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Subtitle: Betrachtung der Ereignisse in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Scholary Paper (Seminar), 2002, 18 Pages
Author: Nadine Bliedtner
Subject: History - Early and Ancient History
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Friedrich-Meinecke-Institut)
Tags: Erste, Kontakte, Karthago, Vertrag, Proseminar, Punischen, Kriege
Year: 2002
Pages: 18
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13976-2
ISBN (Book): 978-3-638-86433-6
File size: 197 KB
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Abstract
Römer und Karthager waren vor dem Ausbruch des 1. Punischen Krieges keine Feinde, sondern ganz im Gegenteil für 2 ½ Jahrhunderte durch eine Reihe von Verträgen miteinander verbunden . Gegenstand dieser Arbeit soll der erste dieser Karthagisch-römischen Verträge sein, der zwischen den Römern und ihren Bundesgenossen und den Karthagern und ihren Bundesgenossen geschlossen wurde . Zunächst sollen einige Bemerkungen zur Überlieferung des Vertrages gemacht werden, bevor das Problem der Vertragsdatierung angerissen und eine kurze Skizzierung der politischen Situation bei Vertragsabschluß vorgenommen werden wird. Nach dem Aufzählen der niedergeschriebenen Regelungen sollen diese Bestimmungen mit Hilfe von Forschungsbeiträgen interpretiert werden, um herauszufinden, aus welchem Grund sie in den Vertragstext aufgenommen wurden. Im zusammenfassenden Schlußkapitel soll außerdem ein Ausblick auf weitere Karthagisch-römische Verträge gegeben werden.
Excerpt (computer-generated)
Erste Kontakte zwischen Rom und Karthago -
Der 1. karthagisch-römische Vertrag (erste Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr.)
von Nadine Bliedtner
Inhalt
1. Einleitung 1
2. Vorbemerkungen 1
2.1 Zur Überlieferung des 1. Karthagisch-römischen Vertrags 1
2.2 Zur Datierung des 1. Karthagisch-römischen Vertrags 2
2.3 Zur politischen Situation bei Vertragsabschluß 3
3. Der 1. Karthagisch-römische Vertrag 4
3.1. Die Bestimmungen des Vertrages 4
3.2. Die Lokalisierung des "Schönen Vorgebirge" 5
3.3. Zur Interpretation des Vertrages 8
4. Zusammenfassung 13
5. Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
Römer und Karthager waren vor dem Ausbruch des 1. Punischen Krieges keine Feinde, sondern ganz im Gegenteil für 2 ½ Jahrhunderte durch eine Reihe von Verträgen miteinander verbunden .
Gegenstand dieser Arbeit soll der erste dieser Karthagisch-römischen Verträge sein, der zwischen den Römern und ihren Bundesgenossen und den Karthagern und ihren Bundesgenossen geschlossen wurde .
Zunächst sollen einige Bemerkungen zur Überlieferung des Vertrages gemacht werden, bevor das Problem der Vertragsdatierung angerissen und eine kurze Skizzierung der politischen Situation bei Vertragsabschluß vorgenommen werden wird. Nach dem Aufzählen der niedergeschriebenen Regelungen sollen diese Bestimmungen mit Hilfe von Forschungsbeiträgen interpretiert werden, um herauszufinden, aus welchem Grund sie in den Vertragstext aufgenommen wurden. Im zusammenfassenden Schlußkapitel soll außerdem ein Ausblick auf weitere Karthagisch-römische Verträge gegeben werden.
2. Vorbemerkungen
2.1. Zur Überlieferung des 1. Karthagisch-römischen Vertrages
Der 1. Karthagisch-römische Vertrag ist nicht in seiner ursprünglichen lateinischen Form, sondern nur in einer Übersetzung des griechischen Geschichtsschreibers Polybios überliefert worden . Der originale Text des Vertrages, der auf Erztafeln eingeschlagen war, die im Aerarium der römischen Ädilen aufbewahrt wurden , ist verloren gegangen .
Polybios gibt an, daß er den Vertragsinhalt so genau wie möglich zu übersetzen versucht hat, räumt aber gleichzeitig ein, daß sich die alte römische Vertragssprache sosehr von der seiner Zeit unterscheidet, daß sich dies oft schwierig gestaltete .
Wie glaubwürdig ist nun die Überlieferung durch Polybios?
Diese Frage soll mit einer kurzen Ausführung zum Leben des Polybios und seiner Arbeit als Geschichtsschreiber beantwortet werden.
Vor 199 v. Chr. geboren, wurde Polybios nach dem 3. Makedonischen Krieg (171-168 v. Chr.) als Geisel nach Italien gebracht und erst 150 v. Chr. wieder freigelassen. In Italien wohnte er dem 3. Punischen Krieg als Augenzeuge bei .
Polybios Hauptwerk ist eine Geschichte Roms in 40 Büchern, die die Zeit von 220 bis 144 v. Chr. umfaßt. Etwa ein Drittel dieses Werkes ist noch erhalten .
Polybios verpflichtete sich beim Schreiben zur Wahrheit und verurteilte vorsätzliche Verfälschungen; jedoch sprach er sich nicht von Irrtümern frei. Seine Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit wird hoch angesetzt, und die Forschung wirft ihm kaum absichtliche Verfälschung vor. Es ist zudem erstaunlich, daß Polybios trotz seiner persönlichen Betroffenheit zu seinen Gegnern und Gönnern sowie zur römischen Politik und ihrem Wandel eine nüchterne Distanz beibehielt .
Polybios verstarb um 120 v. Chr. .
Aus diesen Bemerkungen läßt sich wohl schlußfolgern, daß der Vertrag, der hier im Mittelpunkt stehen soll, durch Polybios verläßlich überliefert wurde.
2.2. Zur Datierung des 1. Karthagisch-römischen Vertrages
Seit Mommsen sind unzählige Versuche unternommen worden, die Probleme im Bezug auf eine genaue Datierung des 1. Karthagisch-römischen Vertrages zu lösen. Viele Gelehrte folgten dabei dem Beispiel Mommsens, die Datierung des Vertrages in das erste Jahr der römischen Republik 508/507 v. Chr., so wie es Polybios angibt, abzulehnen und ihn statt dessen in die erste Hälfte des 5. Jh. v. Chr. zu setzen .
[...]
Comments
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09.09.2007 22:39:55
Interessante Arbeit. (nicht wirklich!) Wie kommt man dazu - auch in einem Proseminar - nur den ersten Vertrag zu bearbeiten, ohne den zweiten zu berücksichtigen, zumal beide von Polybios überliefert sind. Die zentralen Fragestellungen der Forschung nach Datierbarkeit und geografische Lage des "Schönen Vorgebirges" bleiben dann doch auf der Strecke. Und wieso benutzt die Autorin ständig indirekte Rede, wo Quellenzitate angebracht wären. Kauft euch lieber ein vernünftiges Buch!