Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2003, 20 Pages
Author: Laura Gerber
Subject: Ethnology / Cultural Anthropology
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Institut für Ethnologie)
Tags: Befreiungsbewegung, Organisation, SWAPO, Exilpolitik, Mobilisierung, Regionalkurs, Namibia
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-56523-3
File size: 192 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin, Institut für Ethnologie
Wintersemester 2002/ 2003, 2. Fachsemester
Befreiungsbewegung und Organisation:
SWAPO zwischen Exilpolitik und interner Mobilisierung
von: Laura Gerber
INHALT
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 5
2.1 Vor Gründung der SWAPO 5
2.2 Die Frühgeschichte der SWAPO (1960-1971) 6
2.3 Die SWAPO in den siebziger Jahren 8
2.3.1 Der "Consultative Congress" in Tanga 8
2.3.2 Der Generalstreik 1971/72 9
2.3.3 Die "Turnhallenkonferenz" 10
2.3.4 Die Politik der "internen" SWAPO seit 1975 11
2.5 Die SWAPO und die angolanischen Befreiungsbewegung UNITA 13
2.4 Die SWAPO in den internationalen Verhandlungen 14
2.5.1 Nach der Genfer Konferenz 15
3. Schlussbetrachtung 18
4. Literaturverzeichnis 20
1. Einleitung
Namibia war das letzte Land in Afrika, das sich den Schwierigkeiten der Entkolonialisierung stellen musste. Welche Methoden dabei anwendbar sind, demonstrierten zuvor schon nationale Befreiungsbewegungen anderer afrikanischer Länder. Viele konnten sich auf friedlichem Wege gegen die Kolonialmächte durchsetzen und die Unabhängigkeit mit Hilfe von Streiks, Demonstrationen, Boykotten und nicht zuletzt mit diplomatischen Verhandlungen erzielen. Erst wenn die Verhandlungsgespräche und ein gewaltfreies Vorgehen keine Fortschritte brachten entschieden sie sich für den "bewaffneten Kampf". So erlangten Algerien, Mozambique, Angola, Zimbabwe und Guinea-Bissau nur durch Krieg ihre staatliche Unabhängigkeit. Dafür waren die Demonstration politischer Geschlossenheit auf internationaler Ebene sowie ein zuverlässiges Netz befreundeter "Zufluchtsstaaten" von entscheidender Bedeutung. Ohne diese wäre es kaum möglich gewesen den heftigen Widerstand ihrer Gegner zu überleben.
Ich orientiere mich an diesen Beispielen, wenn ich in meiner Arbeit die politische, historische und programmmatische Entwicklung der "South West African People′ s Organization (SWAPO) of Namibia" darstelle. Die repressive Politik Südafrikas in Namibia zwang die SWAPO dazu ihren Unabhängigkeitskampf auf zwei Ebenen zu führen. So organisierte sich ein Teil der SWAPO im Exil, während der Rest für die innere Mobilisierung zuständig war. Im Verlauf meiner Darstellung werde ich diesbezüglich die Begriffe "interne" und "externe" SWAPO verwenden. Schwerpunktmässig betrachte ich wie die SWAPO ihre Ziele im Unabhängigkeits-prozess durchsetzte und welchen Einfluss verschiedene externe Kräfte dabei hatten. Dies geschieht im weiteren Rahmen der Analyse verschiedener historischer Aspekte Namibias im Zusammenhang mit dem Regionalkurs unter Leitung von Reinhart Kößler. Bezüglich der mir zur Verfügung stehenden Literatur möchte ich auf einen Punkt hinweisen, der für mich eine nicht leicht zu überwindende Schwierigkeit darstellte.
