Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2006, 17 Pages
Author: Josepha Helmecke
Subject: Politics - International Politics - Topic: German Foreign Policy
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Otto-Suhr-Institut)
Tags: Warum, Sitz, Sicherheitsrat, Perspektive, Einführung, Außenpolitik
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57831-8
ISBN (Book): 978-3-638-75315-9
File size: 192 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Die United Nations Organization (UNO) wurde mit dem Ziel gegründet, eine handlungsfähige Organisation zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zu schaffen, die auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller friedliebenden Staaten aufbaut. Die Idee eines Völkerbunds zur internationalen Friedenssicherung fand ihren Ursprung bereits nach dem 1. Weltkrieg, konnte jedoch aufgrund mangelnder Beitrittsbereitschaft anderer Staaten nicht umgesetzt werden. Noch während des zweiten Weltkriegs unternahm US-Präsident Franklin D. Roosevelt einen weiteren Versuch zur Schaffung einer friedenssichernden internationalen Institution. Mit Erfolg. Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der UNO, das Gründungsdokument in Kraft. Zum Kreis der hauptverantwortlichen Mächte der UNO zählen die Siegermächte des zweiten Weltkrieges.Das mächtigste der sechs Hauptorgane der UNO ist der UN-Sicherheitsrat. Die Mitgliedschaft des Rates setzt sich aus fünf ständigen Mitgliedern, die hauptverantwortlichen Mächte, und zehn wechselnden nicht-ständigen Mitgliedern zusammen, wobei nur die ständigen Mitglieder über das absolute Vetorecht verfügen.Diese Zusammensetzung des Rates hat sich seit der Gründung der UNO bis heute jedoch nicht verändert und entfachte insbesondere in den letzten Jahren eine internationale Debatte zur Legitimität der Repräsentanten des UNO-Sicherheitsrates. Zahlreiche Politologen und Politiker sowie die Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten sehen in den “ständigen Fünf“ das Spiegelbild der Mächteverhältnisse am Ende des 2. Weltkrieges und nicht die geopolitische Wirklichkeit einer globalisierten Welt. Sie sind der Auffassung, dass eine Reformierung und Stärkung des UN-Sicherheitsrats unausweichlich ist. Zu den Spitzenkandidaten für einen ständigen Sitz im UN-Rat zählt - neben Japan, Brasilien und Indien - Deutschland, da es aufgrund seiner wirtschaftlichen und politischen Gewichtung auf der internationalen Bühne sowie seiner UNO-Position als zweitgrößter Truppensteller für UNO-Einsätze und drittgrößter Beitragszahler ein Anrecht auf einen ständigen Sitz im Rat hat. Diese und weitere Begründungen werden sowohl von Deutschland als auch von Reformbefürwortern in den UNO-Generalversammlungen vertreten, unklar ist jedoch, welche nationalen Gründe sich hinter dem Wunsch nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat verbergen. Diese Frage soll im Folgenden am Beispiel Deutschland und unter Zuhilfenahme des Neorealismus nach Kenneth Waltz beantwortet werden.
Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin, Otto-Suhr-Institut
PS „Einführung in die deutsche Außenpolitik“
Berlin, 30.09.2006
Warum versucht die BRD einen ständigen Sitz im UN
Sicherheitsrat zu erhalten Aus neorealistischer Perspektive
von: Josepha Helmecke
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Der Neorealismus nach Kenneth Waltz 2
2.1 Das internationale System und die deutsche Außenpolitik nach dem Ende des Kalten Krieges aus neorealistischer Perspektive 5
2.2 Hypothesen des Neorealismus zur deutschen Außenpolitik und die Erklärung des deutschen Strebens nach einem ständigen Sitz im UN-Rat 8
3. Fazit 12
4. Literaturverzeichnis 14
1. Einleitung
Die United Nations Organization (UNO) wurde mit dem Ziel gegründet, eine handlungsfähige Organisation zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zu schaffen, die auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller friedliebenden Staaten aufbaut.1 Die Idee eines Völkerbunds zur internationalen Friedenssicherung fand ihren Ursprung bereits nach dem 1. Weltkrieg, konnte jedoch aufgrund mangelnder Beitrittsbereitschaft anderer Staaten nicht umgesetzt werden. Noch während des zweiten Weltkriegs unternahm US-Präsident Franklin D. Roosevelt einen weiteren Versuch zur Schaffung einer friedenssichernden internationalen Institution. Mit Erfolg. Am 26. Juni 1945 wurde die Charta der UNO, das Gründungsdokument der Vereinten Nationen, von insgesamt 51 Staaten unterzeichnet und trat am 24. Oktober 1945 in Kraft.2 Zum Kreis der hauptverantwortlichen Mächte der UNO zählen die Siegermächte des zweiten Weltkrieges USA, Frankreich, Großbritannien und das heutige Russland (ehemals die Sowjetunion) sowie China.
