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Autor: Christoph Haffa
Fach: Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung
Details
Tags: Wirtschaftswachstum, Strukturwandel, Region, Neckar-Alb
Jahr: 2005
Seiten: 19
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 165 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56637-7
Textauszug (computergeneriert)
Wirtschaftswachstum und Strukturwandel der Region Neckar-Alb
von: Christoph Haffa
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung der Region Neckar-Alb 1
2. Begriffliche Grundlagen 2
2.1 Wachstum 2
2.1.1 Regionalökonomische Wachstumskonzepte 2
2.1.1.1 Neoklassischer Erklärungsansatz 2
2.1.1.2 Wachstumpolkonzept 3
2.1.1.3 Exportbasiskonzept 4
2.1.1.4 Zusammenfassung 5
2.2 Strukturbegriff 5
2.2.1 Sektoraler Strukturwandel 6
2.2.2 Drei-Sektoren-Hypothese 7
2.3 Produzierendes Gewerbe 8
3. Industrielle Standorttheorie von Alfred Weber 9
3.1 Transportkosten 9
3.2 Arbeitskosten 10
3.3 Agglomerationsvorteile 10
4. Wachstum und Strukturwandel in der Region Neckar-Alb 11
4.1 Generelle Trends 11
4.2 Analyse des industriellen Sektors in der Region Neckar-Alb 13
5. Alfred Weber in Neckar-Alb 15
Literaturverzeichnis 16
1. Vorstellung der Region Neckar-Alb
Die Region Neckar-Alb liegt im Zentrum Baden-Württembergs. Mit 2.531 km2 stellt sie die siebente der zwölf Regionen des Landes.1 Ein Überblick über die Region liefert die folgende Übersichtkarte: Übersichtskarte 1: Region Neckar-Alb Die Wirtschaft der Region war in den letzten Jahrzehnten stärker industriell geprägt als der Durchschnitt Baden-Württembergs. Die Leder-, Textil- und Bekleidungsindustrie gehört zu den wichtigsten regionalen Arbeitgebern im Verarbeitenden Gewerbe. Die Krise dieser Branche beeinflusste die Beschäftigtenentwicklung in der Region stark.2
Nachdem ich zunächst theoretische Grundlagen vermittle, werde ich im folgenden Kapitel auf die industrielle Standortlehre von Alfred Weber eingehen und die standortbildenden Faktoren für Industrieunternehmen darstellen. Es folgt dann ein empirischer Teil, wobei ich auf generelle Trends des Strukturwandels, und im speziellen auf den industriellen Sektor in der Region Neckar-Alb eingehe. Zum Abschluss meiner Arbeit versuche ich dann herauszuarbeiten inwieweit die Standortlehre von Alfred Weber die Region Neckar-Alb prägte und heute immer noch prägt.
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Wachstum
Grundsätzlich kann man sagen, dass Wachstum eine Aufwärtsentwicklung darstellt, bei der der stationäre Zustand einer Wirtschaft, in der sich die Kreislaufvariablen stets auf demselben Niveau befinden, durchbrochen wird. Ähnlich wie beim Strukturbegriff liegt auch hier keine Definition des Wachstums vor, vielmehr wird von Wachstumsindikatoren gesprochen. Die Entwicklung des Sozialprodukts wird dabei als Indikator überwiegend anerkannt, wobei neben dieser Outputgröße auch die Entwicklung der Inputgrößen, wie die Zahl der Erwerbstätigen3 für den Wachstumsvorgang maßgeblich ist.
2.1.1 Regionalökonomische Wachstumskonzepte
Die regionalwirtschaftliche Theorie ist durch eine Vielzahl an Konzepten gekennzeichnet. Im Folgenden werde ich drei Ansätze vorstellen, wobei bewusst keine Bewertung vorgenommen wird.
2.1.1.1 Neoklassischer Erklärungsansatz
Nach neoklassischen Auffassungen neigen ökonomische Prozesse aus sich heraus zu Stabilität, wenn die Voraussetzungen4 für die vollständige Funktionsfähigkeit eines marktwirtschaftlichen Systems gegeben sind. Wirtschaftswachstum ist in diesem Prozess optimal, wenn eine ausgeglichene Allokation der Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und technischer Fortschritt stattfindet. Laut der Grenzproduktivitätstheorie wandern die Produktionsfaktoren dorthin, wo die Grenzproduktivität am höchsten ist.5 Kapital wandert in Regionen mit einer besseren Verzinsung und Arbeitskräfte gehen in Regionen, in denen es höhere Einkommensmöglichkeiten gibt.
Wenn die Prämissen des neoklassischen Modells gegeben sind, bringen die Marktkräfte „ein ungleichgewichtiges Wirtschaftswachstum aus sich heraus zum Ausgleich“. 6 Dies führt zu einem Ausgleich der Wertgrenzproduktivitäten. Der Anpassungsprozess hat ein optimales und stabiles Wachstum zur Folge.
[...]
1 vgl. Winkelmann [Statistik] 3.
2 Siehe Kapitel 4.2
3 Begriff der amtlichen Statistik für Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen oder selbständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder einen freien Beruf ausüben.
4 vgl. Gornig [Strukturwandel] 63.
5 vgl. Eckey [Strukturpolitik] 92.
6 Ziegler [Strukturpolitik] 66.
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