Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Personengestaltung und Aufbau von Friedrich Schillers "Fiesco zu Genua. Ein repu... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Personengestaltung und Aufbau von Friedrich Schillers "Fiesco zu Genua. Ein republikanisches Trauerspiel"

Termpaper, 2005, 24 Pages
Author: M A. Florian Fix
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 24
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V63301
ISBN (E-book): 978-3-638-56377-2
ISBN (Book): 978-3-638-66922-1
File size: 195 KB

Abstract

Dieses Werk beschäftigt sich eingehend mit Friedrich Schillers frühem Drama "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua". Besonderes Interesse wird hierbei dem Aufbau des Dramas und speziell der Personengestaltung beigemessen. Zu diesem Zweck wird zuerst die Handlung der Tragödie kurz skizziert, anhand derer die kompositorische Zusammensetzung sowie der Verlauf des Spannungsbogens erörtert wird. Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt jedoch auf der Gestaltung der Figuren des Stückes durch Schiller: Bezüglich der Personengestaltung werden die Hauptcharaktere des Trauerspiels einzeln hinsichtlich ihrer wesentlichen Charaktereigenschaften und der Funktion innerhalb des Dramas beschrieben, analysiert und untereinander in Bezug gesetzt. Ein weiterer, jedoch kurz gehaltener Teil führt die fundamentalen und dramenimmanenten Eigenschaften der Nebenfiguren an. Bei der Analyse des Stückes wird vor allem auf die Buchfassung von 1783 Bezug genommen, die von Schiller später entworfenen Schlussteile der Mannheimer und Leipzig-Dresdener Bühnenfassung werden der Vollständigkeit halber jedoch ebenfalls berücksichtigt, da sie ein anderes Licht auf die von Schiller konstruierten Figuren werfen.


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Schillers frühe Dramen, WS 04/05, 7. Semester

Zu Personengestaltung und Aufbau von Friedrich Schillers
"Fiesco zu Genua - Ein republikanisches Trauerspiel"

von: Florian Fix

 


Inhalt

A) Einleitung S. 3

B) Hauptteil S. 3

1. Aufbau des Dramas S. 3

1.1 Erster Aufzug S. 4
1.2 Zweiter Aufzug S. 5
1.3 Dritter Aufzug S. 5
1.4 Vierter Aufzug S. 6
1.5 Fünfter Aufzug S. 6
1.6 Zum Aufbau S. 7

2. Personengestaltung S. 8

2.1 Die Hauptpersonen S. 8

2.1.1 Fiesco von Lavagna S. 8
2.1.2 Verrina S. 11
2.1.3 Gianettino Doria S. 14

2.2 Nebenfiguren S. 16

2.2.1 Andreas Doria S. 16
2.2.2 Leonore S. 17
2.2.3 Julia, Gräfin Witwe Imperali S. 19
2.2.4 Der Mohr S. 20
2.2.5 Calcagno und Sacco S. 21
2.2.6 Berta S. 22
2.2.7 Bourgognino S. 22

C) Fazit S. 23

Literaturverzeichnis S. 24


 

 

A) Einleitung

Mit dieser Hausarbeit möchte ich mich anlässlich des Hauptseminars "Schillers frühe Dramen" mit Friedrich Schillers Drama "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" beschäftigen. Besonderes Interesse soll hierbei dem Aufbau des Dramas und speziell der Personengestaltung beigemessen werden.

Zu diesem Zweck soll zuerst die Handlung der Tragödie kurz skizziert werden, anhand derer die kompositorische Zusammensetzung wie der Verlauf des Spannungsbogens erörtert werden soll. Das Hauptaugenmerk der Hausarbeit soll jedoch auf der Gestaltung der Figuren des Stückes durch Schiller liegen:

Bezüglich der Personengestaltung sollen die Hauptcharaktere des Trauerspiels einzeln hinsichtlich ihrer wesentlichen Charaktereigenschaften und der Funktion innerhalb des Dramas beschrieben, analysiert und untereinander in Bezug gesetzt werden. Um den Rahmen der Hausarbeit nicht zu sprengen, werden in aller Kürze nur die fundamentalen Eigenschaften und dramenimmanente Aufgaben der Nebenfiguren angeführt. Bei der Analyse des Stückes soll vor allem auf die Buchfassung von 1783 eingegangen werden, die von Schiller später entworfenen Schlussteile der Mannheimer und Leipzig-Dresdener Bühnenfassung sollen jedoch ebenfalls berücksichtigt werden, da sie unter Umständen ein anderes Licht auf die von Schiller konstruierten Figuren werfen können.

