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"Bringing Up Baby" - Eine Analyse des Komischen in der Screwballkomödie von Howard Hawks aus dem Jahr 1938

Scholary Paper (Seminar), 2006, 15 Pages
Author: Caroline Bernath
Subject: Communications: Movies and Television

Details

Event: PS Filmkomödien
Institution/College: University of Passau
Tags: Bringing, Baby, Eine, Analyse, Komischen, Screwballkomödie, Howard, Hawks, Jahr, Filmkomödien
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V64853
ISBN (E-book): 978-3-638-57557-7

File size: 164 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Passau, Prüfungsmodul Medien und Kultur(en)
Sommersemester 2006, Fachsemester 03
Proseminar Filmkomödien

"Bringing Up Baby" - Eine Analyse des Komischen in der
Screwballkomödie von Howard Hawks aus dem Jahr 1938

von: Caroline Bernath

 


Inhaltsverzeichnis

1 Deckblatt

2 Inhaltsverzeichnis

3 Der Inhalt des Films

4 Einleitung

5 Grundsätzliche Thesen über das Lachen nach Bergson

6 Die Formen der Komik und ihre Strategien

6.1 Die Situationskomik und ihre Strategien

6.1.1 Die Wiederholung
6.1.2 Die Steigerung
6.1.3 Die Übertreibung
6.1.4 Die Kontrastwirkung
6.1.5 Slapstick - Elemente

6.2 Die Sprach- bzw. Wortkomik und ihre Strategien

6.2.1 Missverständnisse
6.2.2 Das Brechen von Konventionen im Dialog
6.2.3 Gestik und Mimik

6.3 Die Charakter- bzw. Typenkomik und ihre Strategien

7 Die Ziele der Komik

8 Literaturverzeichnis



 

 

3 Der Inhalt des Films

Die Hollywood – Komödien der 30er Jahre werden auch als Screwballkomödien1 bezeichnet. Ein Regisseur der diese Komödiengattung entscheidend mitgeprägt hat ist Howard Hawks (1896-1977). Sein Film „Bringing Up Baby“ (deutscher Titel „Leoparden küsst man nicht“) aus dem Jahr 1938 mit Cary Grant und Catherine Hepburn in den Hauptrollen, welche beide in vielen Screwballkomödien mitgespielt haben, ist bis heute eine der Bekanntesten Komödien dieses Genres. Zur Handlung: Der zerstreute und vollkommen auf seine Arbeit fixierte Paläontologe David Huxley (Cary Grant) steht kurz vor der Hochzeit mit seiner Assistentin Alice und ist ebenso kurz davor ein Brontosaurierskellett nach jahrelanger Arbeit endlich fertig zu stellen. Nur ein einziger Knochen fehlt ihm noch.

Dann läuft ihm die temperamentvolle, selbst bewusste, resolute und draufgängerische Lebedame Susan Vance (Catherine Hepburn) über den Weg, die in jedes Fettnäpfchen tritt und David so in immer größere Schwierigkeiten und an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt. Er fühlt sich nämlich dazu verpflichtet ihr bei ihren Familienproblemen und beim Umgang mit Baby, einem zahmen Leoparden, zu helfen.

Obendrein klaut Susans Hund auch noch Davids Knochen, den er gerade per Post bekommen hat und Susans Tante, ein befreundeter Großwildjäger und ein zweiter, so gar nicht zahmer Leopard, sorgen für zusätzliche Probleme und Verwirrungen, die nach einer rasanten Leopardenjagd erst im Gefängnis ihre Auflösung finden. In Folge des entstandenen Chaos verpasst David nicht nur seine eigene Hochzeit, sondern erliegt auch Susans ganz besonderem Charme, was sie natürlich von Anfang an so geplant hatte.

4 Einleitung

Der eben in seinen Grundzügen zusammen gefasste Film „Bringing Up Baby“gilt heute als die Screwballkomödie schlechthin, und das auch völlig zu Recht. Was aber genau macht diesen Film so komisch?

Die Tatsache, dass er alle typischen Merkmale der Screwballkomödie –also respektlosen Humor, einen schnellen Rhythmus, Dialogorientiertheit, exzentrische Charaktere und den Geschlechterkampf2 - in einer großen Fülle auf sich vereint, reicht als Erklärung nicht aus. Diese Merkmale eignen sich zwar zur Kategorisierung welcher Film eine Screwballkomödie ist und welcher nicht, und zeigen in welchen Elementen sich die Komik letztendlich ausdrückt. Über den Grund des Lachens beziehungsweise die Ursache der Komik geben sie keinen Aufschluss. Denn ebendiese Merkmale, wenn auch nicht unbedingt alle auf einmal, findet man auch in anderen Filmgattungen, die keineswegs komisch sind. So ist ein schneller Rhythmus eines der wichtigsten Elemente eines (guten) Actionfilms. Und thematisieren nicht die meisten Dramen konfliktreiche Beziehungen zwischen Mann und Frau?

Um zu erklären, warum dieser Film den Zuschauer zum Lachen bringt, muss man ihn tiefer gehend analysieren. Das kann nur geschehen, indem man der Ursache der Komik auf den Grund geht. Es gilt also herauszufinden welche Formen die Komik annehmen kann, durch welche Strategien sie ihre Wirkung entfaltet und welche Ziele sie damit erreichen will.

Genau das soll diese Proseminararbeit leisten. Grundlage der folgenden Analyse sind die während des Proseminars „Filmkomödien“ gewonnenen Erkenntnisse über die Komik, wobei schwerpunktmäßig Henri Bergsons Theorie über das Lachen3 Anwendung finden soll, da sie sowohl auf die Formen und Strategien der Komik als auch auf ihre Ziele eingeht.

5 Grundsätzliche Thesen über das Lachen nach Bergson

[...]


1 Zur Herkunft des Begriffs: Als „Screwball“ bezeichnet man beim Baseball einen verschlagenen Ball, der mit Effet geworfen wird, sodass er nur schwer angenommen werden kann und aus dem Spielfeld herauszufliegen droht. Außerdem ist „screwball“ eine Slang- Bezeichnung für eine schrullige, launische und ungewöhnliche Figur. Das englische Wort „Screwy“ entspricht etwa dem deutschen „Schraube locker“)

2 Vgl. Bawden, Liz –Anne, Screwballkomödie in: Rororo Filmlexikon, Filme K-S. Hamburg Rowohlt, 1981

3 Vgl. Bergson, Henri: Das Lachen, Neuwied, Westkulturverlag, 1948


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