Die Rolle der Eltern bei der Lesesozialisation der Kinder close

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 15
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 100 KB
Archivnummer: V63909
ISBN (E-Book): 978-3-638-56843-2
ISBN (Buch): 978-3-638-81380-8

Zusammenfassung / Abstract

Welche Rolle spielt die Familie bei der Lesesozialisation der Kinder überhaupt? Wie beeinflusst die Familie, unbewusst und bewusst, das Leseverhalten der Kinder? Und was kann die Familie aktiv zur Leseerziehung und Leseförderung beitragen? Diese Fragen werfen sich als Erstes auf, wenn man sich mit dem Thema der Lesesozialisation der Kinder beschäftigt, und sollen nun in der folgenden Arbeit beantwortet werden. Zuerst wird der Begriff Lesesozialisation erklärt und danach wird auf die Rolle der Familie bei der Lesesozialisation eingegangen. Die Arbeit stützt sich dabei auf verschiedene Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben.

Textauszug (computergeneriert)

Pädagogische Hochschule Heidelberg
Deutsch Seminar: „Lesesozialisation, Mediennutzung und Textverstehen“
Sommersemester 2006, Semesterzahl: 4

Die Rolle der Eltern bei der Lesesozialisation der Kinder

von: Caroline Fallschessel

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Lesesozialisation 2

3. Einflussfaktoren innerhalb der Familie auf die Lesesozialisation der Kinder 3

3.1 Die Rolle des Elternhauses 3
3.2 Leseverhalten der Eltern als Lesevorbild 4

3.2.1 Auswirkungen auf Lesefrequenz, Lesedauer und Lesefreude 4
3.2.2 Auswirkungen auf die Leseinteressen der Kinder 5

3.3 Soziale und kommunikative Einbindung der Buchlektüre 6

4. Einfluss der sozialen Schicht und Bildung der Eltern 7

5. Leseerziehung und Leseförderung 8

5.1 Leseerziehung durch literarische Kommunikation 9
5.2 Leseerziehung durch Vorlesen 9
5.3 Leseerziehung durch unterschiedliche Stile und Methoden 10

5.3.1 Anregung und Ermahnung 10
5.3.2 Bremsen der Lesefreude und Lesezensur 11

6. Fazit und Ausblick 11

7. Literatur 13

 

 

 

1. Einleitung

Wie die Studie, über das Leseverhalten der Deutschen im neuen Jahrtausend, der „Stiftung Lesen“ zeigt, geht der positive Einfluss der Familie bei der Leseerziehung der Kinder zurück. Aus der Studie ist zu entnehmen, dass im Jahr 2000 nur noch bei jedem Vierten der 14- 19 Jährigen, zu Hause darauf geachtet wird, dass man gute Bücher liest. 1992 war dies noch bei fast jedem Zweiten der 14- 19 Jährigen der Fall. Außerdem geben nur noch 27% der Jugendlichen an, dass sie sich oft mit ihren Eltern über ein Buch unterhalten würden, im Gegensatz zum Jahr 1992, in dem es noch 38% waren (vgl. Stiftung Lesen/ Spiegel Verlag 2001).
Anhand dieser Zahlen, die sich seit dem Jahr 2000 sicherlich nochmals verändert haben, zeigt sich, dass, vor allem auf Seiten der Eltern, wieder mehr zur Förderung des Leseverhaltens der Kinder getan werden muss- und zwar von der frühen Kindheit an! Doch welche Rolle spielt die Familie bei der Lesesozialisation der Kinder überhaupt? Wie beeinflusst die Familie, unbewusst und bewusst, das Leseverhalten der Kinder? Und was kann die Familie aktiv zur Leseerziehung und Leseförderung beitragen? Diese Fragen werfen sich als Erstes auf, wenn man sich mit dem Thema der Lesesozialisation der Kinder beschäftigt, und sollen nun in der folgenden Arbeit beantwortet werden. Zuerst wird der Begriff Lesesozialisation erklärt und danach wird auf die Rolle der Familie bei der Lesesozialisation eingegangen. Die Arbeit stützt sich dabei auf verschiedene Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben.

2. Lesesozialisation

Unter dem Begriff Sozialisation versteht man einen Prozess, durch den der Einzelne, über die Beziehung zu seinen Mitmenschen, dauerhaft Verhaltensweisen erwirbt, die ihn dazu befähigen am sozialen Leben teilzuhaben und Mitglied der Gesellschaft zu werden. Es ist damit „die Entstehung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit [gemeint], [die] [sich] in Abhängigkeit von und in Auseinandersetzung mit der gesellschaftlich vermittelten, sozialen, kulturellen und dinglich- materiellen Umwelt [vollzieht]“ (Hurrelmann 1993: 71). Hierbei stehen das Individuum und die Umwelt in einer Wechselbeziehung; die Persönlichkeitsentwicklung stellt „einen konstruktiven, im Medium der zwischenmenschlichen Interaktion, sprachlichen Kommunikation und ständigen Interpretation der Wirklichkeit verlaufenden Prozess [dar], der auch die Aneignung gesellschaftlicher Sinnangebote über die kulturelle Alltagspraxis in unterschiedlichen Lebenswelten umgreift“ ( Hurrelmann 1993: 72). Lesesozialisation, als Bestandteil der Sozialisation, zielt darauf ab, das Interesse des Kindes am Medium Buch zu wecken, es zu befähigen die Notwendigkeit und Bedeutung des Lesens zu erkennen und ein, den Normen entsprechenden Umgang mit Büchern zu pflegen; Lesesozialisation kann auch als „ein Prozess der Aneignung und Vermittlung von Kompetenzen zur Textrezeption und –verarbeitung verstanden [werden]“ (Groeben et. al. 1999: 1, zit. nach Bucher 2004: 46).

Innerhalb der kindlichen Sozialisation stellt die Familie die wichtigste Vermittlungsinstanz für die Lesesozialisation dar. Die frühe Lesesozialisation durch das Elternhaus prägt die Lesefreude und die Leseinteressen der Kinder und wirkt sich stark auf deren späteres Leseverhalten aus.

3. Einflussfaktoren innerhalb der Familie auf die Lesesozialisation der Kinder

3.1 Die Rolle des Elternhauses

Elternhaus, Schule und Bibliotheken sind die drei Sozialisationsinstanzen, die für die Entwicklung von Lesefreude und das Entstehen einer stabilen Lesegewohnheit immer noch von Bedeutung sind (vgl. Harmgarth 1999: 29). Das Elternhaus ist aber nicht nur eine der wichtigsten Instanzen bei der Lesesozialisation der Kinder, sondern die Erste Instanz überhaupt; denn die Lesesozialisation der Kinder beginnt nicht erst mit dem Schuleintritt und dem Selbst- lesen- können, sondern schon lange vorher.

3.2 Leseverhalten der Eltern als Lesevorbild

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