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Sozialisation in der Peer-Group I: Zur Sozialisatorischen Bedeutung der Peer-Group

Hausarbeit, 2006, 17 Seiten
Autor: Britta Kempers
Fach: Soziologie - Kinder und Jugend

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 17
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V64110
ISBN (E-Book): 978-3-638-57002-2

Dateigröße: 162 KB


Textauszug (computergeneriert)

Universität Duisburg – Essen
Fakultät 1
Integrierter Studiengang Sozialwissenschaften

Sozialisation in der Peer-Group I: Zur Sozialisatorischen Bedeutung der Peer-Group

Britta Kempers

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 2

2. Definition: Englisch – peer group ... 4

3. Funktionen von Peer-Groups ... 5

4. Auswahl der Peer-Group ... 7

5. Definition Subkultur ... 9

5.1Subkulturelle Gruppen ... 9

6. Geschlechterverhältnisse in Jugendkulturellen Räumen ... 12

7. Zusammenfassung ... 15

8. Literaturverzeichnis ... 16

 

 

1. Einleitung

In meiner Hausarbeit befasse ich mich mit der Frage, inwiefern eine Peer-Group Einfluß auf die Sozialisation1 von Jugendlichen ausübt und in welcher Hinsicht die Familie dabei eine Rolle spielt.

Hier fließen natürlich mehrere Faktoren mit ein. Aus welchem sozialen Hintergrund kommt der Jugendliche? Wie finden sich Gruppen Gleichaltriger zusammen und welche Umgangsformen pflegen sie? Ebenso stellt sich die Frage, wie dort die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern aussieht.

Zu Beginn meiner Arbeit wähle ich bewusst eine lange Definition, da diese meiner Meinung nach viele Teilaspekte und Probleme, die mit dem Begriff Peer-Group zusammenhängen kurz anreißt und einen ersten Überblick über das Thema verschafft.

Über diese Definition gelange ich dann zu der Frage, wie funktionieren Peer-Groups und welche Bedeutung haben sie für den Jugendlichen? Hier beleuchte ich Aspekte der Motivation aus der Jugendliche sich einer Gruppe anschließen, und ebenso ihr Verhalten untereinander sowie den Entwicklungsaspekt, der solch einer Gruppe in Bezug auf den einzelnen Jugendlichen zugesprochen wird.

Hierbei kommt nun die Frage auf, welche Arten von Jugendgruppen existieren und wie sich der familiäre Hintergrund und das soziale Umfeld auf die Wahl der Jugendgruppe auswirken. Für die Auswahl der Peer-Group spielen diese eine entscheidende Rolle, denn es ist wahrscheinlich, daß die Peer-Group im gleichen sozialen Milieu gesucht wird, in dem der Jugendliche aufgewachsen ist.

In dem Abschnitt „Subkulturelle Gruppen“ definiere ich zunächst den Begriff der Subkultur. Dann spezialisiere ich mich auf das Beispiel abweichender Gruppen, sowie die möglichen Hintergründe, die zu solch einer Abweichung von der Norm führen können. Die Hauptproblematik dieses Teilthemas ist die Frage nach dem Grund und den Ursachen des Gegenwirkens gegen die gesellschaftliche Norm. Wieso geraten Jugendliche in Straßencliquen o.ä., und auf welchem Hintergrund basieren solche Zugehörigkeiten?

Da ich bis jetzt erläutert habe, welche Formen und Arten von Gruppen es gibt und welche Umgangsformen sie pflegen interessiert es mich, ob diese sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Mitgliedern gleich sind. Deshalb widme ich meinen nächsten Teilabschnitt den Geschlechterverhältnissen in Jugendkulturellen Räumen und beleuchte die Unterschiede, die beide Geschlechter innerhalb der Gruppe ausmachen. Von Belang sind hier die Hirarchie, die innerhalb von Jugendgruppen unter den Geschlechtern herrscht, sowie die unterschiedlichen Motivationen, aus denen heraus weibliche und männliche Adoleszente sich einer Peer-Group anschließen.


2. Definition: Englisch – peer group

„Mit dem Begriff Peer Group bezeichnet man eine Gruppe von gleichaltrigen Jugendlichen. Der Begriff wurde in der US-amerikanischen Soziologie entwickelt. Die Forschungsarbeiten der Soziologie, Sozialpsychologie und Psychologie zur Peer Group basieren darauf, dass Jugendliche ein sehr starkes Interesse an Gruppen von Gleichaltrigen haben. Einige Forscher schätzen den Einfluss der Gruppe der Gleichaltrigen für Jugendliche größer ein als die Beeinflussung durch die Eltern (Familie). Aus der Sicht der Entwicklungspsychologie leitet die Zugehörigkeit einer zu einer Peer Group den Ablösungsprozess vom Elternhaus ein (Sozialisation). Die Ablösung geht jedoch oftmals mit der Übernahme von gruppenspezifischen Normen und Regeln der Peer Group einher, die subkulturelle Eigenschaften (Subkultur) aufweisen. Die psychoanalytische Sicht ergänzt, dass die Peer Group für die Entwicklung der Ich-Identität bei Jugendlichen sehr wesentlich ist.

Nach dem aktuellen Kenntnisstand orientieren sich die meisten Jugendlichen an ihren Eltern und an ihrer Peer Group. Der elterliche Einfluss dominiert zum Beispiel in den Lebensbereichen Religiosität, Zukunftsplanung, Schule und Berufsausbildung. Die Peer Group ist für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensstil, dem Umgang mit Drogen (Drogenabhängigkeit), Musikvorlieben, Mode und Freizeitgestaltung wichtig.

Für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen ist die Kenntnis von der Existenz und dem Einfluss der Peer Group in vielen Fällen der Jugendarbeit von Bedeutung. Von dort können aktuelle Problemlagen der Klienten ausgehen, sie kann aber auch zur Lösung aktueller Schwierigkeiten einen wesentlichen Beitrag leisten (abweichendes Verhalten).“ 2

 

[...]


1 Sozialisation meint den Prozeß der Entstehung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit in Abhängigkeit von und in Auseinandersetzung mit den sozialen und den dinglich-materiellen Lebensbedingungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt der historischen Entwicklung einer Gesellschaft existieren. (Hurrelmann)
2 Quelle: www.singn-lang.uni-hamburg.de


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