Das mächtigste der sechs Hauptorgane der UNO ist der UN-Sicherheitsrat, da in ihm alle Entscheidungen zur Sicherung des Friedens verbindlich getroffen werden. Die Mitgliedschaft des Rates setzt sich aus fünf ständigen Mitgliedern, die hauptverantwortlichen Mächte, und zehn wechselnden nicht-ständigen Mitgliedern zusammen, wobei nur die ständigen Mitglieder über das absolute Vetorecht verfügen.3 Diese Zusammensetzung des Rates hat sich seit der Gründung der UNO bis heute jedoch nicht verändert und entfachte insbesondere in den letzten Jahren eine internationale Debatte zur Legitimität der Repräsentanten des UNOSicherheitsrates. Zahlreiche Politologen und Politiker sowie die Mehrheit der UNMitgliedstaaten sehen in den “ständigen Fünf“ das Spiegelbild der Mächteverhältnisse am Ende des 2. Weltkrieges und nicht die geopolitische Wirklichkeit einer globalisierten Welt. Sie sind der Auffassung, dass das veränderte Kräfteverhältnis nach dem Ende des Ost-West-Konflikts im internationalen System und die wachsende Bedrohung für die nationale und globale Sicherheit durch Terrorismus, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und die Nukleargefahr, eine Re- formierung und Stärkung der UNO im Allgemeinen und des UN-Sicherheitsrats im Besonderen unausweichlich ist. UN-Generalsekretär Kofi Annan beauftragte in Folge ein Expertengremium, welches zwei wesentliche Kriterien zur Erweiterung bzw. Veränderung des Sicherheitsrates und seiner ständigen Mitgliedschaft aufstellte. Die erste und bedeutsamste Forderung des Expertengremiums ist die Vertretung aller Weltregionen im UN-Sicherheitsrat wie zum Beispiel auch Afrika und Lateinamerika. Die zweite Forderung richtet sich an die Nationalstaaten, wobei nur diejenigen einen ständigen Sitz erhalten sollten, die große finanzielle, militärische sowie diplomatische Beiträge in den Vereinten Nationen leisten.4
Zu den Spitzenkandidaten für einen ständigen Sitz im UN-Rat zählt - neben Japan, Brasilien und Indien - Deutschland, da es aufgrund seiner wirtschaftlichen und politischen Gewichtung auf der internationalen Bühne sowie seiner UNO-Position als zweitgrößter Truppensteller für UNO-Einsätze und drittgrößter Beitragszahler ein Anrecht, gemäß der Kriterien Annans, auf einen ständigen Sitz im Rat hat.5 Diese und weitere Begründungen werden sowohl von Deutschland als auch von Reformbefürwortern in den UNO-Generalversammlungen vertreten, unklar ist jedoch, welche nationalen Gründe sich hinter dem Wunsch nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat verbergen. Diese Frage soll im Folgenden am Beispiel Deutschland und unter Zuhilfenahme des Neorealismus nach Kenneth Waltz beantwortet werden. Die Bearbeitung der Fragestellung gliedert in drei Schritte: Zu Beginn werden die Grundannahmen des Neorealismus nach Kenneth Waltz dargestellt. Anschließend wird geklärt, wie sich der Strukturwandel des internationalen Systems nach dem Ende des Kalten Krieges auf Deutschland und die deutsche Außenpolitik auswirkte, um Hypothesen zur deutschen Außenpolitik aus neorealistischer Perspektive ableiten zu können, mit deren Hilfe sich letztlich die Frage nach dem deutschen Interesse an einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat erklären lassen wird.
2. Der Neorealismus nach Kenneth Waltz
[...]
1 Gareis/Varwick (2003:41)
2 Gareis/Varwick (2003:41)
3 Schmidt (2004:639)
4 Nass/Kleine-Brockhoff (2005)
5 Nass/Kleine-Brockhoff (2005)
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Die Bemühungen Deutschlands, Japans, Brasiliens und Indiens um eine Reform des UN-Sicherheitsrates und die Haltung anderer Akteure
Author: Till-Bastian FehringerPolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Die Frauenbilder in Heinrich von Kleists "Marquise von O." und "Penthesilea" - Ein Vergleich
Author: M.A. Nicole GastGerman Studies - Modern German Literature, 2006 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Der Journalist Heinrich Heine
Author: Sebastian GöbGerman Studies - Modern German Literature, 2006 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Verfassungsrechtliche Stellung und Kompetenzen des Präsidenten der USA
Author: Aleksandra GrzendaPolitics - International Politics - Region: USA, 2002 Download as PDF-file for 2,99 EUR
Die Reform-Debatte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
Author: Stephanie TraichelPolitics - International Politics - Topic: International Organisations, 2006 Download as PDF-file for 10,99 EUR
Der kooperative Föderalismus der Bundesrepublik Deutschland und die Politikverflechtungsfalle nach Fritz W. SCHARPF - Ist die Bundesrepublik Deutschland in der Politikverflechtungsfalle gefangen?
Author: Henry MayerPolitics - Political Theory and the History of Ideas Journal, 2007 Download as PDF-file for 11,99 EUR
Die USA, die NATO und der Krieg um den Kosovo
Author: Christian KreßPolitics - International Politics - General, 2006 Download as PDF-file for 11,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: