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Autor: Johannes Neufeld
Fach: Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Details
Institution/Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Publizistik)
Tags: ARD/ZDF-Langzeitstudie, Massenkommunikation, Mediennutzung, Nutzungsmotive, Medienforschung, Programmplanung, Werkstatt, Fernsehmachern
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 173 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56646-9
ISBN (Buch): 978-3-638-68868-0
Zusammenfassung / Abstract
Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse der 9. Welle der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation vorgestellt. Seit mehr als 40 Jahren liefert die Langzeitstudie Daten rund um Mediennutzung und Bedeutung einzelner Medien. Im Lauf der Zeit wurden so wichtige Fragen beantwortet, die durch die technische Entwicklung aufgeworfen wurden. War es bei der ersten Erhebungswelle 1964 noch die Frage nach der zunehmenden Bedeutung des Fernsehens und dadurch der möglichen Verdrängung anderer Medien, so stellt sich heute die Frage nach der Bedeutung des Internets, das bereits zum zweiten Mal in der Studie auftaucht und auffällig an Bedeutung gewonnen hat. Auch die im Lauf der Jahre ständig ansteigende Mediennutzungsdauer ist Gegenstand der Langzeitstudie Massenkommunikation. In der vorliegenden Arbeit soll ein Schwerpunkt auf die Ergebnisse der Studie im Hinblick auf Mediennutzungsprofile und Nutzungsmotive für unterschiedliche Medien gelegt werden. Zunächst jedoch erfolgt eine Vorstellung der Langzeitstudie Massenkommunikation, bevor in einem theoretischen Teil die Bedeutung von Nutzungsmotiven und Medienfunktionen erläutert wird. Daran anschließend sollen die relevanten Ergebnisse aus der aktuellen Erhebung präsentiert und analysiert werden. In einer Zusammenfassung werden die gewonnenen Ergebnisse abschließend diskutiert.
Textauszug (computergeneriert)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Publizistik
Hauptseminar: Medienforschung und Programmplanung.
SS 2006, 7. Fachsemester
ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation:
Mediennutzung und Nutzungsmotive 2005
von: Johannes Neufeld
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Die Langzeitstudie Massenkommunikation und ihre Entwicklung 3
3. Theoretische Ansätze zur Mediennutzung 6
3.1 Motivations- und kontextbezogene Ansätze 6
3.2 Die Bedeutung von Funktionen 7
3.3 Unterscheidung nach Nutzertypen 9
3.4 Besondere Eigenschaften von Medien 9
4. Die 9. Erhebungswelle der Langzeitstudie Massenkommunikation 2005 11
4.1 Medienverbreitung und Mediennutzung 11
4.2 Mediennutzung im Tagesablauf 12
4.3 Medienbindung 14
4.4 Reichweiten 14
4.5 Zukünftige Trends und Entwicklungen 15
5. Nutzungsmotive 16
5.1 Nutzungsmotiv Information 16
5.2 Nutzungsmotiv Spaß 18
5.3 Nutzungsmotiv Entspannung 19
5.4 Nutzungsmotiv Mitreden können 19
5.5 Weitere Nutzungsmotive 20
5.6 Direktvergleich der Medien 20
6. Fazit 21
1. Einleitung
Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse der 9. Welle der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation vorgestellt. Seit mehr als 40 Jahren liefert die Langzeitstudie Daten rund um Mediennutzung und Bedeutung einzelner Medien. Im Lauf der Zeit wurden so wichtige Fragen beantwortet, die durch die technische Entwicklung aufgeworfen wurden. War es bei der ersten Erhebungswelle 1964 noch die Frage nach der zunehmenden Bedeutung des Fernsehens und dadurch der möglichen Verdrängung anderer Medien, so stellt sich heute die Frage nach der Bedeutung des Internets, das bereits zum zweiten Mal in der Studie auftaucht und auffällig an Bedeutung gewonnen hat. Auch die im Lauf der Jahre ständig ansteigende Mediennutzungsdauer ist Gegenstand der Langzeitstudie Massenkommunikation.
In der vorliegenden Arbeit soll ein Schwerpunkt auf die Ergebnisse der Studie im Hinblick auf Mediennutzungsprofile und Nutzungsmotive für unterschiedliche Medien gelegt werden. Zunächst jedoch erfolgt eine Vorstellung der Langzeitstudie Massenkommunikation, bevor in einem theoretischen Teil die Bedeutung von Nutzungsmotiven und Medienfunktionen erläutert wird. Daran anschließend sollen die relevanten Ergebnisse aus der aktuellen Erhebung präsentiert und analysiert werden. In einer Zusammenfassung werden die gewonnenen Ergebnisse abschließend diskutiert.
2. Die Langzeitstudie Massenkommunikation und ihre Entwicklung
Seit über 40 Jahren wird die Langzeitstudie Massenkommunikation durchgeführt. Initiatoren der ersten Welle 1964 waren ARD und ZDF, die auch heute noch für die regelmäßige Erhebung von Daten verantwortlich zeichnen (vgl. Kiefer 1998: 17). Primäres Forschungsanliegen war damals die „Beantwortung aktueller Fragen mit medienpolitischer Bedeutung“ (Kiefer 1998: 17). Durch die breite Anlage der Studie war gleichzeitig die Möglichkeit einer ständigen Modifizierung und Wiederholung gegeben. Die Studie wird seitdem regelmäßig alle fünf Jahre wiederholt. Das Erhebungsprogramm ist bisher weitgehend unverändert geblieben und beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die Medien Fernsehen, Hörfunk und Tageszeitung. Seit der 8. Erhebungswelle 2000 taucht auch das Internet in der Langzeitstudie auf. Ausgangsfrage der Studie in den Jahren 1964 bis 1974 war die Erfassung der Wettbewerbssituation der drei damals tagesaktuellen Medien. Grundlage war das Riepl’sche Gesetz, nach welchem neue Medien bewährte vorhandene Medien nicht verdrängen (vgl. Kiefer 1998: 18). Dies war in der damaligen Zeit ein wichtiger Punkt, befand sich doch das Fernsehen auf dem Vormarsch in die Gesellschaft und nährte die Furcht der Zeitungsverleger vor dem Aus ihres Mediums (vgl. Kiefer 1998: 18). So stellte sich nach den ersten Erhebungen heraus, dass wie erwartet ein Verhältnis der Komplementarität und nicht so sehr der Substitution zwischen den unterschiedlichen Medien existiert (vgl. Kiefer 1998: 19).
Im Verlauf der Studie wurden weitere Fragestellungen untersucht, wie etwa der soziale Rahmen der Mediennutzung und nicht zuletzt der Einfluss gesellschaftlichen Wandels. Eine bedeutende Rolle spielte dabei die Erhebung von 1990, als zum ersten Mal die Bürger der ehemaligen DDR in die Studie einbezogen wurden (vgl. Kiefer 1998: 19). Des Weiteren war mit der Einführung des privaten Rundfunks Mitte der 1980er Jahre eine veränderte Medienlandschaft gegeben und daher von besonderem Interesse für die Untersuchung. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand nunmehr die Frage, inwieweit sich das Mediennutzungsverhalten bei immer größerem Angebot der Medienlandschaft verändert (vgl. Kiefer 1998: 20).
Dabei wurde klar, dass sich mit wachsender Anzahl von Sendern auch die Informations- und Unterhaltungsanteile immer mehr verschoben und die Nutzung sich veränderte (vgl. Kiefer 1998: 21). Die Reichweite und die Nutzungsdauer des Fernsehens wuchsen dabei stetig an. Auch die Unterschiede im Programmangebot zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern hatten Einfluss auf die Untersuchung. Das Fernsehen wird dabei immer mehr als Unterhaltungsmedium begriffen und nimmt einen bedeutenden Stellenwert in der Freizeit ein (vgl. Kiefer 1998: 25). Die zur Verfügung stehende Zeit wird dabei so eingeteilt, dass die Nutzungsdauer des Fernsehens profitiert – möglicherweise auch als Begleitmedium parallel zu anderen Tätigkeiten.
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