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Autor: B. Sc. oec. troph. Kristina Bergmann
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Details
Institution/Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung)
Tags: Risikokommunikation, Verbraucherschutz, Konsummuster, Lebensformen
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 251 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56508-0
ISBN (Buch): 978-3-638-92529-7
Zusammenfassung / Abstract
Mit dem Begriff Risikokommunikation ist der Austausch von Informationen über Risiken gemeint. Verbraucher sind zunehmend über Qualität und Unbedenklichkeit von Lebensmitteln verunsichert. Eine reine Aufklärungs- und Informationspolitik wird oftmals nicht als hilfreich empfunden und / oder in ihrer Glaubwürdigkeit angezweifelt. Wo liegen die Ursachen für die Verunsicherung der Verbraucher? Das Lebensmittelangebot ist von enormer Vielfalt und ständigen Produktinnovationen geprägt und wird somit für Konsumenten zunehmend unüberschaubar. Etwa seit Beginn der 80ger Jahre hat sich ein gesellschaftlicher Wertewandel vollzogen. Der bis dahin uneingeschränkte Glaube der Menschen an technischen Fortschritt erfuhr immer wieder Dämpfer – angefangen beim GAU in Tschernobyl über die BSE-Krise bis hin zur Diskussion über gentechnisch veränderte Organismen in Nahrungsmitteln. Diese sowie zahlreiche weitere Vorfälle führten dazu, dass das Vertrauen der Verbraucher in die Glaubwürdigkeit der Anbieter stark gelitten hat. Um den hohen Anforderungen gerecht werden zu können, müsste das Thema Konsum- und Ernährungsverhalten bereits in der Schule aufgegriffen werden. Viele Verbraucher beklagen heutzutage eine Entfremdung von den Prozessen der Nahrungsmittelerzeugung, der man durch eine „Ernährungssozialisation“ außerhalb der Familie begegnen könnte.
Textauszug (computergeneriert)
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung
Profilmodul BP 20:
Konsummuster privater Lebensformen
Risikokommunikation – Verbraucherschutz
Öffentlichkeitsarbeit und eine Frage der Moral
Referat
vorgelegt von: Kristina Bergmann
vorgelegt am: 05.07.2004
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsdefinition ... 2
2. Gesellschaftlicher Wertewandel – wie wir allmählich vom Glauben abfallen ... 2
3. Betroffene: wer erklärt wem die – zusehends komplexer werdende – (Konsum-)Welt? ... 4
3.1 Kommunikationsziele ... 4
3.2 Kommunikatoren ... 5
3.3 Kommunikationsinhalte ... 5
3.4 Medien ... 5
3.5 Kommunikanten – Zielgruppe Verbraucher ... 6
4. Interessenkonflikte ... 8
5. Zwei praktische Beispiele: Aktion „Einkaufsnetz“ von Greenpeace versus „Verbraucheraufklärung“ der Firma Nestlé ... 12
6. Fazit ... 14
Literaturverzeichnis ... 15
Risikokommunikation – Verbraucherschutz, Öffentlichkeitsarbeit und eine Frage der Moral
1. Begriffsdefinition
Mit dem Begriff der Risikokommunikation ist allgemein der Austausch von Informati-onen über Risiken gemeint. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem ganz ei-genen Forschungsgebiet entwickelt, was vor allen Dingen in der Ernährungswirt-schaft vermehrt eine Rolle spielt, da Endverbraucher zunehmend über Qualität und Unbedenklichkeit von Lebensmitteln verunsichert sind.
Von Laien werden diese Risiken weniger als wissenschaftlich-technische Probleme, sondern vorrangig als gesellschaftlich-soziale Interessenkonflikte aufgefasst; die Be-trachtung der Konsumenten ist eher emotional als rational - was verständlich ist, da Ängste im Spiel sind.
Auf diesem Grund wird eine reine Aufklärungs- und Informationspolitik oftmals nicht als hilfreich empfunden und / oder in ihrer Glaubwürdigkeit angezweifelt.
2. Gesellschaftlicher Wertewandel – wie wir allmählich vom Glauben abfallen
Wo liegen die Ursachen für die Verunsicherung der Verbraucher?
KAFKA/ V.ALVENSLEBEN sehen als mögliche Gründe „Marktsättigung, sinkendes Grundvertrauen in gesellschaftliche Institutionen, zunehmende Entfremdung der Menschen von der Land- und Ernährungswirtschaft, Wahrnehmungsverzerrungen und Medienberichte“. In einer 1998 veröffentlichten Studie konnten die beiden fol-gendes nachweisen: „Der Grad der Verbraucherverunsicherung korreliert negativ mit der Technikakzeptanz und positiv mit dem Umweltbewusstsein sowie mit einer all-gemein pessimistischen Weltsicht.“ (V.ALVENSLEBEN/ KAFKA 1999, S. 57). Das Le-bensmittelangebot ist von enormer Vielfalt und ständigen Produktinnovationen ge-prägt und wird somit für Konsumenten zunehmend unüberschaubar.
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