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Autor: Michael Kirchner
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Tags: Standortstrategien, Unternehmen, Hauptseminar
Jahr: 2005
Seiten: 22
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 189 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56913-2
ISBN (Buch): 978-3-638-90315-8
Zusammenfassung / Abstract
Problemstellung Betrachtet man die Strategien von deutschen Unternehmen, insbesondere im Fokus fortschreitender Internationalisierung und dem damit verbundenen enorm gestiegenem Wettbewerbs- und Effizienzdruck, so werden Standortstrategien zu einem immer bedeutenderem Bestandteil einer in sich stimmigen Gesamtstrategie. In den letzten Jahren gewannen in erster Linie internationale Standortstrategien an Gewicht, um mögliche Kostensenkungspotentiale zu realisieren und neue Absatzmärkte erschließen zu können. Daher stellt sich die Frage, welche Alternativen besitzt eine Unternehmung im Hinblick der Internationalisierung von Strategie und Standort. Gerade in den hoch entwickelten Ländern stehen lokale Standortbedingungen den sehr hohen Standortanforderungen der Betriebe gegenüber, welche im Zuge der Globalisierung einhergehend mit geöffneten Kapital- und Absatzmärkten eine Vielzahl an potentiellen Standorten ihr Eigen nennen können. Da sich insbesondere in Deutschland die Standortdiskussion, gerade durch Rationalisierungen, insbesondere im Personalwesen, schon weit bis in die 90er Jahre zurück verfolgen lässt gilt ein Hauptaugenmerk den Möglichkeiten einer globalen Geschäftstätigkeit für deutsche Unternehmen und welche Auswirkungen diese den Strukturwandel vehement vorantreibenden Aktivitäten für den Binnenmarkt, sowie dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit implizieren. Ziel und Gang der Arbeit Aufgezeigt werden im Rahmen dieser Arbeit Arten internationaler Standortstrategien und welche Bedeutung ihnen von deutschen Unternehmen beigemessen wird, beziehungsweise wie sich diese auf die innerdeutsche Wirtschaft auswirken. Es sollen zunächst die relevanten Entscheidungsgrundlagen für eine Standortwahl herausgearbeitet werden, abgeleitet von der Strategie des Unternehmens, bevor die einzelnen Standortstrategien und deren Systematisierungen in der Theorie näher betrachtet werden. Nachfolgend werden die Standortbedingungen am Standort Deutschland dargestellt, anhand derer eine Analyse der Internationalisierungsstrategien heimischer Unternehmungen erfolgt, bevor explizit auf deren Auswirkungen im Inland eingegangen wird.
Textauszug (computergeneriert)
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Betriebswirtschaftliches Institut, Hauptseminar
Wintersemester 2004/2005, 7. Studiensemester
Standortstrategien deutscher Unternehmen
von: Michael Kirchner
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
1.1. Problemstellung 3
1.2. Ziel und Gang der Arbeit 3
2. Begriffsdefinitionen 2
2.1. Der Standort 2
2.2. Standortstrategie 3
2.3. Standortstrategie 3
2.4. Standortfaktor 3
3. Ableitung der Standortstrategien aus der Unternehmensstrategie 4
3.1. Erfolgskritische Standortfaktoren 4
3.1.1. Entstehung der Standortfaktorenehre 4
3.1.2. Weiterentwicklungen der Standortfaktorentheorie 6
3.2. Feinsteuerung der Standortstrategien 7
3.3. Internationale Standortstrategien 7
3.3.1. Marktorientierte Standortstrategien 9
3.3.1.1. Globalstrategie 9
3.3.1.1.1. Einfache Globalstrategie 9
3.3.1.1.2. Globale Rationalisierung 10
3.3.1.2. Multinationale Strategie 10
3.3.1.2.1. Ethnozentrische Strategie 11
3.3.1.2.2. Blockiert globale Strategie 11
3.4. Kostenorientierte Standortstrategien 11
4. Deutsche Unternehmen im Fokus der Internationalisierung 12
4.1. Standortbedingungen in Deutschland 12
4.2. Anwendung internationaler Standortstrategien 13
4.2.1. Beweggründe einer Internationalisierung 14
4.2.2. Länderauswahl und Wettbewerbsstrategie 14
4.3. Auswirkungen auf den Standort Deutschland 15
5. Zusammenfassung 17
LITERATURVERZEICHNIS II
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
Betrachtet man die Strategien von deutschen Unternehmen, insbesondere im Fokus fortschreitender Internationalisierung und dem damit verbundenen enorm gestiegenem Wettbewerbs- und Effizienzdruck, so werden Standortstrategien zu einem immer bedeutenderem Bestandteil einer in sich stimmigen Gesamtstrategie. In den letzten Jahren gewannen in erster Linie internationale Standortstrategien an Gewicht, um mögliche Kostensenkungspotentiale zu realisieren und neue Absatzmärkte erschließen zu können. Daher stellt sich die Frage, welche Alternativen besitzt eine Unternehmung im Hinblick der Internationalisierung von Strategie und Standort. Gerade in den hoch entwickelten Ländern stehen lokale Standortbedingungen den sehr hohen Standortanforderungen der Betriebe gegenüber, welche im Zuge der Globalisierung einhergehend mit geöffneten Kapital- und Absatzmärkten eine Vielzahl an potentiellen Standorten ihr Eigen nennen können. Da sich insbesondere in Deutschland die Standortdiskussion, gerade durch Rationalisierungen, insbesondere im Personalwesen, schon weit bis in die 90er Jahre zurück verfolgen lässt gilt ein Hauptaugenmerk den Möglichkeiten einer globalen Geschäftstätigkeit für deutsche Unternehmen und welche Auswirkungen diese den Strukturwandel vehement vorantreibenden Aktivitäten für den Binnenmarkt, sowie dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit implizieren.
