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Details

Veranstaltung: Die Gens der Pompeier und die Geschichte der späten römischen Republik
Institution/Hochschule: Universität Potsdam (Historisches Institut Lehrstuhl Alte Geschichte)
Tags: Quintus, Sertorius, Verräter, Held, Gens, Pompeier, Geschichte, Republik
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 22
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 229 KB
Archivnummer: V64278
ISBN (E-Book): 978-3-638-57146-3

Textauszug (computergeneriert)

Universität Potsdam, Historisches Institut - Lehrstuhl Alte Geschichte
Proseminar: „Die Gens der Pompeier und die Geschichte der späten römischen Republik“
WS 2004/2005, 4. März 2005

Quintus Sertorius - ein Verräter oder ein vergessener Held?

von: Clemence Mangold

 


1 EINLEITUNG 3

2 DARSTELLUNG DES LEBENS DES SERTORIUS BIS ZUM AUFBRUCH NACH SPANIEN  3

2.1 Sertorius frühe Kindheit  3
2.2 Erste Feldzüge unter Caepio und Marius  4
2.3 Sertorius erster Aufenthalt in Spanien mit T. Didius  5
2.4 Sertorius Bewerbung zum Quästor und seine Position im Bundesgenossenkrieg  6
2.5 Die gescheiterte Wahl zum Volkstribunat  6
2.6 Sertorius als Anhänger von Cinna  7
2.7 Die Rückkehr Sullas und Sertorius Aufbruch nach Spanien  9

3 UNTERSCHIEDLICHE AUSLEGUNG ZU SERTORIUS IN DEN PRIMÄRQUELLEN 11

3.1 „Quintus Sertorius der vergessen Held“ oder „Der draufgängerische Verräter“ 12

3.1.1 Leben und Werk des Cn. Sallustius Crispus 12

3.1.1.1 Untersuchung der Darstellung des Sertorius durch Sallust  13

3.1.2 Leben und Werk des Plutarch  14

3.1.2.1 Untersuchung der Darstellung des Sertorius durch Plutarch  15

3.1.3 Leben und Werk des Livius 17

3.1.3.1 Untersuchung der Darstellung des Sertorius durch Livius 17

3.1.4 Leben und Werk des Appian 18

3.1.4.1 Untersuchung der Darstellung des Sertorius durch Appian  19

4 ABSCHLUSSBETRACHTUNG 20

5 LITERATURVERZEICHNIS:  22




 

1 Einleitung

Quintus Sertorius war eine wichtige Figur in der römischen Republik des ersten Jahrhunderts v. Chr. Es gelang ihm sich in langen schweren Kämpfen von Spanien aus gegen seine politischen Gegner in Rom zu verteidigen. Er erlangte die Achtung der großen Feldherrn, die er immer wieder an ihre militärischen Grenzen brachte. In seiner Zeit, wie heute gelten seine Führungsqualitäten als Feldherr und als Politiker als unumstritten. Doch wer kennt ihn oder hat zumindest mal von ihm gehört? Jeder kennt seine großen Zeitgenossen wie Pompeius, Sulla, Marius, Mithridates und Cinna. Er war ihm wohl nicht vergönnt in die große Geschichte einzusteigen. War es weil er nie die erste Stellung, das Konsulat, im römischen Staat erreichte, oder weil er heuchlerisch ermordet wurde? War er wirklich eine große Gefahr für den römischen Staat, auch wenn seine großen Gegner so viel verlieren mussten im Kampf gegen ihn? Die historischen Arbeiten von Sallust, Plutarch, Livius und Appian bilden die Hauptquellen zum Leben des Sertorius. Bei genauerer Betrachtung haben vier antiken Historiker unterschiedlichen Positionen zu Sertorius. Es gibt die sympathisierende Meinung vertreten durch Sallust und Plutarch, hingegen die Livius und Appian eher ihm abgeneigt zu sein scheinen. Wäre das ein Grund für die vorsichtige Beachtung des Sertorius in der Forschung?

In der vorliegenden Arbeit wird zunächst das Leben des jungen Sertorius genauer vorgestellt, da dies immer noch ein weniger bearbeiteter Teil seines Lebens ist. Hierbei berufe ich mich hauptsächlich auf die Darstellung des Plutarch und einiger genannten Sekundärquellen. Diese Betrachtung geht bis zu seinem Aufbruch nach Spanien. Der darauf folgenden fast zehnjährige Sertorianischen Krieg wird nicht noch mal explizit erwähnt, da er in diversen Literaturen zu genüge behandelt worden ist. Der Hauptteil der Arbeit ist der genauen Untersuchung der vier Primärquellen gewidmet. Es sollen zunächst die Biographien der Autoren und ihre politischen Positionen vorgestellt werden, um dann auf ihre Sichtweise gegenüber Sertorius schließen zu können.

2 Darstellung des Lebens des Sertorius bis zum Aufbruch nach Spanien

2.1 Sertorius frühe Kindheit

Über Sertorius frühes Leben, seiner Erziehung und seine Ausbildung erfahren wir nur von Plutarchs Aufzeichnungen so dass es da keinen Vergleich gibt. Quintus Sertorius ist wohl der einzige berühmte Abkömmling seiner Familie. Seine wohlangesehene Familie aus dem Ritterstand stammt aus Nursia im Sabinerland.1 Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm seine Mutter Rea2 die Aufsicht der Erziehung. Er genoss wohl eine der Zeit und dem Rang angemessene Ausbildung auf die Plutarch jedoch nicht weiter eingeht. Das heißt er wird wohl Elementar- und Grammatikunterricht3 erhalten haben, Plutarch erwähnt jedoch dass Sertorius eine ausgeprägte Rechtsausbildung genossen hat und sich als zwar ungelernter Redner in der Stadt einen Namen gemacht hat. Doch von einer möglichen politischen Laufbahn lenkten so Plutarch seine militärischen Erfolge ihn auf die militärische Laufbahn ab. Über diese gegebenen Lebensdaten durch Plutarch gibt es heftige Diskussionen die schon bei seinem Geburtsjahr beginnen. Geht man von Plutarch aus so muss man das Jahr 123 v. Chr. annehmen, so hat er mit 17 Jahre, was das übliche Alter war, also 105 v. Chr. seinen ersten Kriegsdienst geleistet. Doch Plutarch sagt auch das er bereits vor dem militärischen Dienst rednerische Annerkennung in Rom erlangt hat und dann wäre er erst 15 oder 16 Jahren alt. Doch diese Annahme ist so sehr fraglich da man in Rom nicht vor der Annahme der toga virilis4 öffentlich in Erscheinung tritt.5 Außerdem ist Sertorius nach seiner Herkunft her ein municipalis und homo novus, eine Tatsache, die ihm in seiner Karriere große Schwierigkeiten mitbrachte. Es ist aber anzunehmen, dass Sertorius mit seinem 15. oder 16. Lebensjahr nach Rom gekommen ist dort seine weitere Ausbildung erhalten hat, dass heißt das im Jahr 108 oder 107 v. Chr. sein tirocinium fori begann. Da wird er wohl an seinem rhetorischen Stil gearbeitet haben und sich auch ein anerkennendes Publikum verschafft haben. Es auch möglich Plutarch so zu verstehen das er die Zeit als eine längerfristige Ausbildungszeit sieht und nicht deshalb die Reihenfolge der nicht so ins Gewicht fällt. Er nennt ja außerdem nicht den Beginn des Kriegsdienstes sondern seine kriegerischen Erfolge.6 Und was die kriegerischen Erfolge betrifft, kann man im Jahr 105 v. Chr. unter Caepio nicht von Erfolgen reden. So würde ich in dieser Arbeit 123 v. Chr. als Geburtsjahr ausgehen. Als nächster kritischer Punkt bei Plutarchs Ausführungen ist die Aussage, dass Sertorius seine zivile Laufbahn gegen die militärische eintauscht aufgrund seiner kriegerischen Erfolge.

2.2 Erste Feldzüge unter Caepio und Marius

Sertorius erster Feldzug unter Caepio, als die Kimbern und Teutonen in Gallien eingefallen waren, wird von Plutarch als heldische Tat beschrieben obwohl die Römer hier eine katastrophale Niederlange erlitten haben. Am 6. Oktober 105 v. Chr.7 kam es bei Arausio zur Konfrontation, in dem es den Germanen gelungen ist die beiden römischen Heere total zu vernichten. Hier zählt Sertorius, nach einer heldenhaften Flucht zu den wenigen Überlebenden.8 Nach dieser Niederlage schloss sich Sertorius dem Heer des Marius an, der ebenfalls gegen die Kimbern und Teutonen ausgeschickt wurde. Doch diese Schlacht verlief erfolgreich aus und Marius kehrte als Sieger nach Rom zurück. In diesem Feldzug soll Sertorius als Späher für Marius gedient haben und sich und in keltischer Kleidung und durch Beherrschung der Sprache ins feindliche Lager eingeschleust haben. Er soll darin so erfolgreich gewesen sein, dass er Marius Vertrauen erlangte und eine Auszeichnung bekam. Warum diesen Dienst kein Gallier machen konnte und wie Sertorius in doch so kurzer Zeit die Sprache erlernt hat bleibt wohl fraglich. Auch bleibt offen, ob Sertorius an Triumph des Marius in Rom 101 v. Chr. beteiligt war.

2.3 Sertorius erster Aufenthalt in Spanien mit T. Didius

[...]


1 Plutarch, Sertorius, 1

2 Bei Plutarch steht der Name Rea doch in anderen Werken u.a. T. Mommsen wird sie oft Raia geschrieben

3 Rijkhoek, Studien zu Sertorius, S. 37

4 Def:!!

5 Rijkhoek, Studien zu Sertorius, S. 38

6 Plutarch, Sertorius, 3

7 Münzer, Römische Adelsparteien und Adelsfamilien, S.288

8 Plutarch, Sertorius, 3

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