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Autor: Cathrin Weerning
Fach: Kunst - Uebergreifende Betrachtungen
Details
Tags: Kinder, Theaterspiele, Unterricht, Kunst, Deutsch
Jahr: 2004
Seiten: 112
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 34 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1497 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57273-6
Textauszug (computergeneriert)
Universität Osnabrück
Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen oder Lehramt an berufsbildenden Schulen oder Lehramt an Gymnasien
Kinder entwickeln Theaterspiele im fächerübergreifenden Unterricht von Kunst und Deutsch
Cathrin Weerning
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung ... 1
1.1 Der Deutschunterricht ... 2
1.2 Der Kunstunterricht in der Schule heute ... 2
1.2.1 Das Problem der Organisation ... 2
1.2.2 Das Problem der vorzeigbaren Resultate ... 3
1.2.3 Das Problem der Ausbildung ... 5
1.3 Die Rahmenrichtlinien für das Fach Kunst ... 6
2 Arbeitsformen des Theaters in der Grundschule ... 8
2.1 Fächerübergreifender Unterricht ... 8
2.1.1 Entstehung der Unterrichtsfächer ... 8
2.1.2 Die Verwirklichung von fächerübergreifendem Unterricht ... 8
2.1.3 Die Vorteile ... 9
2.1.4 Fächerübergreifender Unterricht der Fächer Kunst und Deutsch ... 10
2.1.5 Das Einsetzen ästhetisch-künstlerischer Arbeitsformen im Kunst- und Deutschunterricht ... 11
2.2 Projektunterricht und projektorientierter Unterricht ... 14
2.2.1 Was ist Projektunterricht / projektorientierter Unterricht ... 15
2.2.2 Theater im Projektunterricht ... 17
3 Ziele des Theaters in der Grundschule ... 19
3.1 Ästhetische Bildung im Kindertheater ... 19
3.2 Kreativität ... 21
4 Theaterformen ... 26
4.1 Revue ... 27
4.2 Pantomime ... 28
4.3 Figurentheater ... 30
4.4 Schattentheater ... 30
4.5 Puppen- und Figurenspiel ... 31
4.6 Masken ... 32
5 Planung eines Theaterstücks ... 34
5.1 Organisation ... 34
5.2 Die Frage nach der Planbarkeit ... 35
5.2.1 Adaption einer Textvorlage ... 36
5.2.2 Theaterspiele aus Vorgabe von Konfliktsituationen ... 39
5.2.3 Erst die Figuren, dann die Geschichte ... 41
5.3 Die Wichtigkeit der Story ... 44
5.4 Bühne, Bühnenbild und Requisiten ... 45
5.4.1 Historik der Bühne ... 45
5.4.2 Die Bühne in der Schule ... 46
5.4.3 Das Bühnenbild ... 47
5.4.4 Exkurs: Unterrichtsversuch „Die Wirkung von Farben“ ... 48
5.4.4.1 Beschreibung des Versuchs ... 48
5.4.4.2 Unterrichtsskizze ... 51
5.4.4.3 Ergebnisse Unterrichtssequenz "Farbcollage" ... 54
5.4.4.4 Ergebnisse Unterrichtssequenz "Bühnenbild" ... 61
5.4.4.5 Abschließende Gedanken zum Unterrichtsversuch ... 74
5.5 Text- und Szenenentwicklung ... 74
5.5.1 Improvisation ... 74
5.5.2 Anregungen durch Gegenstände ... 76
5.5.3 Ein Bild als Spielanlass ... 77
5.5.4 Ideen – und dann? ... 77
5.6 Proben und Aufführung ... 79
5.6.1 Proben ... 79
Die Proben können unterteilt werden in Leseproben, Stellproben, Arbeitsproben, Durchlaufproben, Hauptproben und Generalprobe ... 79
5.6.2 Plakate und Eintrittskarten ... 80
Aufführung ... 81
6 Fazit ... 82
Quellen und Literaturverzeichnis ... 85
Anhang ... 90
Interview Grundschule S. / Marlies F. ... 90
Interview Sch. Grundschule / Monika M. ... 94
Gesprächsfaden Interview ... 101
Informationsbroschüre Sch. Grundschule ... 103
1 Einführung
Diese Hausarbeit im Rahmen meines 1. Staatsexamens beschäftigt sich mit Theaterprojekten in der Grundschule. Zu diesem Thema wurde ich durch einen Artikel in einer Zeitschrift inspiriert, welcher sich mit der Inszenierung eines Musicals beschäftigte. Da sich mein Interesse mehr auf den Deutsch- als auf den Musikunterricht bezieht, war der Bogenschlag zum fächerübergreifenden Unterricht von Kunst und Deutsch schnell getan. Die Symbiose von geschriebenen, gelesenen oder gesprochenen Wörtern, der Kulisse, den Kostümen- und der davon erzeugten Stimmung erschaffen die Möglichkeit eines ganzheitlichen, ästhetischen Unterrichts in Form einer Theaterinszenierung, mit der ich mich im Folgenden beschäftigen werde.
Meine Informationsquellen sind eine Mischung aus Fachliteratur, eigenen Erfahrungen, einem Unterrichtsversuch und Gesprächen mit erfahrenen Fachleuten.
