiedenen Größen, Pinnwände, Regale, Grünpflanzen etc.).

Die Klasse 3b setzt sich aus 5 Jungen und 11 Mädchen zusammen, die zuerst an Gruppentischen zu je 5 bzw. 6 Personen saßen, dann aufgrund von Unaufmerksamkeit umgesetzt wurden. Zurzeit sitzen die Kinder in „Hufeisenform“, um eine höhere Aufmerksamkeit während des Unterrichts zu fördern. Die Schüler (im Folgenden mit SS abgekürzt) tragen in den Klassenräumen Hausschuhe und sitzen wahlweise auf Holzstühlen (ihrer Größe angemessen) oder Gymnastikbällen, beides sehr diszipliniert, so dass der Unterrichtsverlauf kaum gestört wird, allein das Hin- und Herrutschen ist lauter als auf den Stühlen und muss daher öfter von der Lehrkraft unterbunden werden Das Leistungsniveau der Klasse ist homogen und allgemein relativ schwach. Zwar gibt es einige „Spitzen“ in der Klasse, die sich durch schnelle Auffassungsgabe, hohe Lesegeschwindigkeit und komplexe logische Gedankeneinfälle hervortun, sonst jedoch ist kaum Potential für mögliche Gymnasiasten vorhanden. Ein Grund hierfür könnte sein, dass viele der Kinder aus sozial schwachen Familien kommen, mit meist finanziellen und privaten Problemen.

2 Beobachtung und Erfahrung mit der Klasse im Laufe des Semesters

Um Beobachtungen und Erfahrungen näher dokumentieren zu können, waren zum Einen die Anfangsaufgabe - sich einen Schüler näher zu betrachten und ihn nach den ersten Eindrücken erstmal zu klassifizieren, um das erste Bild des Schülers gegebenenfalls später zu revidieren- und zum Anderen die zugeteilten Beobachtungsaufgaben während der Hospitation sehr hilfreich. Gerade Ersteres half bei einer genaueren Reflexion über die möglichen Gründe des festgestellten Verhaltens eines ausgewählten Schülers und vor allem bei einem Überdenken seiner persönlichen Kriterien einer (voreiligen) Kategorisierung. Da die Klasse recht klein ist und noch dazu an Gruppentischen sitzt, hat man von Beginn an den Eindruck einer Klasse mit gestärkter Sozialkompetenz und Konkurrenzlosigkeit.

Die Sitzordnung (nach Geschlecht getrennt) ist von den Kindern selbst so gewählt, falls notwendig, teilt die Lehrkraft aber neue Banknachbarn zu. Auch während Freiarbeitszeit und vor dem Unterricht fällt eine Trennung von Jungen und Mädchen auf. Zwar unterhalten sie sich miteinander und gehen im Sitzkreis beispielsweise auch auf Beiträge des Anderen ein, doch kann man kaum ein aktives Miteinander verzeichnen.

Schon in den ersten Stunden fallen zwei Mädchen auf, die bemerkenswert konzentriert und eifrig am Unterrichtsgeschehen teilnehmen, leider aber auch drei Jungen, die durch ihre Reinrufe, Unterhaltungen und Kaspereien eher negativ auffallen. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Gruppenleader aus einer sozial problematischen Familie kommt und seine Verhaltensauffälligkeiten vielleicht dadurch zu erklären sind. Auch stellte sich für mich erst im Laufe des Praktikums heraus, dass es vor allem bei den Jungen einige Mitläufer gibt, die von sich aus keine Unruhe stiften, bei Einzelarbeiten beispielsweise erstaunlich still sind. Ebensolche sehr stillen und vom gesamten Erscheinungsbild ruhigen, geradezu unauffälligen Mädchen gibt es auch vier. Diese werden leider auch von uns Studenten während unseres Unterrichts meist übersehen, sie werden seltener aufgerufen. Widmet man seine Aufmerksamkeit eben diesen Schülern, kommen nur sehr langsam und leise Unterrichtsbeiträge, welche die Klasse kaum abwartet und aufgrund der fehlenden Lautstärke auch nicht versteht. So kommt es auch zum ungewollten Lehrerecho und der mangelnden Zuwendung.

[...]


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