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Kommunikation und Internet - Die Möglichkeiten der textbasierten Internetkommunikation Emotionen zu übertragen

Studienarbeit, 2006, 29 Seiten
Autor: Timo Vollmer
Fach: Psychologie - Sozialpsychologie

Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 29
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 9  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V64846
ISBN (E-Book): 978-3-638-57552-2
ISBN (Buch): 978-3-638-67778-3
Dateigröße: 479 KB

Zusammenfassung / Abstract

1.Einführung „Wenn wir den Gefühlszustand eines Menschen erschließen wollen, ist unsere wohl wichtigste Informationsquelle der Gesichtsausdruck.“ Wir interagieren Tag für Tag mit unseren Mitmenschen. Hauptsächlich, so denken wir, tun wir dies über unsere Sprache. Sicher, die Sprache nimmt einen wichtigen Teil unserer täglichen Kommunikation ein. Aber eben nur einen „Teil“. Wie man sehen wird, senden wir parallel zur Sprache ständig Signale an unser Gegenüber die Gefühle, Stimmungen und Reaktionen auf bestimmte Situationen mitteilen. Das oben angeführte Zitat von FORGAS ist in diesem Zusammenhang sehr eindrücklich. Wie oft stellen wir uns die Frage was wohl mit unserem Gegenüber los ist, ohne dass derjenige überhaupt irgendetwas sagt. Allein durch das Betrachten, nehmen wir Eindrücke von Personen wahr und interpretieren deren momentane Gefühle, Einstellungen und Emotionen. Wenn es darum geht diese unterbewussten Dinge an unseren Gesprächspartner zu übermitteln, scheint die Sprache allein wohl nicht in der Lage zu sein dies zu leisten. An dieser Stelle kommen die Emotionen ins Spiel. Der erste Teil dieser Arbeit, widmet sich genau diesem Thema der Emotionen. Wir interagieren aber nicht nur im realen Leben mit unseren Mitmenschen. Immer wichtiger, vor allem unter Jugendlichen, ist heutzutage die Kommunikation über das Internet. Ein Internetzugang zählt heute schon fast zum Standard in den deutschen Haushalten. So verwundert es nicht, dass auch die Möglichkeiten sich im „World Wide Web“ auszutauschen, immer vielseitiger werden. Diese Arbeit wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigen wie es möglich ist, in dieser immer wichtiger werdenden Kommunikationsform, emotionale Zustände an den Interaktionspartner zu übermitteln. Viele Freundschaften entstammen sogar diesem Medium und da stellt sich doch unweigerlich die Frage nach Unterschieden, verglichen mit der realen sozialen Interaktion im wirklichen Leben. 1.1 Problemstellung Das zentrale Problem, welches in dieser Arbeit zu erörtern ist, wäre die Frage nach genau dieser Vergleichbarkeit der realen sozialen Interaktion und der Internet Interaktion, vor dem Hintergrund der verschiedenen Möglichkeiten Emotionen zu übertragen. Hauptsächlich wird untersucht, was Emotionen für eine Rolle in der realen sozialen Interaktion spielen, um dann zu diskutieren ob und inwieweit diese auch im Kontext Internet Anwendung finden.


Textauszug (computergeneriert)

Kommunikation und Internet -
Die Möglichkeiten der textbasierten Internetkommunikation
Emotionen zu übertragen

von: Timo Vollmer

 


Inhaltsübersicht

1. Einführung 01

1.1. Problemhintergrund 01

2. Die Emotionen 02

2.1. Einführung 02
2.2. Definition 03
2.3. Ausdruck und Wahrnehmung von Emotionen 05

2.3.1. Ausdrucksformen von Emotionen als Teil sozialer Interaktion 05
2.3.2. Wahrnehmung von Emotionen 07

2.4. Funktion der Emotionen als Teil nonverbaler Kommunikation 09
2.5. Zusammenfassung vorläufiger Ergebnisse 10

3. Die textbasierte Internetkommunikation, Defizite und Möglichkeiten 11

3.1. Einführung 11
3.2. Die textbasierte Internetkommunikation 11

3.2.1. Begriffsbestimmung 11
3.2.2. Die zeitgleiche textbasierte Internetkommunikation 12

3.3. Das Defizit textbasierter Internetkommunikation 14
3.4. Die Möglichkeiten textbasierter Internetkommunikation 16

3.4.1. Arten der Emotionsübertragung 16

3.4.1.1. Emoticons / Smileys 17
3.4.1.2. Soundwörter 17
3.4.1.3. Aktionswörter 18
3.4.1.4. Disclaimer 18

3.4.2. Die Kompensation anhand des Modells der sozialen Informationsverarbeitung 19

3.5. Zusammenfassung vorläufiger Ergebnisse 19

4. Schluss 20

 


 

1. Einführung

„Wenn wir den Gefühlszustand eines Menschen erschließen wollen, ist unsere wohl wichtigste Informationsquelle der Gesichtsausdruck.“1 Wir interagieren Tag für Tag mit unseren Mitmenschen. Hauptsächlich, so denken wir, tun wir dies über unsere Sprache. Sicher, die Sprache nimmt einen wichtigen Teil unserer täglichen Kommunikation ein. Aber eben nur einen „Teil“.

