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Termpaper, 2005, 27 Pages
Author: Juliane Scholz
Subject: Communications: Movies and Television
Details
Institution/College: University of Leipzig (Kommunikations-und Medienwissenschaft)
Tags: Elemente, Film, Noir, David, Lynchs, Mulholland, Drive, Film-und, Fernsehanalyse
Year: 2005
Pages: 27
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57577-5
ISBN (Book): 978-3-638-75352-4
File size: 330 KB
In der vorliegenden Arbeit, sollen nun charakteristische Merkmale und Elemente des Film noir in seiner klassischen Periode aufgezeigt werden und in Verbindung mit dem Filmschaffen von David Lynch gesetzt werden. Da es den Umfang einer Hausarbeit sprengen würde, konzentriere ich mich auf das Werk Mulholland Drive, welches zwar zeitlich nicht zur klassischen Film noir Bewegung gezählt werden kann, aber dennoch viele Charakteristika und Elemente der dunklen Bewegung vereint.
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Abstract
In der vorliegenden Arbeit, sollen nun charakteristische Merkmale und Elemente des Film noir in seiner klassischen Periode aufgezeigt werden und in Verbindung mit dem Filmschaffen von David Lynch gesetzt werden. Da es den Umfang einer Hausarbeit sprengen würde, konzentriere ich mich auf das Werk „Mulholland Drive“3, welches zwar zeitlich nicht zur klassischen Film noir Bewegung gezählt werden kann, aber dennoch viele Charakteristika und Elemente der dunklen Bewegung vereint. Zur Verdeutlichung der Erzählstruktur findet sich im Anhang ein Sequenzprotokoll, welche das komplexe Werk Lynchs’, ein wenig übersichtlicher macht. Des Weiteren soll dies keine allumfassende Analyse des Films „M.D.“ werden, vielmehr interessieren hier filmische Feinheiten der Erzählstruktur, Figurenkonstellation, audiovisuellen Ebene sowie der Montage, die dem Film noir entlehnt sind oder ihn teilweise weitergehend aufgreifen und sogar ironisieren. Der Zusammenhang des „Lynch’schen Filmkosmos“ mit dem Film noir ist bereits in einigen Aufsätzen und Büchern4 erwähnt worden, aber wissenschaftliche Betrachtungen zu „M.D“ sind rar gesät, was einerseits den hohen filmischen Anspruch des Films geschuldet ist und andererseits besondere Spannung bereithält. Mein Vorgehen ist hermeneutisch und somit qualitativ, da bei der Auseinandersetzung mit nur einem Werk das quantitative inhaltsanalytische Verfahren zu vernachlässigen ist. Der Fragestellung obliegt ein qualitativer Zugang, weil Zusammenhänge und Unterschiede von „M.D.“ im Verhältnis zur klassischen Periode des Film noir beschrieben und erklärt werden sollen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Leipzig
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Bereich: Medienwissenschaften
Seminar: Film- und Fernsehanalyse
WS 2004/05
Elemente des Film Noir
in David Lynchs „Mulholland Drive“
Juliane Scholz
April 2005
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung ...4
2. Film noir – eine Annäherung ...5
2.1 Film noir – Kurze Entstehungsgeschichte des Begriffs ...6
2.2 Film noir – Merkmale der Bildebene ...7
2.3 Film noir- Merkmale der Tonebene ...8
2.4 Film noir – Merkmale der narrativen Ebene ...9
3. „Mulholland Drive“ als moderner Film noir ...12
3.1 Die Erzählstruktur – Nichtlinearität als Methode ...14
3.2 Der Traum als Ausdruck des gestörten Innenlebens ...16
3.3 Die audiovisuellen Merkmale von „Mulholland Drive“ als Film noir ...18
4. Zusammenfassung ...19
5. Literaturverzeichnis ...20
6. Abbildungsverzeichnis ...21
Anhang:
Sequenzprotokoll des Films „Mulholland Drive“ ...22
1. Einleitung
Im Amerika der vierziger und fünfziger Jahre waren Verbrechen, Korruption, aber auch Filmkarrieren und die Erfüllung des „American Dream“ vorherrschende Gesellschaftsausprägungen. Besonders die dunkle Seite von Großstädten wie Los Angeles, die „Stadt der Engel“, wurde und wird von vielen Buch- und Filmautoren gewürdigt.
Kurz nach dem zweiten Weltkrieg beherrschten die Wirtschaftskrise und desillusionierte Kriegsheimkehrer das Bild der USA. Regisseure wie Billy Wilder, Orson Welles, Robert Siodmak und Max Ophüls schufen die dunkle, gewalttätige Filmlandschaft des Wartime Cinema, die sich vom ursprünglichen Hollywoodkino stark abgrenzte.
Die düsteren Stoffe der Buchautoren Dashiell Hammett und Raymond Chandler aus den dreißiger Jahren, wurden zur Vorlage1 einer der einflussreichsten und fruchtbarsten Filmbewegungen des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1941 und 19582 wird die klassisch - historische Periode des Film noir eingeläutet Die französischen Filmkritiker zeigten sich begeistert vom neuen amerikanischen Kino. Sie bewundern die größtenteils europäischen Regisseure, für ihren Mut zur offenen sexuellen, brutalen Darstellungen und der wegweisenden filmischen Ästhetik. Im prüden Amerika wurde man erst in den sechziger Jahren auf die Filmbewegung aufmerksam, die in Europa längst „Film noir“ oder die „Schwarze Serie“ getauft wurde.
In der vorliegenden Arbeit, sollen nun charakteristische Merkmale und Elemente des Film noir in seiner klassischen Periode aufgezeigt werden und in Verbindung mit dem Filmschaffen von David Lynch gesetzt werden. Da es den Umfang einer Hausarbeit sprengen würde, konzentriere ich mich auf das Werk „Mulholland Drive“3, welches zwar zeitlich nicht zur klassischen Film noir Bewegung gezählt werden kann, aber dennoch viele Charakteristika und Elemente der dunklen Bewegung vereint. Zur Verdeutlichung der Erzählstruktur findet sich im Anhang ein Sequenzprotokoll, welche das komplexe Werk Lynchs’, ein wenig übersichtlicher macht.
Des Weiteren soll dies keine allumfassende Analyse des Films „M.D.“ werden, vielmehr interessieren hier filmische Feinheiten der Erzählstruktur, Figurenkonstellation, audiovisuellen Ebene sowie der Montage, die dem Film noir entlehnt sind oder ihn teilweise weitergehend aufgreifen und sogar ironisieren.
Der Zusammenhang des „Lynch’schen Filmkosmos“ mit dem Film noir ist bereits in einigen Aufsätzen und Büchern4 erwähnt worden, aber wissenschaftliche Betrachtungen zu „M.D“ sind rar gesät, was einerseits den hohen filmischen Anspruch des Films geschuldet ist und andererseits besondere Spannung bereithält. Mein Vorgehen ist hermeneutisch und somit qualitativ, da bei der Auseinandersetzung mit nur einem Werk das quantitative inhaltsanalytische Verfahren zu vernachlässigen ist. Der Fragestellung obliegt ein qualitativer Zugang, weil Zusammenhänge und Unterschiede von „M.D.“ im Verhältnis zur klassischen Periode des Film noir beschrieben und erklärt werden sollen.
[...]
1 Andere Autoren sehen neben Kriminalautoren, auch klassische Gangsterfilme, Werke des deutschen Expressionismus sowie Autoren wie Zola und Hemingway als Wurzeln des Film noir.
2 1941 erscheint mit „The Maltese Falcon“ von Billy Wilder einer der ersten Film noir. Orson Welles „Touch of Evil“ gilt als Spätwerk der Bewegung.
3 Im Folgenden wird „Mulholland Drive“ mit „M.D.“ abgekürzt.
4 Vgl. Röwekamp, Burkard, Vom film noir zur méthode noire. Die Evolution filmischer Schwarzmalerei, Marburg 2003, S. 167 bis 201.
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