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Der Regenwurm - ein Lebenskünstler: Eine Einführung in die Bodenökologie in der 3. Klasse

Autor: Anonym
Fach: Biologie - Ökologie

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Details

Kategorie: Examensarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 67
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 29  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 878 KB
Archivnummer: V64518
ISBN (E-Book): 978-3-638-58754-9

Textauszug (computergeneriert)

1. Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen
Wissenschaftliche Hausarbeit

Der Regenwurm – ein Lebenskünstler
Eine Einführung in die Bodenökologie in der 3. Klasse

Prüfungsfach: Biologie

2005

 

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung ... 4

2. Zur Biologie von Regenwürmern ... 5

2.1 Charakterisierung der Familie und der einheimischen Arten ... 5
2.1.1 Systematische Einordnung ... 5
2.1.2 Fortbewegung ... 5
2.1.3 Ernährung ... 6
2.1.4 Äußere Atmung ... 7
2.1.5 Sinne ... 7
2.1.6 Fortpflanzung und Entwicklung ... 8
2.1.7 Feinde ... 10

2.2 Ökologische Nische des Tauwurms ... 10

2.3 Bodenbiologische Bedeutung des Regenwurms ... 14
2.3.1 Bedeutung der Regenwürmer in der Geschichte der Erde ... 14
2.3.2 Der Regenwurm und der Kreislauf der Stoffe ... 15
2.3.3 Entstehung und Eigenschaften von Humus ... 16
2.3.4 Menschliche Eingriffe in den Boden und deren Auswirkungen auf den Regenwurm ... 17

3. Theoretische Vorüberlegungen zum Einsatz von Regenwürmern im Unterricht ... 20

3.1 Verankerung im Bildungsplan für die Grundschule ... 20

3.2 Lebende Tiere im Unterricht...  21

3.3 Beschaffung und Haltung der Regenwürmer ... 23

3.4 Das exemplarische Prinzip ... 24

3.5 Das Arbeiten in Gruppen ... 26

3.6 Fachgemäße Arbeitsweisen im Unterricht ... 27
3.6.1 Beobachten ... 27
3.6.2 Untersuchen ... 28
3.6.3 Experimente am lebenden Tier ... 28
3.6.4 Protokollieren ... 29
3.6.5 Zeichnen ... 30
3.6.6 Bestimmen ... 31

4. Praktische Umsetzung der Thematik im Unterricht ... 32

4.1 Didaktische Analyse ... 32
4.2 Lernziele und deren Überprüfung ... 33
4.3 Methodische Überlegungen ... 34
4.4 Medien ... 36
4.5 Der Unterrichtsverlauf ... 37

5. Auswertung der Fragebögen ... 42

6. Abschließende Überlegungen auf Grundlage der Fragebogenergebnisse und der Unterrichtserfahrungen ... 47

7. Zusammenfassung ... 50

8. Literaturverzeichnis ... 51

Anhang ... 54

 

Einleitung

Der Regenwurm mit seinen Lebensgewohnheiten und die daraus resultierende außer-ordentliche Bedeutung für die Güte eines Bodens sowie die Nützlichkeit für Pflanze, Tier und Mensch bietet sich zur Behandlung in der Grundschule an. Aufgrund der enormen Leistungen, welche dieses Tier trotz seines unscheinbaren Auftretens vollbringt und die nur durch seine perfekte Anpassung an den Lebensraum möglich sind, kann man ihn durchaus als Lebenskünstler bezeichnen. Obwohl jedes Kind schon einmal irgendwo auf einen Regenwurm gestoßen ist, wissen doch die Wenigsten Genaueres über ihn. Mit der Behandlung im Unterricht kann also grundlegendes biologisches sowie ökologisches Wissen vermittelt werden, ohne die Schülerinnen und Schüler zu langweilen. Ganz im Gegenteil wird es sogar mehrere Aspekte geben, welche ein Staunen auslösen, da sich das Thema gut für Schülerexperimente eignet und dabei unvermutete Sachverhalte aufgedeckt werden können.

Zunächst werden in dieser Arbeit die biologischen Aspekte des Regenwurms geklärt. Darauf folgt der didaktische Teil, in dem die theoretischen Vorüberlegungen zum Unterricht und deren praktische Umsetzung in der Schule erläutert werden. Zum Schluss kommt es zur Auswertung der von den Schülerinnen und Schülern ausgefüllten Fragebögen und den abschließenden Überlegungen zum Unterricht.
 

Zur Biologie von Regenwürmern

In diesem Kapitel wird näher auf die biologischen Aspekte des Regenwurms einge-gangen. Neben der Charakterisierung der Familie und der einheimischen Arten wird sowohl die ökologische Nische des Tauwurms, als auch die bodenbiologische Bedeutung der Regenwürmer allgemein beschrieben.

1.1 Charakterisierung der Familie und der einheimischen Arten

Hier wird neben der systematischen Einordnung die typische Lebensweise der Familie der Regenwürmer und der einheimischen Arten dargestellt.
 

1.1.1 Systematische Einordnung

Die Regenwürmer gehören zum Stamm der Gliederwürmer (Annelida; vom lat. anulus = Ring → Ringelwürmer), unter diesem wiederum zur Klasse der Gürtelwürmer (Clitellata), was auf das sogenannte Clitellum oder den Gürtel der geschlechtsreifen Regenwürmer zurückzuführen ist. Weiterhin zählen sie zur Ordnung der Wenigborster (Oligochaeta) und zur Familie der Lumbriciden. (vgl. Kaestner 1969: 476ff) Die Regenwürmer (Lumbriciden) teilen sich in viele verschiedene Gattungen und den darunter vorkommenden Arten auf, die sich über die ganze Welt verbreiten. Allein in Deutschland gibt es schon rund 40 Arten, die sich sechs Gattungen zuordnen lassen. Der davon bekannteste, am häufigsten vorkommende und untersuchte Regenwurm ist der Lumbricus terrestris, der sogenannte Tauwurm oder auch Gemeine Regenwurm. (vgl. Hentschel, Wagner 1990: 320) Andere häufige Arten sind der Mist- oder Kompostwurm (Eisenia foetida), der Rote Laubfresser (Lumbricus rubellus) und der Kleine Wiesenwurm (Allolobophora caliginosa). (vgl. Graff 1984: 18)
 

1.1.2 Fortbewegung

Um den Ablauf der Fortbewegung zu verstehen, muss man Teile des Körperbaus eines Regenwurms kennen. Wie der Name des Stammes (Gliederwürmer) schon verrät, besteht der Wurm aus mehreren Gliedern, die hier Segmente genannt werden. Bei einem mitteleuropäischen Regenwurm kann man je nach Art zwischen 60 und 200 solcher Segmente zählen. (vgl. Graff 1984: 86) An jedem Segment befinden sich acht Borsten, welche in vier Paaren angeordnet sind. Sie werden in den Borstensäcken gebildet und bei Abnutzung nachproduziert. Wie auf der Abbildung 1 zu sehen ist, liegt je ein Borstenpaar links und rechts neben der Bauchmitte (ventrale Borsten) und die anderen zwei Paare jeweils an der Seite (laterale Borsten).

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