Autor: Dipl.-Kfm. Rüdiger Wegner
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Institution/Hochschule: Universität Rostock (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Verkehrswirtschaft der Universität Rostock. Institut für Verkehr und Logistik)
Jahr: 2006
Seiten: 204
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 255 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 6957 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56701-5
ISBN (Buch): 978-3-638-86524-1
sehr großer Anhang!
Zusammenfassung / Abstract
Insbesondere die Russische Föderation hat in den letzten Jahren erhebliche Zuwächse in der Wirtschaft zu verzeichnen. Dabei liegt gerade im Außenhandel ein erheblicher Anteil. So führt der zunehmende Handel mit Westeuropa, sowie der globale Zugang zu internationalen Märkten zu einer immensen Transportintensität, welche verbunden mit den territorialen Gegebenheiten bzgl. Rohstoffen und Industrie neue Potentiale, vor allem für den Seeverkehr birgt. Viele küstenferne Regionen Russlands sind für den Landverkehr prädestiniert, der Aufbau gebrochener Verkehre unter Einschluss des Seeweges Ostsee ist aus wirtschaftlichen Gründen kaum zu erwarten. Deshalb sind vor allem die küstennahen Gebiete des Nordwestens Russlands von Interesse für den Seeverkehr. Hier bestehen direkte Anbindungsmöglichkeiten an die Häfen, wodurch, nicht zuletzt auch aus wirtschaftlichen Gründen, eine Einbindung des Seeweges möglich erscheint. Diese Möglichkeiten zu untersuchen soll das Ziel dieser Arbeit sein. Diese Regionen sollen mit Hilfe von demographischen, geographischen, politischen und wirtschaftlichen Daten hinsichtlich ihrer ökonomischen Dynamik und ihren Entwicklungspotentialen untersucht und analysiert werden. Außerdem ist die allgemeine Außenhandelsentwicklung darzustellen und zu untersuchen. Durch einen Vergleich der Daten mit der allgemeinen Entwicklung Russlands soll, wie oben erwähnt, die Bedeutung und Wirtschaftskraft der Gebiete herausgestellt werden. Nach der Analyse der Regionen muss eine Betrachtung der Häfen des Nordwestlichen Föderalbezirkes der Russischen Föderation stattfinden. Dabei sollen nicht alle Häfen dieses Raumes untersucht werden. Es ist darzustellen, in welchem Maße sie derzeit und in Zukunft von den Güterströmen aus den untersuchten Regionen betroffen sind. Ebenfalls sollen sie auf ihr Wachstum und ihre Potentiale hin analysiert werden. Das Ziel der Untersuchung soll es sein, darzustellen, in welcher Weise die Gebiete Nordwestrusslands Potentiale für den Güterverkehr über die Ostsee schon in der Vergangenheit zur Verfügung stellten und die zukünftigen Chancen für den Seeverkehr über die Ostsee aufzuzeigen.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Rostock
Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät
Perspektiven des russischen Marktes für den Ostseeverkehr - Untersuchung anhand ausgewählter Regionen
Rüdiger Wegner
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung, Zielsetzung und Bearbeitungsmethodik ... 1
2 Russische Föderation ... 3
2.1 Naturraum, politisches System und Bevölkerung ... 3
2.2 Wirtschaftsraum Russland ... 6
2.2.1 Wirtschaftspolitik ... 6
