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Autor: Stephanie Scheck
Fach: Psychologie - Entwicklungspsychologie
Details
Institution/Hochschule: Universität Kassel (Fachbereich Sozialwesen)
Tags: Identitätsentwicklung, Aufgabe, Jugendalters, Entwicklungspsychologie
Jahr: 2003
Seiten: 20
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 178 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56503-5
ISBN (Buch): 978-3-638-79310-0
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff des Jugendalters und den zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben, handelt die Theorien zur Identitätsentwicklung nach Erikson und Marcia ab und erklärt diese. Weiterhin beschäftigt sich mit den Einflüssen der Umwelt, wie peer group etc., auf die Identitätsentwicklung im Jugendalter.
Zusammenfassung / Abstract
Jeder Mensch macht im Laufe seiner Entwicklung eine Phase durch, in der er nicht weiß, was er will. Es wird sich gegen die Eltern aufgelehnt, Anschluss an Cliquen gesucht, sich auffällig gekleidet und ein Verhalten gezeigt, dass von anderen nicht verstanden und akzeptiert wird. Es ist vom Jugendalter die Rede. Welche Bedeutung hat aber dieses Verhalten? Jugendliche befinden sich in einer Zeit des Umbruchs, sie müssen sich von der behüteten, friedlichen Kindheit verabschieden und sich auf den Weg in die selbstverantwortliche Welt der Erwachsenen machen. Dabei steht eine Frage im Mittelpunkt, die treffend das Kernproblem der Adoleszenz beschreibt: Wer bin ich? Jugendliche sind also auf der Suche nach der eigenen Identität. Sie müssen sich überlegen, was sie beruflich machen wollen, ob sie eine Familie gründen wollen und vieles mehr. Hierbei befinden sie sich jedoch in einer Zwangslage: zum einen wollen sie jegliche Privilegien, die das Erwachsensein mit sich bringt nutzen, zum anderen müssen sie sich aber mit den dazugehörigen Regeln auseinandersetzen und diese auch einhalten. Es gilt also eine Balance zu finden, zwischen den eigenen Träumen, Wünschen und Vorstellungen und den ihnen entgegengebrachten Normen und Werten der Erwachsenenwelt. Hier stellt sich die Frage, wie Jugendliche in dieser Situation, in der ihnen zum einen alle Wege offen stehen, sie zum anderen aber eingeschränkt werden, ihre Identität aufbauen. Dabei soll sich zunächst mit dem Begriff der Jugend auseinandergesetzt werden, um im Anschluss auf die individuellen Bedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen, die das Jugendalter kennzeichnet, einzugehen. In einem weitern Schritt stellt diese Arbeit zwei Theorien zur Identitätsentwicklung dar. Abschließend wird der Einfluss von Familie und der Peergruppe auf die Identitätsfindung der Jugendlichen untersucht, da Identitätsentwicklung immer in einem Kontext stattfindet. Grundlegend scheint somit, dass es wichtig ist, den Jugendlichen genügend Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten, damit eine positive (Weiter)-Entwicklung gewährleistet ist. Nur, wenn Kinder und Jugendliche ihre Umwelt als eine Positive erfahren, ist es für sie möglich, auch eine positive Identität aufzubauen.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Kassel
Fachbereich Sozialwesen
Studiengang : Sozialwesen
Die Identitätsentwicklung als zentrale
Aufgabe des Jugendalters
Hausarbeit
Sommersemester 2003
"Entwicklungspsychologie des Jugendalters"
vorgelegt von: Stephanie Weingart
vorgelegt am: 05.06.2003
Inhalt
1. Vorwort ... 3
2. Einleitung ... 3
3. Das Jugendalter ... 4
3.1. Zum Begriff "Jugend" ... 4
3.2. Entwicklungsaufgaben im Jugendalter ... 5
4. Theorien der Identitätsentwicklung ... 6
4.1. Zum Begriff "Identität" ... 7
4.2. Aufbau der Ich-Identität nach Erikson ... 9
4.3. Die vier Formen des Identitätsstatus nach Marcia ... 11
4.4. Zum Problem der Identitätsentwicklung im Jugendalter ... 13
5. Einflüsse auf die Identitätsentwicklung ... 14
5.1. Die Familie als Umwelt ... 15
5.2. Die Lebensregion Peergruppe ... 17
6. Schlussbetrachtung ... 19
7. Literaturliste ... 20
1. Vorwort
Ich habe mich für das Thema "Die Identitätsentwicklung als zentrale Aufgabe des Ju-gendalters" entschieden, da ich aus meiner bisherigen beruflichen Erfahrung als Erziehe-rin, diese als eines der wichtigsten Themen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sehe.
