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Hexen: Die Entwicklung des Hexentums

Diploma Thesis, 2005, 133 Pages
Author: Dana Sadler
Subject: Sociology - Miscellaneous

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2005
Pages: 133
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 90  Entries
Language: German
Archive No.: V64274
ISBN (E-book): 978-3-638-57142-5

File size: 679 KB


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Chemnitz

Diplomarbeit

Die Entwicklung des Hexentums

Dana Sadler

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 1


I. Abschnitt

2. Begriffsklärungen ... 4

3. Was ist das Hexentum? ... 13

3.1 Der Hexenglaube ... 13
3.2 Bräuche, Sabbate und deren Bedeutung in der christianisierten Welt ... 16
3.2.1 Samhain ... 18
3.2.2 Mittwinter ... 19
3.2.3 Imbolc ... 20
3.2.4 Frühjahrstagundnachtgleiche ... 21
3.2.5 Beltane ... 21
3.2.6 Mittsommer ... 23
3.2.7 Lammas ... 24
3.2.8 Herbsttagundnachtgleiche ... 24
3.3 Werkzeug und Symbole des Hexenkultes ... 25
3.3.1 Instrumente ... 25
3.3.2 Symbole ... 27
3.3.3 Hexen und ihre Raschdrogen ... 30
3.4 Fazit zum ersten Abschnitt ... 34


II. Abschnitt

4. Hexenverfolgung ... 38

4.1 Hexenjagd in Europa ... 38
4.1.1 Was ist Hexerei? ... 39
4.1.2 Das Ausmaß der Hexenjagd ... 40
4.2 Die Geistlichen Grundlagen ... 42
4.2.1 Der Hexensabbat aus christlicher Sicht ... 46
4.3 Die rechtlichen Grundlagen ... 50
4.3.1 Die Folter ... 54
4.3.2 Die weltliche Gerichtsbarkeit der Hexerei ... 58
4.3.3 lokale Gerichte ... 59
4.4 Der Einfluss der Reformation auf die Hexenverfolgung ... 60
4.4.1 Die Angst vor dem Teufel ... 62
4.4.2 Persönliche Heiligkeit, Schuld und Hexerei ... 64
4.4.3 Der Kampf gegen Aberglauben, Heidentum und Magie ... 65
4.5 Das Gesellschaftliche Umfeld der Hexenverfolgung ... 67

5. Das Ende der Hexenjagden ... 72

6. Hexenprozesse und Hexenwahn in Deutschland ... 74

6.1 Hexenverfolgungen in Sachsen ... 76
6.2 Beispiele von Hexenprozessen aus Sachsen ... 78
6.2.1 Ein Hartensteiner Hexenprozess ... 78
6.2.2 Der Zauberer von Bernsdorf ... 80
6.3 Fazit zum zweiten Abschnitt ... 83


III. Abschnitt

7. Fortleben und Wiederaufleben des Hexenglaubens ... 87

7.1 Neue Hexenverfolgungen ... 95

8. Das moderne Hexentum ... 98

8.1 Kritische Sichtweise des Hexenglaubens ... 100
8.1.1 Hexenglaube als Protestbewegung ... 102
8.1.2 Hexenglaube als neue Religion ... 108
8.1.2.1 Einordnung des Hexentums in das Theoretische System einer Religion ... 112
8.1.2.2 Das Hexentum aus Sicht der Religionssoziologie ... 115

9. Conclusio ... 119

10. Quellen ... 125

 

 

1. Einleitung

Die allgemeine Vorstellung von Hexen beschränkt sich zumeist auf das sagenumwobene Bild einer alten Frau mit langer Nase, Buckel und Warzen, die kleine Kinder frisst und eine schwarze Katze hat. Aber auch die grausamen Zeiten der Hexenverfolgung, eine kollektive Hysterie, die sich um 1500 in ganz Europa ausbreitete und Tausenden von Frauen und Kindern, aber auch Männern und sogar schwarzen Katzen das Leben kostete, sind mit dem Begriff der Hexe unmittelbar verbunden.

In meiner Diplomarbeit werde ich auf die Hintergründe des Hexentums eingehen und dessen Entwicklung von Beginn der Menschheit an bis hin zur Neuzeit betrachten. Ein Hauptaugenmerk werde ich dabei auf gesellschaftliche Umstände richten, die zu der jeweiligen Entwicklung, wie beispielsweise der Hexenverfolgung, führten.

