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Autor: Brigitte Heise
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Institution/Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen (Institut für Betriebswirtschaftliche Produktions- und Investitionsforschung)
Tags: Strategien, Organisationsstrukturen, Logistikdienstleistern, Produktion, Logistik
Jahr: 2004
Seiten: 81
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 88 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1122 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57248-4
Textauszug (computergeneriert)
Universität Göttingen
Strategien und Organisationsstrukturen
von internationalen Logistikdienstleistern
3-Monats-Arbeit
im Rahmen der Prüfung für Diplomkaufleute
vorgelegt von: Brigitte Heise
vorgelegt am: 27. Dezember 2004
Inhaltsverzeichnis
Darstellungsverzeichnis ... IV
Abkürzungsverzeichnis ... V
1. Einleitung ... 1
2. Überblick über den Logistikdienstleistungsmarkt ... 4
2.1 Grundlagen der Logistikdienstleistung ... 4
2.1.1 Terminologische und konzeptionelle Grundlagen der Logistik ... 4
2.1.2 Begriff und Komponenten der Logistikdienstleistung ... 7
2.2 Struktur des Logistikdienstleistungsmarktes ... 11
2.2.1 Segmentierung des Logistikdienstleistungsmarktes ... 12
2.2.2 Charakterisierung der Marktsegmente ... 13
2.3 Einfluss der Internationalisierung auf den Logistikdienstleistungsmarkt ... 18
2.4 Marktsituation und -potenziale für Logistikdienstleister ... 22
2.4.1 Situation und Entwicklung des Gesamtmarktes logistischer Dienstleistungen ... 22
2.4.2 Marktvolumen und –entwicklung in einzelnen Marktsegmenten ... 24
2.4.3 Entwicklungstand der Logistik und Potenziale in einzelnen Regionen ... 27
3. Strategien internationaler Logistikdienstleister ... 29
3.1 Grundlegendes zur strategischen Positionierung ... 29
3.1.1 Strategiebegriff und -typen ... 29
3.1.2 Strategische Geschäftsfeldplanung ... 32
3.2 Strategische Erfolgsfaktoren und Positionierungsmöglichkeiten für internationale Logistikdienstleister ... 35
3.3 Charakterisierung der Positionierungsmöglichkeiten ... 38
3.3.1 Positionierung als SCM-Logistikdienstleister ... 38
3.3.2 Positionierung als Netzdienstleister ... 42
3.3.3 Positionierung als Vollsortimenter ... 43
4. Organisationsstrukturen internationaler Logistikdienstleister ... 47
4.1 Begriff und Gestaltungsdimensionen ... 47
4.2 Überblick über mögliche Organisationsstrukturen internationaler Logistikdienstleister ... 49
4.2.1 Funktionale Organisation ... 50
4.2.2 Divisionale Organisation ... 52
4.2.3 Matrixorganisation ... 56
4.2.4 Prozessorganisation ... 59
5. Schlussbetrachtung ... 64
Literaturverzeichnis ... 65
1. Einleitung
Der Markt für Logistikdienstleistungen hat sich während der letzten Jahre rasant entwickelt und weist derzeit eine bemerkenswerte Wachstumsrate von 5–6 % pro Jahr auf.1 Somit sind die Chancen für Logistikdienstleister günstig, Marktpotenziale zu erschließen.
Innerhalb der Branche finden zurzeit starke Veränderungen statt. Diese sind zum einen in der fortschreitenden Globalisierung der Weltwirtschaft begründet. Da eine weltweite Produktion, Vermarktung oder Beschaffung von Gütern eine leistungsfähige Logistik erfordert, richten sich Logistikdienstleistungsunternehmen zunehmend international aus. Zum anderen resultiert der Wandel der Branche aus den steigenden Anforderungen der Kunden. Diese fragen verstärkt Dienstleistungen nach, die über die klassischen Transport-, Lager- und Umschlagleistungen hinaus gehen und verlangen umfassende Problemlösungen aus einer Hand.2
Die Veränderungen auf dem Logistikmarkt spiegeln sich beispielsweise in einem starken Konzentrationsprozess wider. Zahlreiche Logistikunternehmen, wie z. B. die DEUTSCHE POST WORLD NET, EXEL und UPS, versuchen den veränderten Anforderungen durch horizontale und vertikale Akquisitionen und Kooperationen gerecht zu werden.3 So ist die Anzahl der Logistikdienstleister in Europa seit Anfang der 90er-Jahre um ca. 70 % gesunken.4 Zudem hat sich die Konkurrenzsituation auf dem augenscheinlich lukrativen Markt verschärft.5
Um am hart umkämpften europäischen und globalen Logistikmarkt bestehen und vorhandene Potenziale ausnutzen zu können, müssen Logistikdienstleister die richtigen strategischen Entscheidungen treffen. Von herausragender Bedeutung für internationale Logistikdienstleister ist demzufolge die richtige strategische Positionierung. 6 Daher ist es Ziel dieser Arbeit, strategische Positionierungsmöglichkeiten für internationale Logistikdienstleister zu identifizieren.
Für einen erfolgreichen Marktauftritt reicht die Formulierung von Unternehmensstrategien allein nicht aus. Sie bedürfen vielmehr einer sachorientierten Umsetzung mit Hilfe einer passenden Organisationsstruktur.7
CHANDLER untersuchte in seiner Publikation „Strategy and Structure“ den Zusammenhang zwischen Strategie und Organisationsstruktur. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Organisationsstruktur eines Unternehmens seiner Strategie folgt („structure follows strategy“). In späteren Untersuchungen wurde diese These bestätigt, gleichzeitig ist man aber zu dem Ergebnis gekommen, dass auch die Organisationsstruktur einen Einfluss auf die Strategie hat („strategy follows structure“). 8 Strategie und Struktur stehen also in einer wechselseitigen Beziehung zueinander. Auf Grund der Bedeutung der Organisationsstruktur für eine erfolgreiche Strategieumsetzung ist die Identifizierung möglicher Organisationsstrukturen für internationale Logistikdienstleister ebenfalls Ziel dieser Arbeit.
Im Anschluss an dieses einleitende Kapitel wird in Kapitel 2 ein Überblick über den Logistikdienstleistungsmarkt gegeben. Dabei werden zunächst die begrifflichen Grundlagen der Logistikdienstleistung erörtert. Anschließend erfolgt eine Strukturierung des Logistikdienstleistungsmarktes, wobei die Marktsegmente eingehend charakterisiert werden. Da in dieser Arbeit der Fokus auf internationalen Logistikdienstleistern liegt, wird im dritten Abschnitt der Einfluss der Internationalisierung auf den Logistikdienstleistungsmarkt betrachtet; in diesem Zusammenhang wird auch auf die besonderen Anforderungen an international agierende Logistikdienstleister eingegangen. Das Kapitel schließt mit einer Darstellung der aktuellen Situation auf dem Logistikdienstleistungsmarkt und der zukünftig erzielbaren Potenziale.
In Kapitel 3 werden, basierend auf den aktuellen Entwicklungen auf dem Logistikdienstleistungsmarkt, strategische Positionierungsmöglichkeiten für internationale Logistikdienstleister identifiziert. Hierzu erfolgt zunächst eine Abgrenzung des Strategiebegriffs und eine Charakterisierung der für den weiteren Gang der Untersuchung relevanten Strategietypen. Mit der strategischen Geschäftsfeldplanung wird eine für die Praxis relevante Methode zur fundierten Strategieentwicklung beschrieben. Im Anschluss daran werden die wichtigsten strategischen Erfolgsfaktoren für internationale Logistikdienstleister identifiziert. Diese werden in ein Positionierungsmodell übertragen, aus dem sich die Möglichkeiten zur strategischen Positionierung ableiten lassen. Die so identifizierten strategischen Stoßrichtungen werden schließlich ausführlich charakterisiert.
[ ... ]
1 Vgl. Zadek, [Struktur, 2004], S.15.; Baumgarten/Kasiske/Zadek, [Logistik-Dienstleister, 2002], S. 27.
2 Vgl. Kruse, [Global Player, 2003], S. 438.
3 Vgl. Lange, [Supply Chain Management, 2000], S. 1.
4 Vgl. Kruse, [Global Player, 2003], S. 438.
5 Vgl. Baumgarten, [Trends, 2004], S. 1.
6 Vgl. Lange, [Supply Chain Management, 2000], S. 1.
7 Vgl. Lange, [Supply Chain Management, 2000], S. 219.
8 Vgl. z. B. Schanz, [Organisationsgestaltung, 1994], S. 63–64; Bea/Göbel, [Organisation, 1999], S. 398–399.
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