2.2.2 Makroökonomische Betrachtung ... 8
2.2.3 Mineralische und agrarische Rohstoffe ... 10
2.2.4 Industrie ... 14
2.2.5 Dienstleistungen ... 17
2.2.6 Investitionsstruktur ... 18
2.2.7 Außenhandel ... 21
2.2.7.1 Handelsbilanz ... 21
2.2.7.2 Außenhandel mit Deutschland ... 26
2.2.8 Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsträger ... 29
2.2.8.1 Schienenverkehr ... 29
2.2.8.2 Straßenverkehr ... 32
2.2.8.3 Binnenschiffsverkehr ... 35
2.2.8.4 Seeverkehr ... 37
2.2.8.5 Luftverkehr ... 39
2.2.8.6 Rohrleitungstransport ... 41
3 Regionen der Russischen Föderation ... 42
3.1 Überblick ... 42
3.2 Nordwestlicher Föderalbezirk ... 46
3.2.1 Respublika Karelija ... 46
3.2.1.1 Überblick ... 46
3.2.1.2 Wirtschaft ... 47
3.2.2 Vologodskaja oblast’... 50
3.2.2.1 Überblick ... 50
3.2.2.2 Wirtschaft ... 51
3.2.3 Archangel’skaja oblast’... 55
3.2.3.1 Überblick ... 55
3.2.3.2 Wirtschaft ... 56
3.2.4 Leningradskaja oblast’ und g. Sankt-Peterburg [Sankt Petersburg] ... 60
3.2.4.1 Überblick ... 60
3.2.4.2 Wirtschaft ... 61
3.2.5 Novgorodskaja oblast’ ... 67
3.2.5.1 Überlick ... 67
3.2.5.2 Wirtschaft ... 68
3.2.6 Pskovskaja oblast’ ... 73
3.2.6.1 Überblick ... 73
3.2.6.2 Wirtschaft ... 74
3.2.7 Kaliningradskaja oblast’ ... 77
3.2.7.1 Überblick ... 77
3.2.7.2 Wirtschaft ... 79
3.3 Zentraler Föderalbezirk ... 83
3.3.1 Smolenskaja oblast’ ... 83
3.3.1.1 Überblick ... 83
3.3.1.2 Wirtschaft ... 84
3.3.2 Moskovskaja oblast’ und g. Moskva [Moskau] ... 88
3.3.2.1 Überblick ... 88
3.3.2.2 Wirtschaft ... 90
3.3.3 Tverskaja oblast’ ... 95
3.3.3.1 Überblick ... 95
3.3.3.2 Wirtschaft ... 96
4 Russische Häfen des Ostseeraumes ... 99
4.1 Kaliningrad ... 99
4.2 Sankt Petersburg ... 102
4.3 Ust-Luga ... 105
4.4 Primorsk ... 107
4.5 Vyborg und Vysotsk ... 108
5 Zusammenfassung der Erkenntnisse und Schlussbetrachtung ... 110
Anhang ... 115
Literaturverzeichnis ... 162
1 Problemstellung, Zielsetzung und Bearbeitungsmethodik
Im Zuge der Globalisierung und zunehmender wirtschaftlicher Aktivitäten europäischer Firmen in Osteuropa ist dort ein relativ stetiger Wirtschaftszuwachs zu verzeichnen. Aufgrund der vermehrten Ansiedelung von Industrien in diesen Gebieten muss darüber nachgedacht werden, wie der Transport von Materialien für die Produktion und der Transport der Fertigwaren zum Abnehmer erfolgen kann. Die osteuropäischen Länder und Russland bieten gerade für den Landverkehr Möglichkeiten, die Waren quer über den europäischen Kontinent zu transportieren. Auslöser dafür sind die Kostenvorteile durch die geringeren Preise für Diesel vor Ort, die hohe Tankkapazität moderner Zugmaschinen, sowie die niedrigen Personalkosten u.ä. Man kann von extremer Konkurrenz für alternative Verkehrszweige ausgehen.
Insbesondere die Russische Föderation hat in den letzten Jahren erhebliche Zuwächse in der Wirtschaft zu verzeichnen. Dabei liegt gerade im Außenhandel ein erheblicher Anteil. So führt der zunehmende Handel mit Westeuropa, sowie der globale Zugang zu internationalen Märkten zu einer immensen Transportintensität, welche verbunden mit den territorialen Gegebenheiten bzgl. Rohstoffen und Industrie neue Potentiale, vor allem für den Seeverkehr birgt.
