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Jugend und Netz - Möglichkeiten und Risiken des Mediums Internet

Hauptseminararbeit, 2006, 22 Seiten
Autor: Tim Rosendahl
Fach: Pädagogik - Medienpädagogik

Details

Veranstaltung: Jugend, Technik und Risikoverhalten
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen (Fakultät der Bildungswissenschaften)
Tags: Jugend, Netz, Möglichkeiten, Risiken, Mediums, Internet, Jugend, Technik, Risikoverhalten
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 22
Literaturverzeichnis: ~ 24  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V63768
ISBN (E-Book): 978-3-638-56732-9
ISBN (Buch): 978-3-638-73503-2
Dateigröße: 187 KB

Zusammenfassung / Abstract

Das Thema Medien ist heutzutage ein vieldiskutiertes Thema. Mit jedem sich neuen entwickelnden und verbreitenden Medium fordern alle gesellschaftlichen Instanzen eine Ausbildung für den Umgang mit diesem „neuen“ Medium und dementsprechend eine Kompetenz, die dabei hilft mit diesem Medium sachgerecht umzugehen. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist dieses eine unabdingbare Tatsache. Mit der gegenwärtigen Entwicklung des Internets kommt zur bislang geforderten Fernseh- und Computerkompetenz noch die Internetkompetenz hinzu. Kinder und Jugendliche besitzen heute bereits unterschiedlichste Kenntnisse, zum Beispiel durch die Schule oder den Freundeskreis, über das Internet. Dies macht es erforderlich, dass Kinder und Jugendliche erlernen, kritisch mit den Möglichkeiten und Risiken des Mediums Internet umzugehen. Im Zusammenhang dieser Arbeit sind vor allem die Zahlen der 10- bis 24-Jährigen bzw. die der Schüler und Schülerinnen von Bedeutung. Sie zeigen, dass eine sehr hohe Anzahl der jungen Menschen das Internet regelmäßig nutzt. Hierbei wird das Internet sowohl für Bildungszwecke bzw. Arbeitszwecke als auch für private Zwecke genutzt, was in Kapital 2 noch näher erläutert wird. Kapitel 3 soll sich mit den möglichen Gefahren, die durch den Gebrauch des Internets bestehen, auseinandersetzen, wobei der Schwerpunkt zum einen auf der Abhängigkeit und der Sucht und zum anderen auf dem Verlust von sozialen Kompetenzen liegen soll. In Kapitel 4 wird der Begriff der Medienkompetenz erläutert und in wie weit diese Kompetenz helfen kann, junge Menschen vor den Gefahren des Mediums Internet zu schützen.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Hauptseminar: Jugend, Technik und Risikoverhalten
Wintersemester 2005/2006, 5. Fachsemester
Abgabe: 17.05.2006

Jugend und Netz –
Möglichkeiten und Risiken des Mediums Internet

von: Tim Rosendahl

 


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 2

1. Einführung  4

2. Möglichkeiten des Mediums Internet 7

3. Gefahren des Mediums Internet  9

3.1 Abhängigkeit und Sucht 10
3.2 Verlust von sozialer Kompetenz und sozialem Verhalten  11

4. Medienkompetenz zur Bewältigung und Erkennung von Risiken  13

5. Fazit  18

6. Literatur- und Quellenverzeichnis 20

Internetquellen  22

 

 

Vorwort

Das Thema Medien ist heutzutage ein vieldiskutiertes Thema. Mit jedem sich neuen entwickelnden und verbreitenden Medium fordern alle gesellschaftlichen Instanzen eine Ausbildung für den Umgang mit diesem „neuen“ Medium und dementsprechend eine Kompetenz, die dabei hilft mit diesem Medium sachgerecht umzugehen. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist dieses eine unabdingbare Tatsache. Mit der gegenwärtigen Entwicklung des Internets kommt zur bislang geforderten Fernseh- und Computerkompetenz noch die Internetkompetenz hinzu. Kinder und Jugendliche besitzen heute bereits unterschiedlichste Kenntnisse, zum Beispiel durch die Schule oder den Freundeskreis, über das Internet. Dies macht es erforderlich, dass Kinder und Jugendliche erlernen, kritisch mit den Möglichkeiten und Risiken des Mediums Internet umzugehen. Diese Arbeit wird versuchen, Möglichkeiten und Risiken des Internets im Bezug auf Jugendliche aufzudecken und sich dabei vor allem auf die sozialen Komponenten, wie zum Beispiel der Verlust der Kommunikationsfähigkeit, beziehen. Anschließend wird der Begriff der Medienkompetenz im Bezug auf das Medium Internet näher erläutert.

1. Einführung

Das Internet hat seine Ursprünge aus den Zeiten des kalten Krieges. Im Jahre 1969 gründete die US-Regierung die so genannte APRA1. Diese Regierungsstelle war für die Entwicklung neuer Technologien auf dem Rüstungssektor zuständig. Um möglichst viele Wissenschaftler, auch auf weite Entfernung hin, zusammenarbeiten zu lassen, gründete die APRA eine Abteilung, die sich mit neuen Möglichkeiten der Kommunikation auseinander setzen sollte: das IPTO2. Das IPTO entwickelte eine Vereinigung von vorhandenen Großrechnern, um möglichst vielen Wissenschaftlern durch Vernetzung diese Großrechner zur Verfügung zu stellen. Durch eine dezentrale Organisation3, die einem Spinnennetz ähnelte, konnten mehrere Wege zum Großrechner führen. Dies gewährleistete auch bei Ausfällen auf anderen Wegen den Großrechner zu erreichen. Die US-Regierung konnte von dieser neuen Möglichkeit der Kommunikation überzeugt werden, da bei einem Angriffsfall alle Rechner ausgeschaltet werden müssten, um das gesamte Kommunikationsnetz zusammenbrechen zu lassen. Im weiteren Verlauf wurde diese neue Kommunikationstechnik aber eher für zivile Zwecke genutzt. So profitierten vor allem die Universitäten und andere Forschungseinrichtungen von dieser neuen Möglichkeit der Kommunikation. Dieses Kommunikationssystem wurde bis 1971 nur für zwei Anwendungen genutzt:

Die Anwendung telnet4 erlaubte es, fremde Rechner zu steuern und die Anwendung ftp5 machte es möglich, Daten mit anderen Rechnern auszutauschen. Eine neue Möglichkeit wurde mit den E-Mails6 geschaffen.

Mit einer speziellen Software konnten Nachrichten gesendet und empfangen werden. Erst mit dieser neuen Entwicklung wurde das APRAnet7, wie es bis dahin noch genannt wurde, weit aus mehr genutzt. 1973 wurde es mittels Satellitenverbindung und Radiowellen möglich, einzelne Netze auf dem ganzen Erdball zusammenzuführen. Tim Berners-Lee entwickelte 1991 das zugrundeliegende Konzept für die heutigen Webseiten. Dieses Konzept ermöglichte den Nutzern, Informationen im Netz anzubieten und ohne „über großes technisches Wissen verfügen“8 zu müssen, dieses neue Angebot auch nutzen zu können. Durch diese neue Entwicklung, aber nicht zuletzt durch „die Möglichkeit der graphischen Darstellung und der einfachen Bedienbarkeit“9, kam es zu dem entgültigem Durchbruch des WorldWideWeb, das heute gemein hin als „Internet“ bezeichnet wird. Dieser Durchbruch lässt sich vor allem durch stetig steigende Nutzerzahlen belegen. So haben in Deutschland 1997 nur 4,11 Mio.10 Menschen das Internet für sich genutzt. Innerhalb von vier Jahren hat sich diese Zahl der Nutzer versechsfacht. 2001 nutzten somit 24,77 Mio.11 Bundesbürger das Internet. Im ersten Quartal 200412 (2005)13 waren es bereits etwa 42 Mio. (45 Mio.). Menschen, die das Internet für private oder berufliche Zwecke nutzten. Dies bedeutet fast eine Verzehnfachung der Internetnutzung im Vergleich zu 1997. Dabei ist die Internetnutzung aber immer noch stark altersabhängig. So waren 2004 86% der 10- bis 24-Jährigen online, dem gegenüber aber nur 22% der über 54-Jährigen. Betrachtet man im ersten Quartal 200414 die Internetnutzung der Schülerinnen und Schüler, so nutzten 93% ab 15 Jahren das Internet. 70% gaben an, das Internet für Bildungszwecke zu nutzen. Bei den Schülerinnen und Schülern zwischen 10 bis 14 Jahren lag die Internetnutzung insgesamt bei 75%, wobei 48% das Internet für Bildungszwecke nutzten15.

[...]


1 APRA: Advanced Research Projects Agency

2 IPTO: Information Processing Technique Office

3 Bei einer zentralen Organisation führen alle Weg über einen Großrechner, was zu großflächigen Ausfällen führen könnte

4 telnet: telecommunications network

5 ftp: file transfer protocol

6 Die E-Mail (electronic mail) ist der meistgenutzte Internetdienst, deren Funktionsweise sich mit der herkömmlichen Post vergleichen lässt. (vgl. Volpers, Helmut (Hrsg.): Funktionsweise des Internets und sein Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche, S.31)

7 APRAnet: Advanced Research Projects Agency Network

8 vgl. Peetz, Nadine: Internet und psychische Probleme: Möglichkeiten zum Austausch für Betroffene – Kapitel II.: Internet- Grundsätzliches (www.nadine-preetz.de/2.htm, vom 19.04.06)

9 vgl. Peetz, Nadine: Internet und psychische Probleme: Möglichkeiten zum Austausch für Betroffene – Kapitel II.: Internet- Grundsätzliches (www.nadine-preetz.de/2.htm, vom 19.04.06)

10 vgl. van Eimeren, Birgit [u.a.]: ARD/ZDF-Online-Studie: Internetnutzung stark zweckgebunden (www.daserste.de/service/ardonl01.pdf, vom 23.04.06)

11 vgl. van Eimeren, Birgit [u.a.]: ARD/ZDF-Online-Studie: Internetnutzung stark zweckgebunden (www.daserste.de/service/ardonl01.pdf, vom 23.04.06)

12 vgl. Statistisches Bundesamt: Internetnutzung in Deutschland über europäischem Durchschnitt (destatis.de/presse/deutsch/pm2005/p1200024.htm, vom 22.04.06)

13 vgl. Statistisches Bundesamt: IKT-Anteil am Bruttoinlandsprodukt mittlerweile bei 6,8% (destatis.de/presse/deutsch/pm2006/p0710024.htm, vom 22.04.06)

14 Die Internetnutzung blieb im ersten Quartal 2005 fast identisch (vgl.: Statistisches Bundesamt: IKT-Anteil am Bruttoinlandsprodukt mittlerweile bei 6,8% (destatis.de/presse/deutsch/pm2006/p0710024.htm, vom 22.04.06))

15 Zahlen nach Statistisches Bundesamt: Informationstechnologie in Unternehmen und Haushalten 2004; S. 36-37


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