Autor: Gabriele Wilke-Müller
Fach: Informationswiss., Informationsmanagement
Details
Institution/Hochschule: Universität Konstanz
Jahr: 2004
Seiten: 18
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 35 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 195 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57757-1
Textauszug (computergeneriert)
Universität Konstanz, FB Informatik und
Informationswissenschaft
Friedrichshafen 05. Oktober 2004
Distribution physischer Produkte beim Kauf via Internet –
Analyse existierender und Entwicklung zukünftiger Modelle
von: Gabriele Wilke-Müller
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriff und Definitionen
2.1 E-Business und E-Commerce
2.2 Stategische Distribution
2.3 Physische Distribution
3 Distribution digitaler – nicht digitaler Güter
3.1 digitaler Güter
3.2 nicht-digitale Güter
4 Verschiedene Logistikmodelle
4.1 Handel als Intermediär zwischen Hersteller und Endkunde
4.2 Abwicklung über den Großhandel
4.3 Warentransport in zwei Abschnitten
5 Probleme in der Distributionsstruktur
6 Pick-Up-Stellen
6.1 PickPoints
6.2 TOWER24
6.3 PACKSTATION
7 Auswirkungen des E-Commerce auf die Logistikdienstleister
8 Aktuelle Beispiele aus dem B2C-Bereich
8.1 Blumen Bsp. Fleurop
8.2 Ökologische Produkte
8.3 Bücher Bsp. Libri
8.4 Elektronik, Telekommunikation, Haushaltsgeräte Bsp. EP-Netshop
8.5 Autoteile
9 Veränderungen im B2B-Bereich
10 Ausprägungen und Organisation von Distributionsstrukturen Befragung 2002 TU Dresden
10.1 Lieferstrategien im B2C-Geschäft
10.2 Logistische Leistungsumfänge
10.3 Abwicklungsqualität
11 Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis
Internetquellen
1 Einleitung
Die Distribution physischer Produkte im E-Commerce ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zum einen muss das Produkt zum Kunden geliefert werden, zum andern muss im Falle einer Reklamation das Produkt wieder zum Händler in (Anwesenheit, Kosten,..) Rücksicht zu nehmen. In dieser Arbeit werden die existierenden Distributionsmöglichkeiten für physische Produkte, die via Internet gekauft werden, erläutert und analysiert. Dabei wird unter anderem untersucht welche Formen für welche Produkte in Frage kommen. Desweiteren werden neue Trends und Entwicklungen im Bereich der Distribution physischer Güter aufgegriffen und mit Praxisbeispielen angereichert. Da es sich um ein sehr umfangreiches Thema handelt, wurde der Schwerpunkt der Arbeit auf dem B2C1-Bereich gelegt, der B2B-Bereich2 wird der Vollständigkeit halber lediglich kurz aufgegriffen.
2 Begriffe und Definitionen
Im ersten Kapitel werden die Grundlagen mit Hilfe einiger Definitionen abgefasst. Die Abgrenzung zwischen E-Business und E-Commerce sowie der Begriff Distribution sollen hier erläutert werden.
2.1 E-Business und E-Commerce
Electronic Business (E-Business) ist ein Sammelbegriff für die Unterstützung geschäftlicher Prozesse durch Informationstechnologie (IT). Er kam in der zweiten Hälfte der 90er Jahren, kurz nach dem Begriff E-Commerce auf. Beiden Begriffen fehlen allgemein akzeptierte Begriffsinhalte und Abgrenzungen. Die beiden Schlagwörter können synonym verwendet werden. Häufig werden die Begriffe aber differenziert betrachtet, wobei ECommerce als der enger und E-Business als der weiter gefasste Begriff verstanden wird. E-Commerce bezieht sich eher auf den Handel, d. h. die elektronische Unterstützung von Geschäftstransaktionen, E-Business auf sämtliche Geschäftsprozesse innerhalb und zwischen Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Endkunden. Beide Begriffe sind eng mit dem Internet verbunden.3
Anhand verschiedener Zielgruppen kann E-Commerce in drei Bereiche unterteilt werden: B2A (Business-to-Administration) zwischen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung, B2B (Business-to-Business) zwischen Unternehmen und ihren industriellen Kunden sowie B2C (Business-to- Consumer) zwischen Unternehmen und ihren privaten Endkunden. Der B2CBereich steht in der folgenden Arbeit im Mittelpunkt.