B) Hauptteil

1. Aufbau des Dramas

Schillers Drama "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. Ein republikanisches Trauerspiel" handelt - wie der Titel bereits impliziert - von der Verschwörung der Republikaner Genuas unter der Führung des Grafen Fiesco von Lavagna. Gemeinsam soll die Tyrannenherrschaft der Doria beenden werden. Der Konflikt "zwischen Republik und Monarchie, zwischen Gesetz und absolutistischer Willkür"1 sowie "Macht und Moral"2 einerseits, Fiescos Selbststilisierung, sein Schwanken zwischen Herrschsucht und Machtverzicht andererseits bilden das Hauptproblem des Trauerspiels. Schiller ließ sich von der historisch überlieferten Geschichte des Grafen von Lavagna inspirieren, der durch eine geschickt verborgene Verschwörung den Tyrannen besiegen konnte und daraufhin selbst die Herrscherwürde erhielt, kurz darauf jedoch tödlich verunglückte. Beruhend auf den geschichtlichen Begebenheiten spielt das Stück im Italien des 16. Jahrhunderts. Das geschlossene Drama gliedert sich in fünf Aufzüge, die erzählte Zeit umfasst in etwa vier Tage. Linder weist darauf hin, dass Schiller zur Zeit der Entstehung des “Fiesco“ besonders nach kompositorischer Perfektion strebte,3 was sich im Aufbau des Dramas niederschlägt: Während er in den "Räubern" unübliche Zeit- und Ortsprünge verwendete, findet die Handlung des "Fiesco" in kurzer Zeit und an wenigen Orten statt.

1.1 Erster Aufzug

Als verdichtete Vorausschau hinsichtlich Fiescos Intrigenspiel beginnt das Drama mit der Exposition bei einem rauschenden Kostümfest in dessen Palais: Der Protagonist wird als leichtlebiger Hedonist eingeführt, der seine Vaterlandsliebe und seinen Tyrannenhass vergessen zu haben scheint und Julia - die Schwester seines Erzfeines Gianettino – anbetet (I, 4/6). Die verschworenen Republikaner und Fiescos Gemahlin Leonore sind angesichts dieses Wandels verzweifelt (I, 1/7). Tatsächlich jedoch bereitet Fiesco im Stillen die Verschwörung vor, durch die Genua befreit werden soll, und will seine Feinde mit der Rolle des Epikuräers in Sicherheit wiegen; dies erfährt der Leser allerdings erst nach und nach durch Andeutungen. Der gewalttätige Gianettino Doria, der nach dem Tod seines Onkels die Staatsgeschäfte übernehmen soll, plant einen Mordanschlag auf Fiesco mit Hilfe des Mohren (I, 2). Doch Fiesco kann den Mord abwenden und nutzt dies aus, um sich die außerordentlichen Fähigkeiten des Mohres zu sichern (I, 9). Verrina, der größte Verfechter der republikanischen Idee, findet seine Tochter Berta nach dem Kostümfest durch Gianettino entehrt. Durch die Verbannung seiner Tochter, die andauern soll, bis der Tyrann getötet wird und Genua die Freiheit erlangt, treibt er die Verschworenen hinsichtlich des Staatsstreichs zur Eile (I, 10 – 13).

1.2 Zweiter Aufzug

[...]


1 Rolf-Peter Janz: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. In: Interpretationen. Schillers Dramen. Hrsg. Von Walter Hinderer, Stuttgart 1992, S. 68

2 Ebd. S. 78

3 Linder, Jutta: Schillers Dramen. Bauprinzip und Wirkungsstrategie. Bonn 1989, S. 128


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/63301/personengestaltung-und-aufbau-von-friedrich-schillers-fiesco-zu-genua
please wait Please wait