Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2003, 15 Pages
Author: Dipl. Sozial. Päd. (FH) Viktoria Lehrer
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Musiktherapie, Intensivstationen
Year: 2003
Pages: 15
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57710-6
File size: 234 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Blockseminar: „Orff-Schulwerk und die Kodály-Methode“
am: 10.02.2003, 1. Semester 02/03
Musiktherapie auf Intensivstationen
von: Viktoria Lehrer
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Grundlagen 3
2.1 Definitionen 3
2.1.1 Musik 3
2.1.2 Musiktherapie 4
2.1.3 Intensivstation 4
2.2 Geschichtliche Entwicklung der Musiktherapie 4
2.3 Entwicklung des Gehörs 5
2.4 Dialogaufbau 6
2.5 Bedeutung von Musik für den Menschen 7
3 Musik als Heilmittel 7
4 Die Schöpferische Musiktherapie 8
5 Patienten auf der Intensivstation 8
5.1 Wahrnehmungen während der Bewusstlosigkeit 9
5.2 Komatöse Patienten aus musiktherapeutischer Sicht 10
5.3 Möglichkeiten des Dialogs 10
6 Behandlungskonzept 10
Fallbeispiel 11
7 Fazit 13
Literaturverzeichnis 15
1 Einleitung
Im Rahmen des Blockseminars lernte ich das Orff-Schulwerk und die Kodály-Methode kennen. Ich hörte in den zwei Tagen neben diesen Methoden auch viel über Musiktherapie bei Behinderten. Da ich fast 15 Jahre als Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin auf Intensivstationen mit bis zu 16 Betten gearbeitet habe und auf keiner der Intensivstationen die Musiktherapie kennen lernte, fragte ich mich: Inwieweit findet die Musiktherapie Anwendung in der Intensivpflege? Inwieweit sind Erfolge nachgewiesen?
Welche Möglichkeiten bieten sich für das Intensivpersonal an, mitzuwirken? Nach eingehender Literaturrecherche fand ich Hinweise auf verschiedene Krankenhäuser, die die Musiktherapie zunächst zum wissenschaftlichen Zweck in die Intensivtherapie aufgenommen haben und zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen sind. Beginnen werde ich in meiner Hausarbeit mit der Klärung verschiedener Begriffe und werde anschließend mit einem geschichtlichen Überblick fortfahren. Sodann beschreibe ich die Entwicklung des Gehörs und gehe kurz auf den Dialogaufbau des Menschen mit seiner Umwelt ein. Des Weiteren ist mir auch die Bedeutung der Musik für den Menschen wichtig; eine Erläuterung dieser Bedeutung erfolgt vor der Beschreibung von Musik als Heilmittel. Die schöpferische Musiktherapie ist auf Intensivstationen die am häufigsten gewählte Therapieform. Aus diesem Grund werde ich diese thematisieren und anschließend ein Fallbeispiel von Fr. Dr. Gustorff vorstellen. Im folgenden möchte ich kurz darauf hinweisen, dass im Text bei der Geschlechterbeschreibung nur die männliche Variante aufgrund von Wiederholungs- und Vereinfachungsgründen gewählt wurde. Es ist jedoch jeweils sowohl die weibliche als auch die männliche Form angesprochen.
2 Grundlagen
2.1 Definitionen
2.1.1 Musik
Die folgende Definition ist besonders deutlich auf den Menschen bezogen und findet deswegen in meiner Hausarbeit vor allen anderen Definitionen Vorrang. „Musik ist eine universale Erfahrung in dem Sinne, dass alle an ihr teilhaben können; ihre fundamentalen Elemente Melodie, Harmonie und Rhythmus sprechen jeden von uns an. Musik ist auch darin universal, dass ihre Botschaft, der Inhalt ihres Ausdrucks, alle Höhen und Tiefen menschlicher Erfahrung umfassen kann, alle Schattierungen des Fühlens. Sie kann die Seele durch alle Stadien ihrer Erfahrung führen oder begleiten, ganz gleich ob diese nur oberflächlich und verhältnismäßig allgemein sind oder tief und sehr persönlich“ (Nordoff & Robbins in Aldridge 1999: Seite 27).
2.1.2 Musiktherapie
Das Wort Therapie stammt aus dem Griechischen (therapeia) und bedeutet soviel wie heilen, helfen, lindern und begleiten (vgl. Wahrig-Burfeind 2000: Seite 938). Musiktherapie ist der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit (vgl. Decker-Voigt 1994: Seite 187).
2.1.3 Intensivstation
Hierunter versteht man eine spezielle Betteneinheit in einem Krankenhaus für die intensive Diagnostik und Therapie lebensbedrohlich oder kritisch erkrankter Patienten, wie z. B. Patienten mit einem Schädelhirntrauma oder bedrohlichen Atemstörungen. Die Hauptaufgabe der Intensivmedizin liegt in der Wiederherstellung und/oder Erhaltung der bedrohten Vitalfunktionen und der exakten Überwachung des Patienten. (vgl. Striebel 1994: Seite 269)
2.2 Geschichtliche Entwicklung der Musiktherapie
Die Verwendung musikalischer Elemente in der Schulmedizin ist keine neue medizinische Erkenntnis, sondern nichts anderes als die Rückbesinnung auf alte Bräuche der Naturvölker. So kennt man schon aus der Antike einige Beispiele über die Wirkung von Musik; z. B. sollen die im 19. Kapitel der Odyssee von Homer gesungenen Beschwörungsformeln eine starke Blutung gestillt haben. Das Alte Testament beschreibt die „Behandlung“ des depressiven Sauls durch den Harfe spielenden David. In der klassischen Antike war man der Ansicht, dass Musik eine erzieherische Macht besitzt und formend in das Innere der Seele eindringt. Deshalb wurde sie bei den Pythagoräern als äußert wichtiges Mittel zur Persönlichkeitserziehung angesehen. Demokrit (um 430 – 360 v. Chr.) spricht erstmals von den fünf Sinnen des Menschen. Von ihm soll die Aussage stammen, dass nichts im Intellekt ist, was nicht vorher in den Sinnen war (vgl. Neander 1999: Seite 12).
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Semiotik und Kommunikation
Author: Margret JonasRomance Languages - French Literature, 2006 Download as PDF-file for 3,99 EUR
Das Inzesttabu als interkulturelle Universalie - Ausarbeitung der Theorien zur Genese und Funktionalität des Inzestverbotes
Author: Anna Maresa StarkowskiSociology - Individual, Groups, Society, 2000 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Das Lachen. Eine literaturtheoretische Untersuchung
Author: Antje LeupoldGerman Studies - Linguistics, 2001 Download as PDF-file for 7,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: