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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 27 Pages
Author: Eric Göpel
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes
Details
Tags: Quotenkonsolidierung, Joint, Ventures, Sicht
Year: 2005
Pages: 27
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 31 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-56784-8
File size: 219 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Leipzig, Wintersemester 2004 / 2005
Hauptseminar: Externe Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung
Die Quotenkonsolidierung von Joint Ventures aus ökonomischer Sicht
von: Eric Göpel
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung - 3 -
2. Die Bedeutung von hybriden Kooperationsformen - 4 -
3. Die Zweckmäßigkeit von Konzernrechnungslegung und Konsolidierung - 5 -
3.1 Die Informationsfunktion des Konzernabschlusses - 5 -
3.2 Konsolidierungsgrundsätze und Stufenkonzept - 6 -
4. Die Quotenkonsolidierung bei so genannten Gemeinschafts- unternehmen - 9 -
4.1 Der Begriff des Gemeinschaftsunternehmens - 9 -
4.1.1 Merkmale und Voraussetzungen - 10 -
4.1.2 Abgrenzung zu assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen - 12 -
4.2 Die Technik der Quotenkonsolidierung - 14 -
4.2.1 Ansatz- und Bewertungsmethoden - 14 -
4.2.2 Konsolidierungsmaßnahmen - 15 -
4.3 Die Grundsätzlichkeit der Equity-Methode - 16 -
4.4 Ausgewählte Besonderheiten nach IAS/IFRS und US-GAAP - 17 -
5. Kritische Würdigung - 18 -
5.1 Die Fiktion der Rechtseinheit - 18 -
5.2 Die Aussagefähigkeit und praktische Eignung des Konzernabschlusses bei quotaler Konsolidierung - 19 -
5.3 Bilanzpolitische Auswirkungen - 21 -
6. Zusammenfassung - 22 -
Abkürzungsverzeichnis - 23 -
Literaturverzeichnis - 24 -
1. Problemstellung
Spätestens seit Beginn der Globalisierung ist die Bedeutung von Konzernstrukturen im Wirtschaftsleben in erheblichem Maße gestiegen. Damit verbunden ist auch eine Zunahme der Bedeutung der Konzernrechnungslegung. Aufgrund des ständigen Wandels von Wettbewerbsbedingungen unterliegen die Gesellschaftsstrukturen allerdings einer stetigen Veränderung. Mit der Herausbildung hybrider Kooperationsformen im Allgemeinen und Joint Ventures im Speziellen stiegen damit auch die Anforderungen an die Konzernrechnungslegung1. Demzufolge stellt sich die Frage, ob es die Rechnungslegungsvorschriften des HGB ermöglichen, diese Veränderungen den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend und in vollem Umfang abzubilden2.
Um dies exakt beurteilen zu können, wird in dieser Arbeit zunächst auf die Vorteile und typische Merkmale hybrider Kooperationsformen eingegangen bevor anschließend Maßstäbe entwickelt werden, an denen sich die Konzernrechnungslegung zu messen hat. Darauf aufbauend erfolgt eine nähere Betrachtung der Quotenkonsolidierung, die neben der Equity-Methode als zulässiges Rechnungslegungsinstrument für die Einbeziehung von Joint Ventures in den Konzernabschluss zugelassen ist. Neben den Anwendungsvoraussetzungen steht dabei auch die praktische Durchführung und komparative Betrachtung zu nationalen und internationalen Alternativen und Besonderheiten im Mittelpunkt. Das Ziel dieses Beitrags ist es allerdings, anhand dieser Grundlagen, eine ökonomische Betrachtung der Vor- und Nachteile der Quotenkonsolidierung durchzuführen um somit Aussagen über praktische Eignung und Aussagefähigkeit treffen zu können.
2. Die Bedeutung von hybriden Kooperationsformen
Eine hybride Organisationsform zeichnet sich im Allgemeinen immer dadurch aus, dass sie zwischen den Extremfällen der Koordinationsmöglichkeiten Markt und Unternehmen eine Zwischenposition einnimmt. Es handelt sich hierbei also um eine Bandbreite spezieller Kooperationsformen von rechtlich selbständigen Unternehmen. Diese sind jedoch vertraglich miteinander verbunden um durch gemeinsame Ressourcen- oder Funktionsverbundenheit gegenseitigen Nutzen zu erzielen. Während innerhalb der einzelnen Unternehmen wirtschaftliche Optimierungsmöglichkeiten oftmals zu einem hohen Grad ausgeschöpft sind, eröffnen gemeinsame kooperative Maßnahmen mehrerer Unternehmen oftmals neue Gestaltungshorizonte und dienen somit auch der Bewältigung komplexer Umweltbedingungen.
Daneben gibt es zahlreiche weitere Gründe für die Errichtung hybrider Kooperationen. Im Vordergrund steht allgemein das Ziel der Effizienzerhöhung und Rentabilitätsverbesserung, die häufig durch Transaktionskosteneinsparungen unterstützt wird. Andere bedeutende Aspekte sind beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Know-how, bestimmte Rechnungslegungskonsequenzen und die Risikobegrenzung der Kooperationspartner3. Joint Ventures sind als eine Ausprägungsform hybrider Organisationen anzusehen4.
3. Die Zweckmäßigkeit von Konzernrechnungslegung und Konsolidierung
3.1 Die Informationsfunktion des Konzernabschlusses
Nach dem HGB definiert sich die Hauptaufgabe des Konzernabschlusses in der Generalnorm des § 297 Abs. 2 Satz 2, oder anders ausgedrückt darin, „unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln“. Entsprechend steht auch in Deutschland die Information externer Konzernabschlussadressaten5 im Vordergrund steht6.
Da der Konzern als wirtschaftliche Einheit keine eigene Rechtssubjektivität besitzt, können gegenüber dem Konzern und aus dem Konzernabschluss keinerlei Ansprüche abgeleitet werden. Sowohl für die Gläubiger als auch für die Anteilseigner kommen als Adressaten ihrer Ansprüche nur die rechtlich selbständigen einzelnen Konzernunternehmen in Betracht. Trotzdem bietet der Konzernabschluss wertvolle Informationen, da sowohl für Gläubiger als auch für potentielle und momentane Anteilseigner die Gesamtlage des Konzerns von ausschlaggebender Bedeutung ist7.
[...]
1 Vgl. Schmidt (2003), S. 138.
2 Vgl. Goebel (1996), S. 637.
3 Zu den Ausführungen dieses Absatzes vgl. Schmidt (2003), S. 138 – 140.
4 Zwangsläufig ist die Gründung von Joint Ventures häufig bei Investitionen im Ausland, wo oftmals eine Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern gefordert wird. Weitere Ausführungen dazu in: Endres (1987), S.373 – 375.
5 Zum Kreis potentieller Adressaten vgl. Küting / Weber et al. (2000).
6 Vgl. Schildbach et al. (1998), S. 15.
7 Vgl. Küting / Weber et al. (1999), S. 56f.
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