Viele küstenferne Regionen Russlands sind für den Landverkehr prädestiniert, der Aufbau gebrochener Verkehre unter Einschluss des Seeweges Ostsee ist aus wirtschaftlichen Gründen kaum zu erwarten (s.o.) Deshalb sind vor allem die küstennahen Gebiete des Nordwestens Russlands von Interesse für den Seeverkehr. Hier bestehen direkte Anbindungsmöglichkeiten an die Häfen, wodurch, nicht zuletzt auch aus wirtschaftlichen Gründen, eine Einbindung des Seeweges möglich erscheint. Diese Möglichkeiten zu untersuchen soll das Ziel dieser Arbeit sein.
Zunächst soll die Russische Föderation allgemein hinsichtlich ihrer demographischen, politischen und wirtschaftlichen Struktur analysiert werden. Dies erscheint insofern notwendig, da durch einen anschließenden Vergleich Russlands mit den einzelnen Regionen diese in ihrer Bedeutung besser dargestellt werden können.
Im anschließenden Teil sollen die Regionen selbst in den Mittelpunkt der Untersuchung rücken. Dabei sind Teile der Gebiete Severnyj rajon (respublika Karelija, Vologodskaja oblast’, Archangel’skaja oblast’), Severo-Zapadnyj rajon (g. Sankt-Peterburg [Sankt Petersburg], Leningradskaja oblast’, Novgorodskaja oblast’, Pskovskaja oblast’), Central’nyj rajon (g. Moskva [Moskau], Moskovskaja oblast’, Smolenskaja oblast’, Tverskaja oblast’), sowie das Gebiet Kaliningrad (Kaliningradskaja oblast’) zu analysieren, da ihre geographische Lage einen alternativen Transport von Gütern von den russischen Ostseehäfen über den Seeweg ermöglicht.
Diese Regionen sollen mit Hilfe von demographischen, geographischen, politischen und wirtschaftlichen Daten hinsichtlich ihrer ökonomischen Dynamik und ihren Entwicklungspotentialen untersucht und analysiert werden. Außerdem ist die allgemeine Außenhandelsentwicklung darzustellen und zu untersuchen. Durch einen Vergleich der Daten mit der allgemeinen Entwicklung Russlands soll, wie oben erwähnt, die Bedeutung und Wirtschaftskraft der Gebiete herausgestellt werden.
Nach der Analyse der Regionen muss eine Betrachtung der Häfen des Nordwestlichen Föderalbezirkes der Russischen Föderation stattfinden. Dabei sollen nicht alle Häfen dieses Raumes untersucht werden. Es ist darzustellen, in welchem Maße sie derzeit und in Zukunft von den Güterströmen aus den untersuchten Regionen betroffen sind. Ebenfalls sollen sie auf ihr Wachstum und ihre Potentiale hin analysiert werden.
Das Ziel der Untersuchung soll es sein, darzustellen, in welcher Weise die Gebiete Nordwestrusslands Potentiale für den Güterverkehr über die Ostsee schon in der Vergangenheit zur Verfügung stellten und die zukünftigen Chancen für den Seeverkehr über die Ostsee aufzuzeigen.
Die Schreibweise der Gebiete dieser Arbeit lehnt sich an die Schreibweisen des Osteuropa-Instituts München und der OCC Osteuropa Consulting Center GmbH an. Dabei werden die
Originalschreibweisen der Regionen Russlands in transliterierter Form beibehalten. Gleichermaßen erfolgt die Übernahme der Bezeichnungen „respublika“, „oblast’“, „kraj“ usw. in Originalschreibweise, sowie klein.1
Ausnahmen sollen bei der Bezeichnung von geographischen Namen, Städtenamen u.ä., sowie der Bezeichnung „Russland“ bzw. „Russische Föderation“ gemacht werden. Hier wird die in der Presse übliche Schreibweise genutzt. Eine Kurzübersicht liefert Tabelle 1 im Anhang.2
Bei der Wiedergabe von wörtlichen Zitaten werden die dort verwendeten Formen der Schreibweisen übernommen.
2 Russische Föderation
[...]
1 Vgl. OEIM (1999, Hrsg.), S.XVI
2 Siehe Anhang 22, Tab. 1, S.138
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