Wie man sehen wird, senden wir parallel zur Sprache ständig Signale an unser Gegenüber die Gefühle, Stimmungen und Reaktionen auf bestimmte Situationen mitteilen. Das oben angeführte Zitat von FORGAS ist in diesem Zusammenhang sehr eindrücklich. Wie oft stellen wir uns die Frage was wohl mit unserem Gegenüber los ist, ohne dass derjenige überhaupt irgendetwas sagt. Allein durch das Betrachten, nehmen wir Eindrücke von Personen wahr und interpretieren deren momentane Gefühle, Einstellungen und Emotionen. Wenn es darum geht diese unterbewussten Dinge an unseren Gesprächspartner zu übermitteln, scheint die Sprache allein wohl nicht in der Lage zu sein dies zu leisten. An dieser Stelle kommen die Emotionen ins Spiel.

Der erste Teil dieser Arbeit, widmet sich genau diesem Thema der Emotionen. Wir interagieren aber nicht nur im realen Leben mit unseren Mitmenschen. Immer wichtiger, vor allem unter Jugendlichen, ist heutzutage die Kommunikation über das Internet. Ein Internetzugang zählt heute schon fast zum Standard in den deutschen Haushalten. So verwundert es nicht, dass auch die Möglichkeiten sich im „World Wide Web“ auszutauschen, immer vielseitiger werden. Diese Arbeit wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigen wie es möglich ist, in dieser immer wichtiger werdenden Kommunikationsform, emotionale Zustände an den Interaktionspartner zu übermitteln. Viele Freundschaften entstammen sogar diesem Medium und da stellt sich doch unweigerlich die Frage nach Unterschieden, verglichen mit der realen sozialen Interaktion im wirklichen Leben.

1.1 Problemstellung

Das zentrale Problem, welches in dieser Arbeit zu erörtern ist, wäre die Frage nach genau dieser Vergleichbarkeit der realen sozialen Interaktion und der Internet Interaktion, vor dem Hintergrund der verschiedenen Möglichkeiten Emotionen zu übertragen. Hauptsächlich wird untersucht, was Emotionen für eine Rolle in der realen sozialen Interaktion spielen, um dann zu diskutieren ob und inwieweit diese auch im Kontext Internet Anwendung finden. Hierbei wird es von größter Bedeutung sein zunächst den Begriff der Emotionen zu erläutern, um eine Basis zu schaffen von der aus auf die Möglichkeiten des Internets zur Emotionsübertragung eingegangen werden kann. Die Internet Interaktion wird laut des Themas, lediglich auf die textbasierte Interaktion beschränkt.

In dieser Arbeit werden also Emotionen im Zusammenhang eines Dialoges zweier Menschen betrachtet. Einerseits wird dargestellt wie Emotionen in realer sozialer Interaktion zustande kommen und welche Bedeutung sie haben, und andererseits wird untersucht ob, wie und mit welchen Möglichkeiten sie in der textbasierten Internetkommunikation auftauchen.

2. Die Emotionen

2.1 Einführung

Tag für Tag haben wir sie, nehmen sie jedoch oft nicht wahr. Mal sind sie stärker, mal schwächer, mal angenehm, mal unangenehm. Die Emotionen. Es wird so oft und in so vielerlei Zusammenhängen von Emotionen geredet dass es schwer fällt diese genau zu definieren. Vor allem im Alltagsgebrauch werden Begriffe wie Gefühl, Stimmung, Empfindung, Trieb, Leidenschaft, Temperament, Laune oder Motivation völlig unverbindlich genutzt. Die einen mögen mehr oder weniger dasselbe bedeuten und tatsächlich fällt es schwer stichfeste Abgrenzungen vorzunehmen.

Selbst große Namen wie John B. Watson, William James, Stanley Schachter, Bernard Weiner, Robert Plutchik, Joseph E. LeDoux und Kenneth J. Gergen konnten sich nicht auf eine einheitliche Definition einigen. Hier muss man natürlich dazu sagen, dass jede Definition häufig einer entsprechenden Emotionstheorie entspringt. Dieser Abschnitt dient dazu, Grundlagen zu erläutern und einen Überblick über das Gebiet der Emotionen zu geben.

2.2 Definition

[...]


1 FORGAS, J. P. 1995, 25


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