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Diploma Thesis, 2006, 64 Pages
Author: Anonym
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Tags: Personalentwicklung, Mittelstand, Beispiel, GmbH
Year: 2006
Pages: 64
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-60287-7
ISBN (Book): 978-3-638-71582-9
File size: 574 KB
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Abstract
Aufgrund des immer rascheren technologischen Fortschritts, der zunehmenden Globalisierung, der kürzeren Produktlebenszyklen und den wirtschaftlichen Schwankungen ist es besonders heutzutage von essentieller Bedeutung, dass sich die Unternehmen diesen wachsenden Herausforderungen kontinuierlich stellen und sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. Um dieses zu gewährleisten, muss zunächst bei dem für den Unternehmenserfolg wichtigsten und entscheidenden Faktor, dem Humankapital bzw. den Mitarbeitern, angesetzt werden. Nur Unternehmen mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern können den Anforderungen der heutigen Zeit auf Dauer Stand halten. Der Erfolg des Unternehmens steht und fällt mit seinen Mitarbeitern! (...) Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das Wesen und die Bedeutung der Personalentwicklung aufzuzeigen und praktische Anregungen und Vorschläge für die Umsetzung in einem mittelständischen Unternehmen, konkret am Beispiel der xxx GmbH, zu vermitteln. Die Fragestellung dieser Arbeit ergibt sich aus der Notwendigkeit, sich auch im Hause xxx Gedanken über die Möglichkeiten der gezielten Mitarbeiterqualifizierung und -förderung zu machen. Bislang wird dem Bereich der Personalentwicklung keine größere Bedeutung beigemessen. Das einzige Instrument der Personalförderung, das derzeit bei xxx Anwendung findet, ist die Ausbildung von Industriekaufleuten, Textilen Konfektionären und BA-Studenten in den Fachrichtungen Industrie und Internationales Management. Für weiterbildende Maßnahmen, die den Großteil der Belegschaft betreffen, ist momentan, hauptsächlich aus Kostengründen, kein strukturiertes und durchdachtes Konzept vorhanden. Es wird vielmehr so gehandhabt, dass auftretender Bedarf eher kurzfristig berücksichtigt wird. Eine ausdrückliche Ermittlung dieser Erfordernisse erfolgt jedoch nicht. Die Entscheidung, ob und welche Maßnahme für wen durchgeführt werden soll, kommt meist eher „aus dem Bauch heraus“ als dass zuvor ein systematischer Entwicklungsplan konzipiert wurde, der auf Basis eines detaillierten Soll-Ist-Vergleichs beruht.
Excerpt (computer-generated)
Berufsakademie Mosbach
- Staatliche Studienakademie -
Personalentwicklung im Mittelstand
am Beispiel der xxx GmbH
Diplomarbeit
für die
Prüfung zur Diplom-Betriebswirtin (Berufsakademie)
an der
Berufsakademie Mosbach
Studiengang: Industrie
Studienjahrgang:
2003
Name: Tabea
Weilbrenner
Name und Sitz des Ausbildungsbetriebes: xxx GmbH
Bad
Rappenau-Fürfeld
Abgabedatum: 29. September 2006
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
1 Problemstellung
1
2 Theoretische Grundlagen der Personalentwicklung
3
2.1 Begriffsklärungen
3
2.1.1 Personalentwicklung
3
2.1.2 Mittelstand
4
2.2 Ziele der Personalentwicklung
5
2.2.1 Unternehmensbezogene Ziele
5
2.2.2 Mitarbeiterbezogene Ziele
6
2.3 Aufgaben der Personalentwicklung
7
2.3.1 Bestimmung der Entwicklungsziele
7
2.3.2 Ermittlung des Entwicklungsbedarfs
8
2.3.3 Bedarfsdeckung
9
2.3.4 Kontrolle der Zielerreichung
9
2.3.4.1 Ökonomische Erfolgskontrolle
9
2.3.4.2 Pädagogische Erfolgskontrolle
11
2.3.4.3 Probleme der Erfolgskontrolle
11
2.4
Arten
der
Personalentwicklung
12
2.4.1 Berufsvorbereitende Personalentwicklung
12
2.4.2 Berufsbegleitende Personalentwicklung
12
2.4.3 Berufsverändernde Personalentwicklung
13
2.5 Träger der Personalentwicklung
13
2.6 Entwicklung von verschiedenen Kompetenzmerkmalen
14
2.6.1 Entwicklung der fachlichen Kompetenz
14
2.6.1.1
Leistungsbeurteilung
14
2.6.1.2
Mitarbeitergespräch
15
2.6.1.3 Personal- und Mitarbeiterbefragungen
15
2.6.1.4 Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil
16
2.6.1.5 E-Learning
17
2.6.2 Entwicklung der persönlichen Kompetenz
18
II
2.6.2.1 Coaching und Mentoring
18
2.6.2.2 Mitarbeiterführung
19
2.6.2.3 Teambildung
20
2.6.2.4 360°Feedback-Beurteilung
21
2.6.2.5 Laufbahnplanung
22
2.7 Qualifikationsvermittlung
23
2.7.1 Bildung ,,on the job"
23
2.7.2 Bildung ,,off the job"
23
2.7.3 Bildung ,,near the job"
24
2.8 Informationsgrundlagen für die Personalentwicklung
24
3 Ermittlung des Weiterbildungsbedarfs der xxx GmbH
25
3.1 Unternehmensvorstellung
25
3.2 Methoden der Gegenüberstellung von Anforderungs- und Fähigkeitsprofil
27
3.2.1 Mitarbeitergespräch
27
3.2.2 Potenzialanalyse
28
3.2.2.1 Lokalisierung der Potenzialträger
28
3.2.2.2 Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs
28
3.3 Organisation der Qualifizierungsmaßnahmen
29
4 Personalentwicklungskonzepte für die xxx GmbH
30
4.1 Ausgewählte Konzepte für Losberger
30
4.1.1 Ausbildung
30
4.1.2 Fort- und Weiterbildung
31
4.1.2.1 Schulungen / Seminare
31
4.1.2.2 Coaching für Führungskräfte
31
4.1.3 Leistungsbeurteilung / Mitarbeitergespräch
32
4.1.4 Stellenbeschreibung
33
4.1.5 Konzept für die Nachfolgeplanung
34
4.1.5.1 Abgrenzung der Positionen für die Nachfolgeplanung
34
4.1.5.2 Abgrenzung der internen oder externen Stellenbesetzung
34
4.1.5.3 Festlegung der Anforderungskriterien
35
4.1.5.4 Ermittlung und Auswahl von potentiellen Nachfolgern
36
4.1.5.5 Festlegung von Qualifizierungsmaßnahmen
36
4.1.5.6 Einarbeitungsphase
37
4.2 Erfolgskontrolle
37
III
5 Einbeziehung von Interessengruppen bei der Einführung von
Personalentwicklungsmaßnahmen
39
5.1 Gesetzliche Regelungen
39
5.1.1 Betriebsrat
39
5.1.2 Gleichbehandlung von Arbeitnehmern
39
5.2 Überzeugung der Geschäftsleitung
40
5.3 Überzeugung der Mitarbeiter
41
6 Fazit
42
Literaturverzeichnis 44
Anlagenverzeichnis 47
IV
Abkürzungsverzeichnis
BA
=
Berufsakademie
Aufl.
=
Auflage
KMU
=
Kleine
und
Mittlere
Unternehmen
AGG
=
Allgemeines
Gleichbehandlungsgesetz
PE
=
Personalentwicklung
MA
=
Mitarbeiter
BBiG
=
Berufsbildungsgesetz
SGB =
Sozialgesetzbuch
HWO =
Handwerkerordnung
CBT
=
Computer Based Training
WBT
=
Web Based Training
sen. =
senior
BetrVG =
Betriebsverfassungsgesetz
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Zusammenhang der verschiedenen Kompetenzbereiche
2
Abb. 2: Dienst nach Vorschrift: Wie engagiert arbeiten deutsche Mitarbeiter?
6
Abb. 3: Maslow′sche Bedürfnispyramide
6
Abb. 4: Lernzielarten
8
Abb. 5: 360°Feedback-Beurteilung
22
Abb. 6: Weiterbildungspotenzial der Mitarbeiter
29
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Neue Mittelstandsdefinition des IfM Bonn
4
Tab. 2: Kennzahlen für Personalentwicklungsmaßnahmen
10
Tab. 3: Träger und Aufgabenverteilung der Personalentwicklung
14
Tab. 4: Ablauf einer Coachingberatung
19
Tab. 5: Vor- und Nachteile der internen und externen Stellenbesetzung 35
V
1 Problemstellung
Aufgrund des immer rascheren technologischen Fortschritts, der zunehmenden
Globalisierung, der kürzeren Produktlebenszyklen und den wirtschaftlichen
Schwankungen ist es besonders heutzutage von essentieller Bedeutung, dass sich die
Unternehmen diesen wachsenden Herausforderungen kontinuierlich stellen und sich
an die neuen Gegebenheiten anpassen1. Um dieses zu gewährleisten, muss zunächst
bei dem für den Unternehmenserfolg wichtigsten und entscheidenden Faktor, dem
Humankapital bzw. den Mitarbeitern, angesetzt werden. Nur Unternehmen mit
qualifizierten und motivierten Mitarbeitern können den Anforderungen der heutigen Zeit
auf Dauer Stand halten. Der Erfolg des Unternehmens steht und fällt mit seinen
Mitarbeitern!2
Es ist also unerlässlich, die Belegschaft eines Unternehmens umfassend und
ausreichend zu qualifizieren, sowohl im fachlichen und methodischen Bereich als auch
zunehmend im sozialen Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen. Diese Kompetenzen
können auf unterschiedliche Weise ausgeprägt werden.
Sonntag
schlägt für die
einzelnen Bereiche verschiedene Entwicklungsmethoden wie z.B. kognitive
Trainingsmethoden für die Fachkompetenz oder Gruppentrainings für die
Sozialkompetenz vor3. Besonders in Führungspositionen gewinnt die Entwicklung von
persönlichkeitsspezifischen Eigenschaften zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören
zum Beispiel Zeitmanagement, Arbeitsorganisation, Teamarbeit und Führungs-Know-
how. Diese Entwicklung hin zu mehr zwischenmenschlicher Kommunikation ist unter
anderem auf die immer komplexer werdenden betrieblichen Problemstellungen und die
Zunahme von Informationsvermittlung über elektronische Medien zurückzuführen. Um
diesem Wandel gerecht werden zu können, bedarf es einer systematischen
Entwicklung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz zusammen genommen der
Handlungskompetenz wie in Abbildung 1 zu sehen ist. Daraus lässt sich die
Tatsache ableiten, dass die Personalentwicklung - auch Human Resource
Management genannt - eine der wichtigsten Managementaufgaben der Zukunft sein
wird, wobei dieser Trend bereits in der Gegenwart Anwendung findet.
1 Vgl. Mentzel, W.: Unternehmenssicherung durch Personalentwicklung, 7. Aufl., Rudolf Haufe Verlag,
Freiburg i. Br. 1997, S. 15
2 Vgl. Marschlich, A.: Vom Beiboot der Strategieverwirklichung zum Motor des Mutterschiffes, Online im
Internet, http://www.4managers.de/10-Inhalte/asp/strategischepersonalentwicklung.asp, Abfrage vom
04.07.06
3 Vgl. Sonntag, K.: Personalentwicklung in Organisationen, 3. Aufl., Hogrefe Verlag, Göttingen 2006, S.
273
1
Sozialkompetenz
Fachkompetenz
Handlungskompetenz
Methodenkompetenz
Abb. 1: Zusammenhang der verschiedenen Kompetenzbereiche
Quelle: eigene Darstellung, vgl. Olfert, K.: Personalwirtschaft, 11. Aufl., Friedrich Kiehl Verlag,
Ludwigshafen (Rhein) 2005, S. 386
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das Wesen und die Bedeutung der Personalentwicklung
aufzuzeigen und praktische Anregungen und Vorschläge für die Umsetzung in einem
mittelständischen Unternehmen, konkret am Beispiel der xxx GmbH, zu vermitteln. Die
Fragestellung dieser Arbeit ergibt sich aus der Notwendigkeit, sich auch im Hause xxx
Gedanken über die Möglichkeiten der gezielten Mitarbeiterqualifizierung und -förderung
zu machen. Bislang wird dem Bereich der Personalentwicklung keine größere
Bedeutung beigemessen. Das einzige Instrument der Personalförderung, das derzeit
bei xxx Anwendung findet, ist die Ausbildung von Industriekaufleuten, Textilen
Konfektionären und BA-Studenten in den Fachrichtungen Industrie und Internationales
Management. Für weiterbildende Maßnahmen, die den Großteil der Belegschaft
betreffen, ist momentan, hauptsächlich aus Kostengründen, kein strukturiertes und
durchdachtes Konzept vorhanden. Es wird vielmehr so gehandhabt, dass auftretender
Bedarf eher kurzfristig berücksichtigt wird. Eine ausdrückliche Ermittlung dieser
Erfordernisse erfolgt jedoch nicht. Die Entscheidung, ob und welche Maßnahme für
wen durchgeführt werden soll, kommt meist eher ,,aus dem Bauch heraus" als dass
zuvor ein systematischer Entwicklungsplan konzipiert wurde, der auf Basis eines
detaillierten Soll-Ist-Vergleichs beruht.
Zu Beginn dieser Arbeit werden zunächst die Begriffe Personalentwicklung und
Mittelstand ausgehend von einschlägiger Literatur definiert. Anschließend folgt eine
Ausführung der verschiedenen Ziele, Aufgaben, Arten und Träger der
Personalentwicklung. Im Anschluss daran werden die unterschiedlichen Möglichkeiten
an Instrumenten zur Umsetzung dieser Ressource vorgestellt. Im Kapitel drei wird
2
dann auf die konkrete Situation bei der Firma xxx umgeschwenkt. Dazu wird zunächst
das Unternehmen kurz vorgestellt, damit der Leser Einblick in das behandelte
Unternehmen gewinnen kann. Außerdem werden Methoden zur Ermittlung des
Weiterbildungsbedarfs und deren Organisation vorgeschlagen. Im vierten Kapitel
werden dann ausführlich ausgewählte und sich anbietende Konzepte für die Firma xxx
aufgezeigt. Anschließend wird im Kapitel 5 noch auf die verschiedenen
Interessengruppen eingegangen, die bei der Einführung von Personalentwicklungs-
maßnahmen einzubeziehen sind, um zum Schluss ein Fazit aus dieser Arbeit zu
ziehen.
2 Theoretische Grundlagen der Personalentwicklung
2.1 Begriffsklärungen
2.1.1 Personalentwicklung
Personalentwicklung ist ein Teilbereich der Personalwirtschaft und diese gehört
wiederum zur betriebswirtschaftlichen Lehre. In der Literatur finden sich zahlreiche
Definitionen und Auslegungen hinsichtlich der Personalentwicklung. Allgemein
beschreibt sie alle Maßnahmen eines Unternehmens, die der Aktivierung, Erhaltung
und Verbesserung der Qualifikationen seiner Mitarbeiter dienen4. Im engeren Sinne
zählen hierzu Ausbildung, Fort- bzw. Weiterbildung und Umschulung. Die Ausbildung
bezeichnet die berufliche Erstausbildung, die betriebliche Grundkenntnisse und
Fertigkeiten vermitteln soll. Im Gegensatz dazu versteht sich die Fort- bzw.
Weiterbildung als Maßnahme, um diese in der Erstausbildung erworbenen Kenntnisse
und Fertigkeiten an aktuelle Veränderungen anzupassen oder gar weiterzuentwickeln.
Die Umschulung bedeutet eine Zweitausbildung, die dem Teilnehmer eine berufliche
Neuorientierung ermöglicht.
Jung
konkretisiert diese Definition noch: Demnach verfolgt
die Personalentwicklung das Ziel, die Mitarbeiter zur Bewältigung sowohl der
gegenwärtigen als auch der zukünftigen Anforderungen zu befähigen5.
Mentzel
spricht
ganz allgemein von der Sicherstellung einer ,,bedarfsgerechten Förderung und Bildung
der Mitarbeiter"6.
Im Idealfall wird in drei Ebenen gearbeitet. Der strategische Planungshorizont erstreckt
sich über fünf bis zehn Jahre. Darin werden die grundsätzlichen Entwicklungsziele
festgelegt, die mit den allgemeinen Zielen des Unternehmens abgestimmt sein sollten.
4 Vgl. Olfert, K.: Personalwirtschaft, a.a.O., S. 383
5 Vgl. Jung, H.: Personalwirtschaft, 6. Aufl., Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2005, S. 244
6 Mentzel, W.: Personalentwicklung, 2. Aufl., Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, S. 1 f
3
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