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Das Genus der Italianismen im Deutschen unter besonderer Berücksichtigung des lexikalischen Einflusses des Italienischen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 25 Pages
Author: Hagen Augustin
Subject: German Studies - Linguistics

Details

Event: Fremdwörter im Deutschen
Institution/College: University of Mannheim (Seminar für deutsche Philologie)
Tags: Italianismen, Fremdwort, Lehnwort, Genus
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2001
Pages: 25
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V6416
ISBN (E-book): 978-3-638-13985-4

File size: 245 KB
Notes :
Die Arbeit behandelt die Komplexe Fremd- und Lehnwörter und deren Genus in sowohl diachroner als auch synchroner Perspektive am Beispiel der Italianismen im Deutschen.201 KB



Excerpt (computer-generated)

Das Genus der Italianismen im Deutschen unter besonderer Berücksichtigung
des lexikalischen Einflusses des Italienischen

von Hagen Karl Augustin


Inhalt

1. Einleitung

1.1 Thema 3
1.2 Forschungsstand 3

2. Der lexikalische Einfluss der italienischen Sprache auf das Deutsche

2.1 Sprachgeographie 4

2.2 Deutsch-italienischer Sprachkontakt
2.2.1 Historischer Abriss 4
2.2.2 Mundartliche und hochsprachliche Entlehnungen 5
2.2.3 Sachgebiete 6

2.3 Zur Problematik der Vermittlersprachen
2.3.1 Gallizismen 8
2.3.2 Italienisch als Vermittlersprache von Arabismen 9

3. Das Genus der Italianismen im Deutschen

3.1 Das deutsche und italienische Genussystem im Vergleich 11
3.1.1 Numerus 11
3.1.2 Artikel 12

3.2 Genuszuordnung beim Entlehnungsprozess
3.2.1 Allgemeine Betrachtungen 12
3.2.2 Kriterien für die Genuszuweisung 13
3.2.3 Varietätenlinguistische Aspekte und außersprachliche Faktoren 15
3.2.3.1 Diachrone Aspekte 15
3.2.3.2 Diamesische und diaphasische Aspekte 16
3.2.3.3 Diastratische Aspekte 16

3.3 Genusschwankungen 17

4. Bibliographie 22

Anhang 24

 

1. Einleitung

1.1 Thema

Gegenstand der Hausarbeit sind die in der deutschen Sprache vorkommenden nominalen Italianismen. Unter Italianismen sollen alle aus dem Italienischen und seiner Varietäten stammenden Fremd- und Lehnwörter verstanden werden.
Im lexikologischen Teil der Arbeit soll der Untersuchungsgegenstand exemplarisch näher bestimmt werden: im Kapitel 2 "Der lexikalische Einfluss der italienischen Sprache auf das Deutsche" werden eine Reihe von Italianismen vorgestellt. Schwerpunkte sind ihre geographische und kulturgeschichtliche Herkunft als Ergebnis deutsch-italienischen Sprachkontaktes unter lexikalischen Gesichtspunkten und die oft komplizierten Entlehnungswege über Vermittlersprachen. Das Kapitel 3 "Das Genus der Italianismen im Deutschen" befasst sich mit dem Aspekt der Genuszuordnung beim Integrationsprozess der Transferenzen. Die Genussysteme der beiden Sprachen sollen kurz vorgestellt werden und der Vorgang der Genuszuordnung in seinen sprachlichen und außersprachlichen Dimensionen analysiert werden. Im Anschluss soll den Formen mit schwankendem Genus besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, da hier bestimmte sprachwissenschaftliche Prinzipien besonders deutlich in ihrer Wirkungsweise erkennbar werden.
Die Hausarbeit kann in ihrem Rahmen keine vollständige systematische Untersuchung der Italianismen liefern, die Teilbereiche Lexik und Genus sollen exemplarisch abgehandelt werden.

1.2 Forschungsstand

Grundlage der Arbeit ist die einzige (mir bekannte) Monographie zum Thema Italianismen, die in der neüren Forschungsliteratur vertreten ist: "Italianismen im Gegenwartsdeutschen" von Frederike Schmöe ist ein 1998 in Bamberg erschienener 550 Seiten starker Band, der als Dissertation an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg angenommen wurde. Die hervorragende Arbeit behandelt alle sprachwissenschaftlichen Aspekte der Italianismen und ist die derzeit aktuellste und vollständigste Abhandlung des Themas.
Zu den einzelnen Teilbereichen der Hausarbeit wurden zahlreiche Aufsätze herangezogen, die, von den neueren Arbeiten zur Sprachgeschichte (von Polenz) abgesehen, für den Bereich der Lexik eher älteren Datums sind, da die Italianismen als eigenständiges Thema bis zum Vorstoß von F. Schmöe kaum Beachtung fand. Für den Bereich der Genusforschung, speziell der Genuszuordnung, liegen einige grundlegende Arbeiten in Form von Aufsätzen aus den 80er Jahren vor, die sich im Wesentlichen an den Anglizismen orientieren (Köpcke/Zubin, Carstensen, Gregor), begleitet von einer lebhaften Diskussion zur Problematik Genus-Sexus (Kalverkämper, Ulrich).

2. Der lexikalische Einfluss der italienischen Sprache auf das Deutsche

2.1 Sprachgeographie

Den deutschen und den italienischen Sprachraum trennt seit jeher, vereinfacht gesprochen, die natürliche Barriere der Alpen. Im unmittelbaren Kontaktgebiet herrscht und herrschte oft regionale Zweisprachigkeit (Tessin, Graubünden, Südtirol, Trentino, Friaul, Pustertal) und es gibt noch heute zahlreiche Enklaven von Sprachminderheiten im jeweils anderen Sprachgebiet. Das dem Italienischen nahverwandte Rätoromanische befindet sich ebenfalls im unmittelbaren Kontaktgebiet: in Graubünden (Bündnerromanisch), Südtirol (Ladinisch) und Nordostitalien (Friaulisch).
Das heutige Standarditalienisch geht aus einer Literatursprache hervor, die vor allem durch die toskanischen Dialekte des 14./15. Jh. von Dante, Petrarca und Boccaccio geprägt wurde und hat sich als allgemein anerkannte und gesprochene Sprache erst im 19. Jahrhundert gefestigt:
"Das Italienische blieb jahrhundertelang eine reine - nur der gebildeten Bevölkerung (18-20%) zugängliche - Literatursprache. Erst durch Alessandro Manzoni (1785-1873) vollzog sich im Ringen um eine geeignete Literatursprache eine entscheidende Richtungsänderung." (Geckeler/Kattenbusch 1992: 195)

[...]


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