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Diploma Thesis, 2006, 143 Pages
Author: Falk Wiedemann
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
Details
Tags: Abgrenzung, Wohnungsmärkte
Year: 2006
Pages: 143
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 99 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57592-8
File size: 2790 KB
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Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Dresden
Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften
Institut für Geographie
Abgrenzung regionaler Wohnungsmärkte
Diplomarbeit
vorgelegt von: Falk Wiedemann
vorgelegt6 am: 16. März 2006
Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis: ... II
Abbildungsverzeichnis: ... IV
Tabellenverzeichnis: ... V
Abkürzungsverzeichnis: ... VI
1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung ... 1
1.2 Aufbau und Methodik der Arbeit ... 2
1.3 Datenquellen ... 4
2 Die Stadt-Umland-Region und Modelle zur Abgrenzung ... 6
2.1 Begriff und Abgrenzung der Region ... 6
2.2 Modelle der Stadtregionen ... 10
2.2.1 Boustedt-Stadtregionen ... 12
2.2.2 BIK-Stadtregionen ... 15
2.2.3 Bewertung der Regionsabgrenzungsmodelle ... 17
3 Die Wohnungsmarktregion – Begriffsbestimmung, Prozesse und Methoden zur Abgrenzung ... 20
3.1 Sachliche Eingrenzung und Definition des Wohnungsmarktes ... 20
3.2 Aktuelle Trends der Siedlungsentwicklung ... 24
3.3 Aktuelle Ansätze zur Abgrenzung regionaler Wohnungsmärkte ... 31
3.4 Regionaler Wohnungsmarkt versus Stadtregion ... 35
4 Die räumliche Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen mit Hilfe von Klassifizierungsverfahren ... 37
4.1 Verfahren der Raumklassifizierung ... 38
4.2 Vorstellung und räumliche Abgrenzung der Untersuchungsregionen ... 41
4.2.1 Die Untersuchungsregion Dresden ... 44
4.2.2 Die Untersuchungsregion Stuttgart ... 46
4.2.3 Die Untersuchungsregion München ... 47
4.3 Determinanten zur Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen ... 50
4.3.1 Einführung ... 50
4.3.2 Verflechtungsindikatoren ... 52
4.3.2.1 Pendlerverflechtungen ... 53
4.3.2.2 Kleinräumige Migration ... 54
4.3.3 Strukturindikatoren ... 55
4.3.3.1 Größe und Dichte ... 56
4.3.3.2 Arbeitsmarkt ... 57
4.3.3.3 Mobilität und Erreichbarkeit ... 58
4.3.3.4 Demographie ... 59
4.3.3.5 Dynamik ... 59
4.4 Datenanalyse ... 60
4.4.1 Datenaufbereitung und Normierung ... 60
4.4.2 Ausreißeranalyse ... 63
4.4.3 Untersuchung der Variablenstruktur ... 65
4.4.4 Multivariate Clusteranalyse ... 73
4.5 Ergebnis und Darstellung der Clusteranalyse ... 81
4.6 Qualitätsüberprüfung ... 86
4.6.1 Validierung des statistischen Modells ... 86
4.6.2 Vergleich der Modellergebnisse mit bestehenden Stadt-Umland-Abgrenzungen ... 90
4.6.2.1 Stadtregion ... 91
4.6.2.2 BIK-Region ... 92
4.6.2.3 Weitere Abgrenzungen ... 93
5 Ergebnisdiskussion und Bewertung ... 96
5.1 Einflussfaktoren auf die Validität des Abgrenzungsmodells ... 96
5.2 Raumstruktur, Stadtgröße und Wohnungsmarktlage ... 98
6 Schlussbetrachtung ... 102
Literatur- und Quellenverzeichnis: ... 104
Anlagenverzeichnis: ... VII
1 Einleitung
„Ohne Dinge im Raum ist der Raum gar nichts“ A. Einstein.1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Regionsabgrenzung und Regionstypisierung als taxonomisches Problem sind klassische geographische Forschungsfelder und wurden besonders intensiv in den 1960er und 1970er Jahren bearbeitet. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen aber, dass die bisherigen Ansätze nicht geeignet sind, um die tatsächlichen funktionalen Verflechtungen darzustellen. Wachsende Mobilität, Globalisierungstendenzen und veränderte Interaktionsmuster führen zu einer Diskussion über bestehende Raumgliederungen. Dennoch wurde das Thema der Regionsabgrenzung in der aktuellen Forschung stark vernachlässigt und nur wenige Arbeiten haben sich in der Neuzeit mit dieser Problematik beschäftigt. Ursache dafür ist die zunehmend heterogene Siedlungsstruktur und die Verwischung klarer Raumgrenzen durch die Auflösung des Stadt-Land- Gegensatzes, die eine Raumgliederung erschweren.