Im Rahmen meiner Diplomarbeit möchte ich möchte ich folgende Fragen beantworten:

  • Ist das Hexentum eine Religion?
  • Wie kam es zu dem dunklen Kapitel der Hexenverfolgungen?
  • Verschwand das Hexentum nach Ende der Hexenverfolgungen aus dem gesellschaftlichen Leben?
  • Wie kam es zu einer Wiederbelebung bzw. fand diese statt?
  • Warum ist das Hexentum heute wieder aktuell?

Die Arbeit gliedert sich in drei Abschnitte:
der I. Abschnitt (Kapitel 2 und 3) beschäftigt sich mit dem Grundlagen des Hexentums und den damit verbundenen magischen Praktiken,

im II. Abschnitt (Kapitel 4 bis 6) durchleuchte ich den geschichtlichen Hintergrund der Hexenverfolgungen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ereignisse

Abschnitt III (Kapitel 8) widmet sich dem modernen Hexentum.
Bevor der zeitliche Ablauf der Entwicklungsstadien des Hexentum näher beleuchtet werden kann, müssen im zweiten Kapitel zunächst einige wichtige Begriffe, die in engem Zusammenhang mit der Thematik stehen, definiert werden.

Im dritten Kapitel zeige ich den Begriff des Hexenglaubens und die damit verbunden Bräuche auf. Diese Feste werden von allen Menschen, die sich selbst mit dem Hexenglauben in Verbindung bringen, begangen und geehrt.
Ich werde die Feste näher beleuchten und ihre Bedeutung in der christianisierten Welt aufzeigen. Des Weiteren beschreibe und erkläre ich Werkzeuge und Symbole des Hexenkultes.
Die Bräuche, auch Sabbate genannt, sind Feste, die aus einer vorchristlichen Zeit herrühren. „Unter dem so genannten Hexensabbat verstanden die Hexentheoretiker in der Frühen Neuzeit das Treffen von angeblichen Hexen und Hexenmeistern mit dem Teufel an bestimmten, meist abgelegenen Orten, den so genannten Hexentanz¬plätzen.“ (www.wikipedia.org)
Es handelt sich im Hexenglauben um acht Feste, die heute wie damals begangen werden, zu nennen sind:

  1. Mittwinter (Jule), Fest der Wintersonnenwende um den 21. Dezember
  2. Imbolc, Lichtfest am 2. Februar, Tag der Orakel
  3. Frühjahrstagundnachtgleiche (Ostara), Frühlingsanfang um den 21. März, Fest der Fruchtbarkeit
  4. Beltane, Walpurgisnacht in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai
  5. Mittsommer (Litha), Sommersonnenwende um den 21. Juni
  6. Lammas, Erntefest am 1. August
  7. Herbsttagundnachtgleiche (Mabon), Herbstanfang um den 21. September, Erntedankfest
  8. Samhain, Halloween am 31. Oktober, Totenkult

In Kapitel 4 bis Kapitel 6 möchte ich auf den dunklen Abschnitt der Hexenverfolgungen eingehen. Dabei werde ich deren Ursachen aus geistlichem, rechtlichem, gesellschaftlichem und aus dem Blickwinkel der aufkeimenden Reformation betrachten. Die Hexenjagd fand aber nicht wie allgemein bekannt nur im Mittelalter, sondern besonders in der frühen Neuzeit statt: „Hexenverfolgungen und -prozesse gab es in Europa vom 14. bis ins 18. Jahrhundert, wobei die wirklich exzessiven Verfolgungswellen in die Jahre zwischen 1590 und 1630 fallen. Die letzte Hinrichtung einer Hexe fand schließlich 1782 im Schweizer Kanton Glarus statt. Entgegen früheren Annahmen, nach denen Millionen von Frauen dem Hexenwahn zum Opfer gefallen seien, schätzt man heute, dass es im Alten Reich »nur« etwa zwischen 15 000 und 20 000, europaweit deutlich weniger als 100 000 und keineswegs nur Frauen waren. Doch die Frage, warum überhaupt Menschen als »Hexen« verfolgt wurden, ist noch nicht endgültig geklärt.“(www.brockhaus.de) Die Menschen wurden zu dieser Zeit als Hexe bezichtigt. In dieser Epoche galt der Begriff als Schimpfwort. Es ist daher unklar wie viele wirkliche Hexen in dieser Zeit den Tod fanden.

 

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