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Studienarbeit, 2005, 48 Seiten
Autor: Julia Kipper
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Tags: Analyse, Beispiel, Fundación, Otway, Chile
Jahr: 2005
Seiten: 48
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 67 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-57029-9
Dateigröße: 704 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Analyse des Ökotourismus
am Beispiel der Fundación Otway, Chile
von: Julia Kipper
1. Inhaltsverzeichnis
2. Einführung 5
2.1 Motivation und Ziel der Arbeit 5
2.2 Aufbau der Arbeit 5
3. Chile 6
3.1 Politische Entwicklung 6
3.2 Bevölkerungsstruktur 6
3.3 Klima und Geographie 7
3.4 Tourismuspolitik 8
4. Ökotourismus 13
4.1 Begriffsdefinition und Differenzierung zu verwandten Begriffen 13
4.1.1 Begriffsdefinition 13
4.1.2 Sanfter Tourismus 15
4.1.3 Nachhaltigkeit 16
4.2 Gründe für die Entstehung des Ökotourismus 18
4.3 Nachfrageanalyse: „Der Ökotourist“ 19
4.3.1 Umweltbewusstsein und Umweltverhalten 19
4.3.2 Eigenschaften und Motivationen der Nachfrager im Ökotourismus 20
4.4 Angebotsanalyse: Der deutsche Veranstaltermarkt für Ökotourismus in Chile 21
4.5 Mögliche negative Effekte des Ökotourismus 23
5. Ökotourismus in Chile am Beispiel der Fundación Otway 24
5.1 Die Stiftung 24
5.1.1 Entstehung und Entwicklung 24
5.1.2 Struktur 24
5.2 Die Projekte 25
5.2.1 Pinguinkolonie in Punta Arenas 25
5.2.2 Pinguinkolonie auf Chiloé 27
5.2.2.1 Allgemeine Informationen Chiloé 27
5.2.2.2 Touristisches Potenzial: Natürliches und abgeleitetes Angebot 28
5.2.2.3 Die Pinguinschutzstation in Puñihuil, Chiloé 30
5.3 Überprüfung des Angebots Punihuil auf Kriterien des Ökotourismus 31
6. Fazit 33
ANHANG 35
Anhang III: Info-Broschüre der Fundación Otway 39
Anhang IV: Stellenausschreibung der Fundación Otway 41
Literaturverzeichnis 46
2. Einführung
2.1 Motivation und Ziel der Arbeit
Der Ökotourismus hat in Deutschland einen Marktanteil von ca. ein bis fünf Prozent1 und zählt somit zu den Nischenmärkten im Tourismus. Doch wie erklärt sich dann die inflationäre und zum Teil missbräuchliche Verwendung dieses Begriffes als werbewirksames, verkaufsförderndes Schlagwort, und wie kann der Missbrauch dieses Begriffes verhindert werden? Unter anderem diese Fragen motivierte die Verfasserin, sich näher mit dem Begriff des Ökotourismus, seiner Umsetzung im touristischen Angebot und den Zukunftschancen dieser Reiseform auseinanderzusetzen. Die Beantwortung der genannten Fragestellungen anhand einer Analyse des Ökotourismus ist das Ziel dieser Arbeit. Weiterhin lernte die Verfasserin im Rahmen ihres Praxissemesters bei einem Reiseveranstalter in Chile Einrichtungen kennen, die Ökotourismus anbieten und wird so die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema anhand eines Beispiels von Ökotourismus in Lateinamerika veranschaulichen.
