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Autor: Thomas Schümann
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Tags: Gesundheitskonzept, Antonovsky, Bedeutung, Salutogenese, Gesundheitswissenschaft, Unterthema, Humor, Pflege, Ansatz
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 195 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57114-2
ISBN (Buch): 978-3-638-83462-9
Zusammenfassung / Abstract
Was halten Sie davon, einen neuen Blickwinkel kennen zu lernen? Wir alle wissen, dass es insbesondere außerhalb des westlichen Lebensstandards Millionen Menschen gibt, die in sozialen, ökonomischen und hygienischen Verhältnissen leben müssen, die für uns teilweise unvorstellbar sind. Das dies Krankheiten auslöst, brauche ich Ihnen nicht zu erläutern. Genauso wahr ist aber auch, dass es dort Menschen gibt die nicht krank sind sondern gesund und aktiv, obwohl sie unter genau denselben Bedingungen leben. Der amerikanische Medizinsoziologe Aron Antonowski hat sich daraufhin die Frage gestellt ,,Was erhält Menschen gesund“. Als Gegenstück zum medizinischen Ansatz „Was macht Menschen krank“ der als pathogenetisch bezeichnet wird, nennt er seinen Ansatz salutogenetisch. Er ermittelt verschiedene Faktoren, die dabei eine Rolle spielen und mich hat speziell die Frage beschäftigt, inwiefern der Humor Anteil daran haben könnte, dass Menschen gesund bleiben oder wieder schneller gesund werden.
Textauszug (computergeneriert)
Hamburger Fernhochschule
Studiengang Pflegemanagement
Studienfach Gesundheitswissenschaft
Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft Unterthema: Humor in der Pflege. Ein salutogenetischer Ansatz?
Thomas Schümann
Inhaltsverzeichnis
1 Annäherung an das Thema ... 3
2 Der Autor Aaron Antonovsky ... 5
3 Ungewohntes Denken: Pathogenese versus Salutogenese ... 6
4 Das Gesundheits-Krankheitskontinuum ... 7
5 Stressoren und Widerstandsressourcen ... 9
6 Das Kohärenzgefühl ... 9
6.1 Die drei Teilkomponenten ... 10
6.2 Ausbildung des Kohärenzgefühls ... 12
7 Die Bedeutung für die Gesundheitswissenschaft ... 13
8 Humor - eine ernste Sache ... 14
9 Humor und Salutogenese ... 16
10 Humor und Pflege ... 17
11 Resümee ... 18
Literaturverzeichnis ... 20
1 Annäherung an das Thema
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“
(HESSE 2003, 450)
Der Schriftsteller Herrmann Hesse zeichnet in seinem Gedicht Stufen ein optimistisches Bild der Zukunft.
Zweifelsohne gibt es Menschen, die seine Zukunftssicht nicht teilen. Für sie bedeuten Zukunft und Veränderung (Anfang) Unsicherheit, Zweifel, Ungewissheit bis hin zur Zukunftsangst.
Wie gehen Menschen mit den Herausforderungen des Lebens um?
Wie beurteilen und bewältigen sie die alltäglichen Anforderungen?
Eine Frage, der sich die Wissenschaft im Rahmen der Stressforschung stellt.
„Die wohl einflussreichste Streßbewältigungstheorie [sic!] ist das transaktionale Steßmodell [sic!] (Lazarus, 1966; 1981; Lazarus & Folkman, 1987)“ (BENGEL u.a., 2001, 60). Es betont den relationalen Charakter von Stress. Ein Stressprozess wird demnach nie allein durch Faktoren der Umwelt oder der Person ausgelöst sondern ist ein Produkt von Bewertungsprozessen. Stress ist somit individuell und abhängig von der Informationsverarbeitung der Person und situationsbezogener Variablen. Das empfinden von Stress ist keine feste Größe sondern kann durch die Art der Informationsverarbeitung beeinflusst werden. Im transaktionalen Stressmodel von Lazarus stehen die individuellen Bewertungsprozesse im Mittelpunkt. Es werden die primäre Bewertung und die sekundäre Bewertung unterschieden.
Die primäre Bewertung bezieht sich darauf, ob eine Situation als Bedrohung, belastendes Ereignis, Herausforderung oder irrelevant eingeschätzt wird. Die sekundäre Bewertung bezieht sich darauf, ob eine als belastend eingeschätzte Situation mit eigenen Mitteln und/oder Unterstützung anderer zu bewältigen ist. Diese Anpassungsleistungen des Individuums bei der Bewältigung von Stress werden Coping (Copingstrategien) genannt. (vgl. BENGEL u.a., 2001, 60,)
Hierauf bezieht sich Aaron Antonovskys Modell der Salutogenese, in dem er die zentrale Aufgabe des Organismus in der Bewältigung von Spannungszuständen sieht. Gelingt diese Bewältigung, schreibt er ihr eine positive gesundheitliche Wirkung zu. Misslingt sie entsteht Stress.
Es sei ausdrücklich angemerkt, dass Antonovsky diesem keineswegs immer eine schädliche Wirkung zuweist. Erst im Zusammenspiel mit Krankheitserregern, Schadstoffen und körperlichen Schwachstellen schreibt er dem Stress eine negative gesundheitliche Wirkung zu (vgl. BENGEL u.a., 2001, 33, ANTONOVSKY, 1997, 26 f.).
Da in der Pflege davon auszugehen ist, dass es sich bei den Patienten um Menschen handelt, bei denen eine Auseinandersetzung mit Krankheitserregern gegeben ist und/oder körperliche Schwachstellen bestehen, liegt ein besonderer Schwerpunkt in der Stärkung von Copingstrategien zur Vermeidung der negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Stress.
An dieser Stelle geraten die Möglichkeiten, die der Humor auch und gerade in der Pflege bietet, ins Visier. Humor kann helfen, Situationen zu „entkrampfen“. Er kann ein Lichtblick sein und nicht umsonst hört man bei der täglichen Arbeit immer wieder auch die Worte „Solange man noch lachen kann ………..“ (Quelle unbekannt). Im weiteren Verlauf der Arbeit soll nach der Vorstellung des salutogenetischen Modells von Antonovsky und der Herausarbeitung der Bedeutung für die Gesundheitswissenschaft der Frage nachgegangen werden, ob Humor in der Pflege ein salutogenetischer Ansatz ist.
2 Der Autor Aaron Antonovsky
Aaron Antonovsky wurde 1923 in den Vereinigten Staaten von Amerika geboren. Sein Studium der Geschichte und Wirtschaft konnte er erst nach seinem Wehrdienst in der US-Armee während des zweiten Weltkrieges beenden. Eher durch Zufall kam er mit den wissenschaftlichen Gebieten der Medizinsoziologie und Stressforschung an der Yale-Universität in Kontakt.
1960 emigrierte Antonovsky mit seiner Frau nach Israel. Am Institut für angewandte Sozialforschung in Jerusalem trat er eine Stelle als Medizinsoziologe an. Er wandte sich speziell der Stressforschung und der Erforschung latenter Funktionen des Gesundheitswesens zu.
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