So viel mir auf, dass die Auseinandersetzung mit der SWAPO oft sehr vom politischen Standpunkt des jeweiligen Autors geprägt ist. Auf der einen Seite gibt es die pro- südafrikanischen Autoren, die die SWAPO in den Mittelpunkt einer kommunistischen Verschwörungstheorie plazieren (siehe R.H. Tranje). Während andererseits die mit der SWAPO solidarisierenden Autoren zu einer eher unkritischen Darstellung neigen (siehe F. Ansprenger). Angesichts des Mangels an sachlich-neutralen Informationen zur SWAPO kann ich nicht für eine vollständige und vollkommen fehlerfreie Darstellung der Ausführungen garantieren.
2. Hauptteil
2.1 Vor Gründung der SWAPO
Zur allgemeinen Orientierung und zum besseren Verständnis meiner Arbeit nenne ich vorab einige Rahmendaten zu Namibia. Aktuellen Angaben nach hat Namibia 1,695 Millionen Einwohner. Dabei bilden die Ovambo mit 50,7% die größte ethnische Gruppe. Darauf folgen die Nama mit 12,5%, die Kavango mit 9,7%, die Herero mit 8,0%, die San mit 1,9%, die Tswana mit 0,4% und schliesslich 16,8% andere (URL: http://www.erdkunde-online.de/1161.htm). Diese Zahlen zeigen ein grosses Ungleichgewicht in der ethnischen Zusammensetzung Namibias. Wie ich an anderer Stellen noch erwähnen werde, erhob die SWAPO von Anfang an den Anspuch eine überethnische und nationale Partei zu sein und versuchte das Bild einer representativ zusammengesetzten nationalen Vertretung abzugeben. Nach dem Erreichen der Unabhängigkeit wollte die SWAPO als Beispiel für die Zusammensetzung der zukünftigen Regierung dienen. Doch bis dahin sollte es noch ein langer beschwerlicher Weg werden.
Zunächst einmal: Wer rief die SWAPO ins Leben und was veranlasste sie zum Handeln? Durch den Versailler Vertrag wurde das ehemalige Deutsch-Südwestafrika im Rahmen des Völkerbundes unter südafrikanische Verwaltung gestellt. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges versuchte Südafrika das Völkerbundmandat in sein Staatsgebiet zu integrieren. Die Folge waren jahrzehntelange Auseinandersetzungen Südafrikas mit der UNO und dem Internationalem Gerichtshof. Nachdem die UNO 1966 das Mandat für beendet erklärt hatte, erfolgte zwei Jahre später die Umbenennung Südwestafrikas in Namibia. Schliesslich bestätigte der internationale Gerichtshof 1971 das Mandatsende und leitete so eine Phase mehrerer Dekolonialisierungsversuche ein (Harneit-Sievers 1985: 1).
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Die Beziehungen der BRD zur Republik Namibia
Author: Patrick NitschPolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2004 Download as PDF-file for 11,99 EUR
Grundbildung im südlichen Afrika am Beispiel Namibia
Author: Dipl. Päd. Hermann SchoßPedagogy - Miscellaneous Topics, 2004 Download as PDF-file for 19,99 EUR
Zukunftsperspektiven namibischer Jugendlicher im Hinblick auf Identitätsbildung
Author: Debora TotaroPedagogy - Pedagogic Psychology, 2006 Download as PDF-file for 34,90 EUR
Repräsentation der Schwarzen im NS-Spielfilm 1934-1944 im Kontext der Geschichte
Author: Gertrud CzinkiCultural Studies, 2004 Download as PDF-file for 29,90 EUR
Thomas Pynchons 'Gravity's Rainbow' zwischen Postmoderne und Postkolonialität
Author: Nadia CohenGerman Studies - Comparative Literature, 2004 Download as PDF-file for 12,99 EUR
Das ,fremde` Afrika bei Frenssen, Timm und Paluch / Habeck
Author: Helen LorentzGerman Studies - Modern German Literature, 2008 Download as PDF-file for 22,99 EUR
UN-Missionen in Afrika
Author: Gero BirkePolitics - International Politics - Region: Africa, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: