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Examination Thesis, 2006, 54 Pages
Author: Romy Thiel
Subject: Pedagogy - General
Details
Institute: Studienseminar Bernau
Tags: Qualitätsurteil, Sehr, Handlungsorientierter, Unterricht, Klasse, Thema, Warentest, Zweites, Staatsexamen, Referandariat
Year: 2006
Pages: 54
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57887-5
File size: 1241 KB
Das Durchführen eines Warentest kann in mehreren Fächern und Klassenstufen integriert werden. Es fördert das Handlungsorientierte Lernen. Hier habe ich ein übertragbares Handlungsmuster für das Durchführen von Warentests erarbeitet und mit einer 5. Klasse durchgeführt und dokumentiert. Getestet wurden Tintenkiller und Klebestifte.
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Excerpt (computer-generated)
Studienseminar Bernau
Fachseminar: WAT
Qualitätsurteil: Sehr gut?
handlungsorientierter Unterricht in der Klasse 5 zum Thema Warentest
Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Zweiten Staatsprüfung für das
Lehramt der Bildungsgänge der Sekundarstufe 1 und Primarstufe an
allgemeinbildenden Schulen
vorgelegt dem: Landesprüfungsamt für Lehrämter
vorgelegt von: Romy Thiel
vorgelegt im: März 2006
Erzähle mir und ich vergesse,
zeige mir und ich erinnere,
lass es mich tun und ich verstehe!
Konfuzius1
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Handlungsorientierter Unterricht ... 4
2.1. Begriffsbestimmung ... 4
2.2. Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts ... 4
2.3. Planungsgrundlage von handlungsorientiertem Unterricht ... 5
3. Warentests ... 6
3.1. Die Stiftung Warentest ... 6
3.2. Der professionelle Warentest ... 7
3.2.1. Produktauswahl ... 7
3.2.2. Testvorbereitungen ... 8
3.2.3. Testdurchführung und Testauswertung ... 8
3.2.4. Testveröffentlichung ... 9
3.3. Schülergemäße Warentests ... 9
4. Curriculare Einordnung und Situationsanalyse zum Thema „Warentest“ in einer 5. Klasse ... 10
4.1. Einordnung in den aktuellen Rahmenlehrplan „Wirtschaft – Arbeit – Technik für Grundschulen“ ... 10
4.2. Richt- und Grobziele der Unterrichtsreihe in Bezug zu Kompetenzbereichen und Standards ... 10
4.3. Rahmenbedingungen und Situationsanalyse ... 11
4.3.1. Allgemeine Lernvoraussetzungen ... 11
4.3.2. Fachspezifische Lernvoraussetzungen ... 12
4.3.3. Organisatorische und sachlich-materielle Voraussetzungen ... 12
5. „Schüler testen und bewerten Klebestifte und Tintenkiller“ - Vorbereitung, Durchführung und Auswertung schülergemäßer Warentests am Beispiel einer 5. Klasse - ... 13
5.1. Vorbereitung der Warentests ... 14
5.1.1. Einstieg in das Thema ... 14
5.1.2. Testprodukte festlegen ... 15
5.1.3. Testgruppen bestimmen und Testfahrplan vorstellen ... 16
5.1.4. Informieren über die Testprodukte ... 17
5.1.5. Auswahl der Testproduktmarken ... 18
5.1.6. Bewertungskriterien und Bewertungsskala festlegen ... 18
5.1.7. Testmethoden und Vorgehensweise festlegen ... 20
5.2. Durchführung der Warentests ... 21
5.3. Auswertung und Präsentation der Warentests ... 23
5.3.1. Testergebnisse zusammenstellen und bewerten ... 23
5.3.2. Testergebnisse vorstellen und veröffentlichen ... 24
6. Reflexion und Evaluation ... 25
7. Persönliche Schlussfolgerung ... 30
8. Literaturverzeichnis ... 32
Anhang - Inhaltsverzeichnis - ... 34
1. Einleitung
Kinder und Jugendliche befinden sich in den verschiedensten Kaufsituationen, sie geben Geld aus, kaufen ein, wünschen sich bestimmte Produkte und werden von den Anbietern mit beeindruckenden Maßnahmen beworben. Die Alltagswirklichkeit der Kinder ist bestimmt von den unterschiedlichsten Manipulationen ihrer Bedürfnisse. Diese Gefahr der starken Beeinflussung von Kindern und Jugendlichen macht eine Verbrauchererziehung, insbesondere im WAT - Unterricht, unverzichtbar. Um sich in dieser vielfältigen Wirtschaftswelt behaupten zu können brauchen die Kinder Orientierungshilfen. Diese sollen sie in die Lage versetzen ihre Bedürfnisse zu reflektieren und aus dem riesigen Angebot an Produkten diejenigen auszuwählen, die einer kritischen Begutachtung, unabhängig von Werbemaßnahmen, auch standhalten. Im WAT - Unterricht müssen die Schüler in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten und kritischen Konsumenten praxisnah unterstützt werden. Ich als Lehrerin fühle mich von dieser Alltagswirklichkeit angesprochen und möchte dazu meinen Beitrag leisten, mit dem Ziel ein kritisches Konsumverhalten bei meinen Schülern anzubahnen. Während der Planung zum Themenbereich Wirtschaft las ich folgendes Zitat der Spitzenverbände der Wirtschaft: “Schulische Bildung umfasst aus Sicht der Wirtschaft Wissensvermittlung, Werteerziehung, Qualifizierung und Handlungsorientierung. Schule ist diesen Zielen verpflichtet. […] Sie muss die Jugendlichen zur praktischen Lebensbewältigung und zu verantwortungsbewusstem Handeln in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft befähigen.“2 Ich bin mir bewusst, dass man sich diesen gerechtfertigten Forderungen nur durch einen handlungsorientierten WAT - Unterricht annähern kann. Einen Unterricht, der die Schülerinteressen in den Mittelpunkt stellt, die Verbindung von Kopf-, Herz- und Handarbeit, entdeckendes und problemlösendes Lernen erlaubt und der einen rein rezeptiven Wissenserwerb durch eigenständige Handlungen in den Hintergrund drängt.
Während der Auseinandersetzung mit der Thematik „Werbung und Konsum“ traten bei einigen Schülern vermehrt konsumkritische Fragen auf, wie z.B.„Sind die Produkte aus der Werbung wirklich so viel besser als andere?“ oder „Wie könnte man das denn überprüfen?“ auf. Ein Schüler fragte nach einer Analyse von Werbespots „Woher und warum erhalten manche Produkte eine Note dieser Stiftung?“, nachdem immer mehr Werbemacher die Qualitätsurteile der Stiftung Warentest als ein geschicktes Werbeinstrument einsetzten. Von dem konkreten Interesse der Schüler ausgehend entwickelte sich im Unterricht eine Auseinandersetzung mit den Aufgaben und Zielen der Stiftung Warentest. Aktuell konnte dabei auf die, von den Medien ausreichend propagierten, Qualitätstests der Fußball WM-Stadien zurück gegriffen werden, die von den Schülern mit viel Neugier verfolgt wurden. Mit der Zeit reifte bei den Schülern immer mehr der Wunsch selber einmal einen Test durchzuführen. Das große Interesse und die Motivation der Schüler konnte und wollte ich nicht ungenutzt lassen.
So entstand die Idee, die Durchführung von Warentests praktisch zu erproben und in den Unterricht zu integrieren. Dabei war mit schnell bewusst, dass insbesondere der Warentest, also das selbständige Testen von Produkten, einem handlungsorientiertem Unterricht gerecht wird. Mit dieser Arbeit möchte ich diese von mir aufgestellte These überprüfen. Anhand einer Unterrichtseinheit in einer 5. Klasse werde ich aufzeigen, wie ein schülerorientierter Warentest in der Schule organisiert und durchgeführt werden kann und mit welchen Problemen es sich auseinander zusetzen gilt.
Als Leser sollte man dabei immer im Hinterkopf haben, dass das Ziel von Warentests in der Schule nicht die professionelle Durchführung und fehlerfreie, repräsentative Testergebnisse sein können. Es geht vordergründig darum, bei den Schülern ein Bewusstsein zu entwickeln, dass Konsumgüter analytisch betrachtet werden können.3 Das Hauptziel dieser Arbeit ist es demnach darzulegen inwiefern das Testen von Produkten einen handlungsorientiertem Unterricht zulässt und ein selbstbestimmtes Konsumentenverhalten bei den Schülern anbahnen kann.
Dabei werde ich zu Beginn einige theoretische Aspekte sowohl zum handlungsorientiertem Unterricht als auch zu professionell durchgeführtem Tests der Stiftung Warentest darlegen. Danach möchte ich konkret auf die Planung, Durchführung und Auswertung der Warentests eingehen, wobei ich mich an einem Planungs- und Handlungsmuster für Schülertests orientiert habe. Den Schwerpunkt lege ich bei dieser Arbeit auf die Vorbereitungsphase der Tests. Die in dieser Phase getroffenen Entscheidungen sind ausschlaggebend für den weiteren Verlauf, sie bilden das Grundgerüst und die Voraussetzung für das Gelingen der anschließenden Durchführung und Auswertung der Warentests. Das im Anhang befindliche, von Schülern gedrehte, Video informiert den Zuschauer und Leser intensiv und anschaulich auch über die Durchführung, Auswertungsund Präsentationsphase der Warentests.
Erwähnt werden muss noch die Tatsache, dass das Thema Warentest bisher keine breite wissenschaftliche oder praktische Literatur hervorbrachte. Nach meinen intensiven Recherchen konnte ich ein Buch ausfindig machen, welches sich mit der Thematik Warentests in der Schule auseinandersetzt. Die Abhandlung von Bartoschek und Tornieporth „Waren- und Dienstleistungstest als Unterrichtsmethode“ bildet die Grundlage bzw. den Bezugspunkt für diese Arbeit.
Aus textökonomischen Gründen wird für die Gesamtheit des jeweils angesprochenen Personenkreises die maskuline Form gewählt.
[...]
1 http://www.hphein.de/Bilder/konfuzius_t.gif (24.02.2006)
2 Hugenschmidt; Technau (2002): S.11.
3 Vgl. Bartoschek; Torniporth (1994): S.16.
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