Unter Distribution sind alle zu treffenden Logistik- und Absatzkanalentscheidungen zu verstehen, um ein Produkt vom Hersteller zum Kunden zu bringen, auch über Ländergrenzen hinweg. „Distributionssysteme sind gesellschaftliche Teilsysteme, welche die faktische Überbrückung der ökonomischen Distanz zwischen Erzeuger und Letztverwender besorgen.“4 „Distributionspolitik beinhaltet alle Entscheidungstatbestände, die im Zusammenhang stehen mit dem Weg eines Produktes vom Hersteller zum Endabnehmer. Man differenziert grundsätzlich in physische und strategische Distribution.“5
2.1 Strategische Distribution
Bei der strategischen Distribution stehen Überlegungen im Vordergrund, die sich auf die Wahl der Absatzwege und -organe beziehen. Stark vereinfachtet lässt sich die Wahl auf direkten und indirekten Absatz beschränken.6
2.2 Physische Distribution
Weis setzt den Begriff physische Distribution mit dem Begriff Marketing- Logistik gleich. Er versteht darunter alle Tätigkeiten, durch die Transport- und Lagervorgänge zur Auslieferung der Fertigprodukte eines Unternehmens an ihre Kunden gestaltet, gesteuert und überwacht werden. Die erforderlichen Tätigkeiten sollen dabei derart koordiniert werden, dass Kunden unter Berücksichtigung der bei der Überbrückung von Raum und Zeit entstehenden Kosten bestmöglich bedient werden können.7 Der traditionelle Handel übernimmt im Rahmen der physischen Distribution die Verteilung und somit auch den Transport von Produkten, wobei er eine Losgrößenveränderung durchführt, d. h. große Lose werden in kleinere Mengeneinheiten aufteilt. In diesem Zusammenhang übernimmt er die Aufgabe der Lagerung und gewährleistet dem Nachfrager einen angemessenen Verfügbarkeitsgrad in räumlicher und zeitlicher Hinsicht. Im Rahmen des E-Business lässt sich auch diese Funktion von den anderen Handelsfunktionen entkoppeln. Lager- und Transportfunktion können von Speditionen wie UPS, DHL oder FedEx übernommen werden. Bei digitalisierten Produkten ist dies irrelevant, da die Verfügbarkeit für den Nachfrager jederzeit gegeben ist.8 Auf elektronischem Weg stehen dem Konsumenten jederzeit Informationen über die Produktverfügbarkeit bzw. den Status seiner persönlichen Bestellung zur Verfügung.
Die Lieferzeit spielt heute mehr denn je eine entscheidende Rolle über den Verkauf einer Ware. „Daraus lässt sich die zentrale Aufgabe für die Marketing-Logistik ableiten, nämlich dafür zu sorgen, dass auf dem Markt Produkte im richtigen Zustand, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort entsprechend der Kundennachfrage angeboten werden.“9
3 Distribution digitaler Güter – nicht digitaler Güter
3.1 digitaler Güter
[...]
1 B2C Business to Customer, Business to Consumer Bezeichnung für Geschäftsbeziehungen, -prozesse oder –modelle zwischen Unternehmen und ihren Kunden (Schildhauer, Lexikon Electronic Business) B2B Business to Business, Bezeichnung für Geschäftsbeziehungen und –prozesse oder - modelle zwischen Unternehmen (Schildhauer, Lexikon Electronic Business)
3 vgl. Gabler Lexikon Logistik
4 vgl. Scheuch, S. 357
5 vgl. Zerres, S. 102
6 vgl. Zerres, S. 108
7 vgl. Weis S. 346
8 vgl. Corsten, S. 53
9 vgl. Weis S. 348
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