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Scholary Paper (Seminar), 2006, 27 Pages
Author: Robin Wuchter
Subject: Communications: Media Economics, Media Management
Details
Institution/College: University of Cologne
Tags: Vergleichende, Kaufmännische, Analyse, ProSiebenSat1, Media, Group, Kaufmännische, Analyse, Medienunternehmen
Year: 2006
Pages: 27
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57230-9
File size: 177 KB
Kaufmännischer Vergleich von RTL und ProSiebenSat1 anhand ihrer Geschäftsberichte.
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Excerpt (computer-generated)
Universität zu Köln
Seminar für Medienmanagement
Vergleichende Kaufmännische Analyse der ProSiebenSat1 Media AG und RTL Group SA
Robin Wuchter
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: ... 3
2. Geschäftsmodell der ProSiebenSat1 Media AG ... 4
2. 1. Konzernstruktur und -Inhaber ... 4
2. 2. Geschäftstätigkeit und Ausblick ... 4
3. Geschäftsmodell der RTL Group S.A. ... 7
3. 1. Konzernstruktur und Inhaber ... 7
3. 2. Geschäftstätigkeit und Ausblick ... 7
4. Vergleich der beiden Geschäftsmodelle ... 10
5. Vergleich der Geschäftsberichte ... 13
6. Vergleich der VFE-Lage ... 16
6.1. Vermögenslage ... 16
6.2. Finanzlage ... 18
6.3. Ertragslage ... 19
7. Analyseziel Rentabilität ... 24
8. Abschließende Bewertung der beiden Konzerne ... 26
1. Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist die vergleichende, externe kaufmännische Analyse der RTL Group SA und der ProSiebenSat1 Media AG anhand ihrer Geschäftsberichte 2005.
Im Zentrum der Analyse steht der inhaltliche Vergleich der beiden Geschäftsmodelle, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Geschäftsmodell-Mix herauszustellen. Dadurch sollen insbesondere die Grenzen der Vergleichbarkeit aufgezeigt werden.
Eine Oberflächenanalyse der Geschäftsberichte soll Informationsumfang und -gehalt, sowie die Darstellung und Beurteilung der Geschäftsrisiken beleuchten.
Die nachfolgende Analyse der wirtschaftlichen Zahlen soll vor allem der Relativierung der betrachteten Geschäftsmodell-Mixe dienen, um eine abschließende Bewertung des langfristigen wirtschaftlichen Erfolges beider Unternehmen vornehmen zu können.
Jeder Vergleich wird zunächst auf Konzernebene erfolgen und anschließend, soweit möglich, auf gemeinsame Märkte heruntergebrochen.
2. Geschäftsmodell der ProSiebenSat1 Media AG
2. 1. Konzernstruktur und -Inhaber
ProSiebenSat1 ist eine Aktiengesellschaft nach HGB mit Sitz und Geschäftsleitung in Deutschland. Das Grundkapital ist gegliedert in 50% stimmberechtigte Stammaktien und 50% stimmrechtslose Vorzugsaktien.
Die Stammaktien gehören zu 88% der P7S1 Holding L.P., die somit die absolute Mehrheit der Stimmrechte und insgesamt 50,5% des Grundkapitals der ProSiebenSat1 Media AG hält.
Die P7S1 Holding ist eine 100% Tochtergesellschaft der German Media Partners L.P., die wiederum ein Konglomerat der Saban-Gesellschaften und weiterer Private Equity Fonds ist.
Die restlichen Stammaktien und insgesamt 12% des Grundkapitals hält die Axel Springer AG. Im Laufe des letzten Geschäftsjahres plante Springer die Übernahme aller Anteile der P7S1 Holding, zog das Angebot aber nach längeren Auseinandersetzungen mit dem Kartellamt zurück. Größter Anteilseigner ist und bleibt damit der amerikanische Investor Haim Saban.
Die restlichen 75% der stimmrechtslosen Vorzugsaktien (37,5% des Stammkapitals) befinden sich in Streubesitz.
2. 2. Geschäftstätigkeit
ProSiebenSat1 gliedert seine Geschäftstätigkeit in die Segmente Free TV und Diversifikation.
Gegenwärtig macht das Segment Free TV rund 91% des Umsatzes aus – das Kerngeschäft bildet also werbefinanziertes Fernsehen auf dem deutschen Markt.
Free TV:
Zum klassischen Sender-Portfolio der Gesellschaft gehören Pro7, Sat1, Kabel Eins und der Nachrichtensender N24. Rund die Hälfte des gesendeten Programms wird in Auftrag oder durch die konzerneigene ProSiebenSat1-Produktions GmbH produziert.
Für die klare Positionierung der Sender wird ein erheblicher Marketing-Aufwand betrieben. Der ProSieben-Slogan „We Love To Entertain You“ wird unter „We Love“ sogar bereits als eigene Marke geführt, und u.a. von der BMW Group zur Cross-Promotion des Mini genutzt.
Um das Angebot langfristig attraktiv zu halten und die Markenposition der Sender als „Premium-Marke für Top-Unterhaltung“ (Jahresrückblick, Geschäftsbericht 2005) zu unterstützen, werden die Programme von ProSieben und Sat1 seit Herbst 2005 über ASTRA auch im hochauflösenden HDTV-Standard gesendet. Damit profiliert sich ProSiebenSat1 als Treiber dieses Standards in Europa, auch wenn bisher kaum Inhalte und Endgeräte zur Verfügung stehen, die die höhere Auflösung komplett ausnutzen.
Diversifikation:
Unter Diversifikation versteht ProSiebenSat1 alle Aktivitäten, die nicht direkt mit TV-Werbung zu tun haben. Dieses Segment wird derzeit stark ausgebaut und soll 2007 bereits 15% des Umsatzes ausmachen, um eine insgesamt größere Unabhängigkeit vom stark konjunkturabhängigen Werbemarkt zu erreichen.
Seit 2005 beinhaltet es auch den neuen Bereich Transaktions- TV: Mit 9Live wurde der erste Sender Deutschlands erworben, der allein durch kostenpflichtige Zuschaueranrufe während der ganztägigen Live-Sendungen Profite generiert. Seit Februar 2005 ist darüber hinaus ProSiebenSat1-Welt, der erste kommerzielle deutschsprachige Sender im Ausland, als Pay-TV in den USA über Satellit zu empfangen.
Zu den weiteren Entwicklungen im Segment Diversifikation gehören außerdem Angebote wie „mobile TV“ über UMTS, oder die gemeinsame Entwicklung eines „We Love To Entertain You“-Handys von ProSieben und dem Netzbetreiber O2, das ein Entertainment-Paket des Senders beinhaltet.
Außerdem können über DSL bereits einige Programminhalte von ProSiebenSat1 als Video on Demand (VoD) empfangen werden. Durch diese Entwicklung erhofft sich das Unternehmen ein frühes Standbein in einem potentiellen Zukunftsmarkt. Allerdings können über DSL aufgrund lizenzrechtlicher Probleme bisher nur eigene Produktionen übertragen werden.
Neben der angesprochenen Konjunktur-Unabhängigkeit will das Unternehmen damit „die Chancen der digitalen Entwicklung ausschöpfen und neue Nutzungsgewohnheiten vor allem der jungen Generation bedienen. In Zukunft wird ProSiebenSat1 nicht mehr nur ein Fernsehanbieter sein, sondern ein elektronisches Medienhaus, das seine Inhalte über alle verfügbaren Wege verbreitet“ (Guillaume de Posch, Grußwort an die Aktionäre).
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