Gerade auf den großstädtischen Wohnungsmärkten erfährt die Regionalisierung jedoch eine wachsende Bedeutung, da immer differenziertere Prozesse aufgrund des demographischen Wandels stattfinden und eine zunehmende Unübersichtlichkeit und Unsicherheit über die Situation der Wohnungsmärkte herrscht.
Schrumpfende und wachsende Regionen grenzen direkt aneinander und eine genauere Betrachtung der Wohnungsmarktlage auf der Ebene der Stadtregionen ist notwendig geworden. Gerade auf dieser Ebene spielen sich die relevanten Wohnungsmarktprozesse ab, denn wohnungssuchende Haushalte orientieren sich nicht an Gemeindegrenzen, sondern agieren regional. Für diesen Betrachtungsmaßstab existieren bisher nur wenige Ansätze zur Abgrenzung zweckmäßiger Räume, die sich ausschließlich auf eine Beispielregion beschränken und aufgrund ihrer Methodik nicht universell auf verschiedene Gebiete angewendet werden können. Auf der anderen Seite sind bestehende bundesweit einheitliche Modelle zur Bestimmung von Stadt-Umland-Bereichen nicht geeignet, um regionale Wohnungsmärkte zu definieren. Nur eine funktional abgegrenzte Wohnungsmarktregion, deren Verlauf sich an den tatsächlichen Aktionsräumen und Verflechtungsstrukturen auf stadtregionaler Ebene orientiert, bildet die Grundlage für eine Akzeptanz der kommunalen Entscheidungsträger zu einer stärkeren Dezentralisierung der Verantwortlichkeiten. Es sollen daher im Rahmen dieser Arbeit Kriterien und methodische Lösungsmöglichkeiten für die Abgrenzung von regionalen Wohnungsmärkten anhand der drei Beispielregionen Dresden, Stuttgart und München entwickelt werden, deren Zuschnitt die räumliche Basis für eine regionalisierte Wohnungspolitik und eine effiziente Wohnungsmarktbeobachtung bilden.
1.2 Aufbau und Methodik der Arbeit
Aufbau
Der Gliederungsrahmen der vorliegenden Arbeit wird durch vier Hauptkomplexe gebildet. Zur Themenhinführung dienen zwei theoretische Grundlagenkomplexe, die sich wie folgt aufteilen.
In einem ersten Schritt (Kapitel 2.1) wird der Begriff der Region genauer definiert und die wichtigsten Regionalisierungsverfahren kurz erläutert. Nachfolgend werden im zweiten Abschnitt (Kapitel 2.2) zwei Grundlagenmodelle für die Abgrenzung von Stadt-Umland-Bereichen vorgestellt und bewertet.
Im zweiten theoretischen Grundlagenkomplex (Kapitel 3) wird der Begriff des Wohnungsmarktes näher betrachtet. Zusätzlich wird die Frage geklärt, welche Prozesse zur Herausbildung von regionalen Wohnungsmärkten führen und welche aktuellen Ansätze zur Bestimmung regionaler Wohnungsmärkte existieren. Der dritte Untersuchungskomplex (Kapitel 4) konzentriert sich anhand der gewählten Beispielregionen auf folgende Fragestellung, deren Beantwortung den Aufbau leitet:
- Welche Klassifizierungsmethode kann für die Bestimmung von regionalen Wohnungsmärkten angewendet werden?
- Welche Indikatoren eignen sich für eine Abgrenzung von regionalen Wohnungsmärkten bei einer Beschränkung auf ausschließlich sekundärstatistisches Datenmaterial und mittels welcher Kriterien kann über die Qualität der Indikatoren geurteilt werden?
- Inwiefern kann die unterschiedliche Eignungsgüte der Eingangsgrößen in ein Abgrenzungsmodell integriert werden?
- Welche Umlandgemeinden sind Teil der Wohnungsmarktregionen in den Untersuchungsgebieten?
- Mittels welcher Methodik ist eine Ergebniskontrolle möglich?
In einem ersten Teil werden nach der Vorstellung der wichtigsten Verfahren zur Raumklassifizierung die drei Beispielregionen kurz vorgestellt und anschließend die vermuteten Indikatoren zur Abgrenzung von regionalen Wohnungsmärkten analysiert. Daran schließt sich die Datenanalyse an. Ihr folgt die Ergebnisdarstellung der Klassifizierung und eine detaillierte Validitätsüberprüfung der ermittelten Wohnungsmarktregionen mittels statistischer und sachlogischer Kontrollkriterien.
Der letzte Komplex der Arbeit (Kapitel 5) dient einer ausführlichen Ergebnisdiskussion, die sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, welche Faktoren die räumliche Ausprägung der Wohnungsmarktregion beeinflussen.
Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Darstellung der gewonnen Erkenntnisse, Hinweise auf notwendige, tiefer gehende Analysen und des zukünftigen Forschungsbedarfes, sowie eine Benennung der Aspekte, die im Rahmen dieser Arbeit nur ansatzweise untersucht werden konnten.
[...]
1 Boesch 1989: 41.
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