Mit dieser Arbeit möchte ich eine Art Leitfaden entwickeln, um dem Leser einen kleinen aber motivierenden Einblick in die Möglichkeiten und Vorgehensweisen des Theaters zu geben.
Um diesen erwähnten Einblick zu schaffen beginne ich mit den Rahmenrichtlinien für den Kunst- und Deutschunterricht an der Grundschule, den fachspezifischen Problemen, möglichen Lösungen und schließlich den Vorteilen eines fächerübergreifenden Unterrichts dieser Fächer. Anschließend betrachte ich einige Arbeitsformen sowie Zielsetzungen des Theaters und ihre mögliche Verwirklichung. Nachdem ich dann einen Überblick über die verschiedenen Arten und Arbeitsweisen gegeben habe, komme ich zu den Möglichkeiten und der konkreten Planungen eines Theaterspiels in der Grundschule.
1.1 Der Deutschunterricht
Der Deutschunterricht bietet zahlreiche Möglichkeiten Lesen und Schreiben zu vermitteln. Die Rahmenrichtlinien des Faches klären, dass es im Deutschunterricht um weitaus mehr gehen sollte, als nur Lesen und Schreiben zu lehren. Die Kinder sollen unter anderem Texte hören, lesen und vortragen, Texte kreativ verändern und schließlich zur Teilnahme am literarischen Leben geführt werden.1 Diese Notwendigkeit wird durch die neuste Pisa-Studie untermauert, die belegt, dass sinnentnehmendes oder gar sinngestaltendes Lesen nicht gut vermittelt wurde.
Wie diese Anforderungen in einem fächerübergreifenden Unterricht von Kunst und Deutsch, durch Theaterspiele und Theaterprojekte erfüllt werden können, wird in den folgenden Kapiteln beschrieben.
1.2 Der Kunstunterricht in der Schule heute
Kunstunterricht ist wie jeder Unterricht, in jeder Schule und von Lehrer2 zu Lehrer verschieden. Die Frage ist, ob der Kunstunterricht in all seinen Möglichkeiten genutzt wird und die Kinder in ihren kreativen und künstlerischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausreichend gefördert werden. Im Folgenden möchte ich auf die aktuelle Situation des Kunstunterrichts, seine geringes Ansehen, die daraus resultierenden Probleme und mögliche Problemlösungen eingehen.
1.2.1 Das Problem der Organisation
Der Kunstunterricht hat in der Schule meist eine eher sekundäre Stellung im Curriculum. Er wird oft als eine Art Entspannungsunterricht hinter die primären Fächer wie Deutsch oder Mathe gelegt, weil es angeblich keiner großen Anstrengung bedarf ein wenig mit Farben und Pinseln umzugehen. Auch entfällt der Kunstunterricht schneller einmal als die anderen Fächer, weil ihm nicht die gebührende Wichtigkeit zugesprochen wird.
Diese Zustände lassen Verständnis für die ästhetisch-künstlerische Wichtigkeit des Kunstunterrichts vermissen und bedürfen einer Änderung.
Um dem Kunstunterricht einen angemessenen Platz im Unterrichtsablauf einzuräumen, ist es wichtig, den Kollegen die zahlreichen wertvollen ästhetischen Möglichkeiten und somit die Wichtigkeit des Kunstunterrichts vor Augen zu führen. Diese Möglichkeiten die der Kunstunterricht bietet, wie beispielsweise den fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht, die ästhetische Bildung, die Förderung von Sozialverhalten und der Kreativität, werde ich in den Kapiteln 2 und 3 näher beschreiben.
Das Verständnis der Eltern hingegen könnte durch einen Elternabend gefördert werden. Der Kunstunterricht darf
„(…) nicht den Eindruck erwecken, Kunst sei lediglich etwas Spielerisches, das keiner besonderen Kenntnisse und Anstrengungen bedürfe. Die Grundschule muss hingegen Fähigkeiten entwickeln und Kenntnisse vermitteln, die bei einem Schwinden der kindlichen Naivität in der Adoleszenz ein Vertrauen in die dann sicherlich in ihren Äußerungsformen gewandelten, aber nach wie vor vorhandenen kreativen und künstlerischen Kräfte stärkt.“ 3
Wichtig ist also das Vermitteln von Grundlagen die für die Ausbildung der ästhetischen und bildnerischen-kreativen Anlagen und Fähigkeiten nötig sind.4 Zu dieser Überzeugung sollten auch die Eltern gelangen damit der Kunstunterricht im Allgemeinen einen höheren Stellenwert erreicht und um ebenso dem nun folgenden Problem entgegen zu wirken.
[...]
1 Vgl. Niedersächsischer Kultusminister (Hg.): Rahmenrichtlinien für die Grundschule, Deutsch, Schroedel Schulbuchverlag, Hannover 1984.
2 Im Rahmen dieser Arbeit, wird zu Gunsten der besseren Lesbarkeit, auf eine maskuline und feminine Personenzuschreibung verzichtet.
3 Aissen-Crewett, Meike: Kunstunterricht in der Grundschule, Westermann Schulbuchverlag GmbH, Braunschweig 1992, S.13.
4 Vgl. ebendiese S.15.
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