1.2. Ziel und Gang der Arbeit
Aufgezeigt werden im Rahmen dieser Arbeit Arten internationaler Standortstrategien und welche Bedeutung ihnen von deutschen Unternehmen beigemessen wird, beziehungsweise wie sich diese auf die innerdeutsche Wirtschaft auswirken. Es sollen zunächst die relevanten Entscheidungsgrundlagen für eine Standortwahl herausgearbeitet werden, abgeleitet von der Strategie des Unternehmens, bevor die einzelnen Standortstrategien und deren Systematisierungen in der Theorie näher betrachtet werden. Nachfolgend werden die Standortbedingungen am Standort Deutschland dargestellt, anhand derer eine Analyse der Internationalisierungsstrategien heimischer Unternehmungen erfolgt, bevor explizit auf deren Auswirkungen im Inland eingegangen wird.
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Der Standort
Als Standort bezeichnet man allgemein „den geographischen Ort betrieblicher Leistungserstellung“1, welche sämtliche Funktionsbereiche einer Unternehmung umfasst. Diese wiederum bestehen aus Forschung- und Entwicklung, Produktion, dem Vertrieb oder dem finanzwirtschaftlichen Bereich2. Um als Standort zu gelten, müssen an einem geographischen Ort jedoch nicht alle Unternehmensfunktionen ausgeführt werden. Es genügt, wenn an einem Standort eine einzige Funktion lokalisiert ist, beispielsweise Vertriebsstandorte oder Produktionsstandorte3 und diese Funktionen hauptsächlich von diesem Teil der Erdoberfläche ausgeführt werden4. Eine noch exaktere Umschreibung publiziert Hansmann, der im Standort „den geographischen Ort sieht, an dem der Industriebetrieb Güter erstellt oder verwertet“5. Die Unerlässlichkeit der Bestimmung dieser stationären Einflussgrößen wird im Zusammenhang mit dem Begriff Standort ebenfalls deutlich, denn als Platz gewerblicher Niederlassung ist er abhängig von Standortfaktoren, die Kosten und erzielbare Umsätze bestimmen6.Um den gewinnmaximalen Standort, der optimale Kostenstruktur und Absatzpreise ermöglicht, zu finden, sollte nach einem rationalen Standort gesucht werden, der ohne Einwirkung von Emotion und Tradition ermittelt wird7.
2.2 Standortstrategie
Die Wahl eines optimalen Standorts muss in die Strategie eines Unternehmens eingebettet werden. Ursprünglich stammt der Ausdruck Strategie aus dem militärischen Bereich und bezieht sich auf das griechische „Strategos“, im byzantinischen Reich der Führer eines Heeres. Übersetzen kann man diesen ehrfürchtigen Titel im weitesten Sinne mit der „Kunst der Kriegsführung“8. Bedeutend für die Wirtschaftswissenschaften wurde dieser Begriff durch die ökonomische Spieltheorie, in der man die Strategie in Analogie zur altgriechischen Kriegsführung als eine Aneinanderreihung von Spielzügen bezeichnet. Im Unternehmen stellt sie somit einen hochaggregierten, langfristig ausgelegten Unternehmensgesamtplan dar, der, im Bereich externer und interner Möglichkeiten, einen Handlungsrahmen vorgibt, um sämtliche Ziele einer Firma bestmöglichst realisieren zu können. Die Zielsetzungen einer Unternehmung ergeben sich aus den Ansprüchen verschiedener Interessensgruppen, den so genannten Stakeholdern. Diese bestehen z.B. aus Lieferanten, Kunden, Arbeitnehmern oder Eigenkapitalgebern. Letztere, im angelsächsischen als Shareholder bezeichnet, gelten mit ihren Ertragszielen als Hauptanspruchsgruppe. Daher impliziert eine stimmige Unternehmensstrategie auch eine entsprechende Standortstrategie. Diese geht aus den drei Grundbestandteilen der Standortpolitik hervor, welche sämtliche Überlegungen zur richtigen Standortwahl, Standortkorrektur oder Standortverlagerung umfasst, sowie das daraus resultierende Handeln vorgibt9. Die Standortstrategie, als eine Hauptkomponente der Standortpolitik beinhaltet strategische Vorgänge, durch welche einer bestehenden Standortstruktur eine langfristige, räumliche Veränderung zugefügt wird.10 Diese Abänderung ist nur mittels genauester Analyse der Standortbedingungen und -faktoren sinnvoll zu realisieren.
2.4. Standortfaktor
[...]
1 Behrens, zitiert in Goette (Standortpolitik 1993), S.34.
2 Vgl. Gutenberg, zitiert in Goette (Standortpolitik 1993), S.34
3 Vgl. Lüder/Küpper, zitiert in Goette (Standortpolitik 1993), S.34.
4 Vgl. Herbertz (Standortentscheidungsprozesse 2002), S. 30.
5 Vgl. Hansmann (Industrielles Management 2001), S. 103.
6 Vgl. Müller u.a. (Standortstrategie 1997), S.4.
7 Vgl. Behrens (Standortbestimmungslehre 1961), S. 46 und S.78.
8 Vgl. o.V. (Fact-Index 2004).
9 Vgl. Goette (Standortpolitik 1993), S. 42f.
10 Vgl. Herbertz (Standortentscheidungsprozesse 2002), S. 69.
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