2.2 Aufbau der Arbeit
In Teil 2 wird zunächst ein Überblick über alle für diese Arbeit relevanten Fakten Chiles gegeben und besonders die Tourismus- und Umweltpolitik näher betrachtet, um zu untersuchen, welche Chancen der Ökotourismus in Chile hat. Teil 3 beschäftigt sich mit der Analyse des Ökotourismus. Hierzu muss der vielseitig benutzte Begriff des Ökotourismus zuerst definiert und von verwandten Begriffen abgegrenzt werden, um eine wissenschaftliche Grundlage für die Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet zu haben. In Kapitel 3.4 wird anhand ausgewählter Best-practice-Beispiele der deutsche Veranstaltermarkt für Ökotourismus in Chile vorgestellt. Auch mögliche negative Effekte des Ökotourismus müssen diskutiert werden, um die vollständige Auseinandersetzung mit dem Thema zu gewährleisten. In Teil 4 wird schließlich anhand des Fallbeispiels der Fundación Otway der Ökotourismus in Chile beschrieben und analysiert.
3. Chile
3.1 Politische Entwicklung
In Chile existiert eine junge und dennoch stabile Demokratie, der Andenstaat ist eines der wirtschaftlich und politisch stabilsten Länder Südamerikas. Dies zeigt sich unter anderem an der stabilen Wachstumsrate (5,9 Prozent) sowie an der niedrigen Inflationsrate (2,4 Prozent).2 Der aktuelle Präsident ist seit dem 11. März 2000 der Christdemokrat Ricardo Lagos Escobar. Seine Mitte-Links-Regierung setzt sich aus Sozialisten und Christdemokraten zusammen. Die Opposition bildet eine Allianz aus rechtsgerichteten Parteien.3 Seit dem Tod des früheren sozialistischen Präsidenten Salvador Allende beim Militärputsch am 11. September 1973 regierte der General Augusto Pinochet das Land in Form einer Diktatur bis zum Dezember 1989. Die Frage in einem Plebiszit, ob Pinochet der einzige Kandidat für die kommenden Wahlen sein soll, beantwortete die Mehrheit der chilenischen Regierung mit „Nein“.4 Pinochet verlor die Wahl, bleibt aber Militärchef und Senator auf Lebenszeit.5 Neuer Präsident wurde der Christdemokrat Patricio Aylwin. 1994 löste ihn der Christdemokrat Eduardo Frei, Vorgänger von Ricardo Lagos, an der Regierungsspitze ab, denn die chilenische Verfassung untersagt eine unmittelbare zweite Amtszeit des amtierenden Präsidenten.6
3.2 Bevölkerungsstruktur
In Chile leben 15,8 Millionen Menschen. Bemerkenswert ist, dass von den 15,8 Mio. Einwohnern 86,8 Prozent in Städten leben. Allein rund 5 Mio. Menschen wohnen in der Hauptstadt Santiago. Das BIP pro Kopf beträgt 5.693 USD (zum Vergleich: das BIP pro Kopf in Deutschland beträgt 26.400 Euro7). Es ist nicht zu leugnen, dass es immer noch Armut in Chile gibt. Knapp 3 Millionen Menschen in Chile leben in Armut, 728.400 sogar in extremer Armut. Dennoch ist die Entwicklung als positiv zu betrachten, denn die Armut geht kontinuierlich zurück. Die extreme Armut ist von 1987 bis 2003 um über 10 Prozent von 17,4 auf 4,7 Prozent gesunken, die Armut von 39 auf 18,8 Prozent.8 Sie liegt damit sehr deutlich unter dem lateinamerikanischen Durchschnitt von 43 Prozent.9 Der demographische Wandel vollzieht sich in Chile nicht so schnell wie in Deutschland. Die Geburtenrate sinkt zwar kontinuierlich, ist jedoch mit 2,13 Kindern pro Frau noch höher als in allen europäischen Industrienationen.10 Die Anzahl der Menschen über 65 Jahren in der chilenischen Bevölkerung liegt mit 7,36 Prozent deutlich niedriger als in Deutschland (16,61 Prozent).11
3.3 Klima und Geographie
Chile erstreckt sich als ein langer, schmaler Streifen Land entlang der Westküste Südamerikas. Im Norden grenzt es an Peru, im Nordosten an Bolivien (welches seinen Küstenzugang im Salpeterkrieg 1883 an Chile verlor), im Osten an Argentinien und im Westen an den Pazifischen Ozean. Mit einer Länge von 4.300 km (inklusive dem chilenischen Teil der Antarktis sind es 8.000 km) und einer durchschnittlichen Breite von nur 188 km erstreckt Chile sich zwischen dem 17° und 56° Längengrad Süd und dem 60° bis 75° Breitengrad West.12 Geographisch wird das Land in 5 Landschaftsräume geteilt: Der Große Norden, der Kleine Norden, die Zentralzone, der Kleine Süden einschließlich der Insel Chiloé und der Große Süden. Der Große Norden beherbergt mit der Atacama-Wüste die trockenste Wüste der Welt. Im Jahr fallen bei einer Durchschnittstemperatur von 19 Grad nur 0,7 mm Niederschlag.13 Im Kleinen Norden schließt sich eine Steppenlandschaft an. Die Zentralzone rund um die Hauptstadt Santiago hat bereits ein angenehmeres Klima mit Temperaturen zwischen 11 Grad im Juli und 28 Grad im Januar.14
Der Kleine Süden ist eine regenreiche, gemäßigte Zone mit ausgedehnten Wald- und Weideflächen. Der durchschnittliche Niederschlag kann hier bis knapp 2.500 mm betragen.15 Sehr rau kann das Klima im Großen Süden, besonders in Patagonien werden. In den waldreichen Insel- und Fjordgebieten, aber vor allem in den patagonischen Steppen gibt es viel Niederschlag und Windstärken um 10 sind häufig.16 Aufgrund seiner ungewöhnlichen Länge findet sich in Chile eine Vielzahl von Klimazonen, auf die hier nur kurz eingegangen werden soll. Grob kann man eine Einteilung in drei Klimazonen vornehmen: trockenkaltes Wüstenklima im Norden, subtropisches bis mediterranes Klima mit einer Regenzeit im Winter in Mittelchile sowie maritimes, ganzjährig niederschlagsreiches Klima im Süden des Landes.17 Generell unterscheidet sich das niederschlagsreiche, vom Humboldtstrom beeinflusste Klima an der Küste und auf den Inseln vom trockeneren, durch die Lage im Windschatten der Anden beeinflussten Klima im Landesinneren, auch die unterschiedlichen Höhen spielen eine Rolle im Bezug auf das Klima und die Temperaturen.
3.4 Tourismuspolitik
[...]
1 Vgl. http://www.bmu.de/tourismus_sport/doc/print/2192.php, Stand: 25.08.2005;http://www.dialog.inwent.org/de/rub_20020306182708/artikel_20020805161030.html?print=1, Stand: 25.08.2005.
2 Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=24&land_id=31, Stand: 25.08.2005.
3 Vgl. Schmidt di Simoni, I., Chile, 1999, S. 47.
4 Vgl. Wessel, G., Chile, 2000, S. 161.
5 Vgl. Schmidt di Simoni, I., Chile, 1999, S. 45.
6 Vgl. http://www.inwent.org/v-ez/lis/chile/seite2.htm, Stand: 25.08.2005.
7 Vgl. http://www.deutschland.de/aufeinenblick/uebersicht.php?lang=1, Stand: 25.8.2005.
8 Vgl. http://www.condor.cl/brecha_pobreza.html, Stand: 25.8.2005.
9 Vgl. http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/415.html, Stand: 25.08.2005.
10 Vgl. http://www.ipicture.de/daten/demographie_chile.html; http://www.ipicture.de/daten/demographie_deutschland.html, Stand: 25.08.2005.
11 Vgl. ebda., Stand: 25.08.2005.
12 Vgl. Schmidt di Simoni, I., Chile, 1999, S. 16ff.
13 Vgl. ebda., S. 27.
14 Vgl. http://reiseinformationen.carpe.de/reiseinformationen-chile.php#amerika_Chile4, Stand: 25.8.2005.
15 Vgl. Schmidt di Simoni, I., Chile, 1999, S. 27.
16 Vgl. Wessel, G., Chile, 2000, S. 131.
17 Vgl. Westermann (Hrsg.), Weltatlas, 1996, S. 220 ff.
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