Während meiner Arbeit in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung speziell mit Jugend-lichen, wurde ich mit teilweise massivst problematischen Verhaltensweisen konfrontiert. Diese Jugendlichen hatten teilweise sehr problematische Entwicklungsphasen hinter sich und zeigten aggressive, depressive, selbstzerstörerische und zum Teil auch suizidale Ver-haltensweisen.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich deshalb nur bestätigen, dass es wichtig ist, den Ju-gendlichen genügend Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten, damit ei-ne positive (Weiter)-Entwicklung gewährleistet ist.
Nur, wenn Kinder und Jugendliche ihre Umwelt als eine Positive erfahren, ist es für sie möglich, auch eine positive Identität aufzubauen.
2. Einleitung
Jeder Mensch macht im Laufe seiner Entwicklung eine Phase durch, in der er nicht weiß, was er will. Es wird sich gegen die Eltern aufgelehnt, Anschluss an Cliquen gesucht, sich auffällig gekleidet und ein Verhalten gezeigt, dass von anderen nicht verstanden und ak-zeptiert wird. Es ist vom Jugendalter die Rede. Welche Bedeutung hat aber dieses Verhal-ten? Jugendliche befinden sich in einer Zeit des Umbruchs, sie müssen sich von der behü-teten, friedlichen Kindheit verabschieden und sich auf den Weg in die selbstverantwortli-che Welt der Erwachsenen machen. Dabei steht eine Frage im Mittelpunkt, die treffend das Kernproblem der Adoleszenz beschreibt: Wer bin ich?
Jugendliche sind also auf der Suche nach der eigenen Identität. Sie müssen sich überle-gen, was sie beruflich machen wollen, ob sie eine Familie gründen wollen und vieles mehr.
Hierbei befinden sie sich jedoch in einer Zwangslage: zum einen wollen sie jegliche Pri-vilegien, die das Erwachsensein mit sich bringt nutzen, zum anderen müssen sie sich aber mit den dazugehörigen Regeln auseinandersetzen und diese auch einhalten. Es gilt also eine Balance zu finden, zwischen den eigenen Träumen, Wünschen und Vorstellungen und den ihnen entgegengebrachten Normen und Werten der Erwachsenenwelt. Hier stellt sich die Frage, wie Jugendliche in dieser Situation, in der ihnen zum einen alle Wege of-fen stehen, sie zum anderen aber eingeschränkt werden, ihre Identität aufbauen.
Die vorliegende Arbeit versucht dieser Frage nachzugehen. Sie enthält die Identitätsent-wicklung, die im Jugendalter eine zentrale Entwicklungsaufgabe darstellt.
Dabei soll sich zunächst mit dem Begriff der Jugend auseinandergesetzt werden, um im Anschluss auf die individuellen Bedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen, die das Jugendalter kennzeichnet, einzugehen. In einem weitern Schritt stellt diese Arbeit zwei Theorien zur Identitätsentwicklung dar. Abschließend wird der Einfluss von Familie und der Peergruppe auf die Identitätsfindung der Jugendlichen untersucht, da Identitäts-entwicklung immer in einem Kontext stattfindet.
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