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Termpaper, 2006, 12 Pages
Author: Harm Linnecke
Subject: Economics / Business: Investment and Finance
Details
Institution/College: Martin Luther University (Lehrstuhl für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre)
Tags: Doppelwährungsanleihen, Currency, Bond), Chancen-, Risikoprofile, Sicht, Emittenten, Investoren, Internationales, Finanzmanagement, MLU, Martin - Luther Universität Halle Wittenberg, Halle
Year: 2006
Pages: 12
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-58001-4
ISBN (Book): 978-3-638-78277-7
File size: 310 KB
In der Übungsarbeit wird ein Gesamtüberblick über die Wirkungsweise und Chancen und Risiken der Investoren und Emittenten in Bezug auf Doppelwährungsanleihen gegeben.
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Abstract
Doppelwährungsanleihen (DWA) sind ein in Deutschland erst relativ kurzfristig zugelassenen Instrumentarium1 zum internationalen Finanzmanagement über Währungsgrenzen hinweg. Daher ist die deutschsprachige Literatur zu diesem Thema auch noch nicht allzu weit verbreitet, lediglich wenige Untersuchungen und Bücher beschäftigen sich bislang damit. Außerdem ist die praktische Nutzung der DWA seit Abnahme der Zinsdifferenzen auf der ersten Welt auch wieder rückläufig. Lediglich die den japanischen Yen involvierenden Doppelwährungsanleihen sind auch heute noch in Besonderem Maße relevant.2 Einer besonderen Betrachtung bedarf sie auf Grund ihrer Komplexität und Vielfalt, die damit auch ihre Markttransparenz einschränken. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Doppelwährungsanleihe aus Sicht der Emittenten und Investoren zu analysieren und Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Dazu wird anfangs die Doppelwährungsanleihe in das allgemeine Konzept von Anleihen eingeordnet, charakterisiert und anschließend ihre Chancen und Risiken aus Sicht der beiden obigen Interessengruppen erläutert.
Excerpt (computer-generated)
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Lehrstuhl für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
Vorlesung: Internationales Finanzmanagement
SS 2006, 8. Semester
Doppelwährungsanleihen (Dual Currency Bond):
Chancen- und Risikoprofile aus der Sicht von
Emittenten und Investoren
von: Harm Linnecke
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
2 Doppelwährungsanleihe als Anleihe mit Fremdwährungskomponente 1
3 Charakteristika und Beispiel der Doppelwährungsanleihe 2
3.1 Chancen und Risiken der DWA aus Sicht der Emittenten 4
3.2 Chancen und Risiken der DWA aus Sicht der Investoren 5
3.3 Bewertung von Doppelwährungsanleihen 6
4 Fazit – Eignung der Doppelwährungsanleihe 7
Literaturverzeichnis 8
Anhang 9
1 Problemstellung und Zielsetzung
Doppelwährungsanleihen (DWA) sind ein in Deutschland erst relativ kurzfristig zugelassenen Instrumentarium1 zum internationalen Finanzmanagement über Währungsgrenzen hinweg. Daher ist die deutschsprachige Literatur zu diesem Thema auch noch nicht allzu weit verbreitet, lediglich wenige Untersuchungen und Bücher beschäftigen sich bislang damit. Außerdem ist die praktische Nutzung der DWA seit Abnahme der Zinsdifferenzen auf der ersten Welt auch wieder rückläufig. Lediglich die den japanischen Yen involvierenden Doppelwährungsanleihen sind auch heute noch in Besonderem Maße relevant.2 Einer besonderen Betrachtung bedarf sie auf Grund ihrer Komplexität und Vielfalt, die damit auch ihre Markttransparenz einschränken. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Doppelwährungsanleihe aus Sicht der Emittenten und Investoren zu analysieren und Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Dazu wird anfangs die Doppelwährungsanleihe in das allgemeine Konzept von Anleihen eingeordnet, charakterisiert und anschließend ihre Chancen und Risiken aus Sicht der beiden obigen Interessengruppen erläutert.
2 Doppelwährungsanleihe als Anleihe mit Fremdwährungskomponente
Seit etwa den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts nimmt die Bedeutung der Finanzinnovationen als dritter großer internationaler Finanztitel zu. Unter einer Finanzinnovation versteht man dabei ein Instrument, das den Marktteilnehmern eine neue und effiziente Kombination bereits existierender Finanzdienstleistungen bietet, wobei es zu Kosten- oder Handlingvorteilen kommt. Einige dieser Finanzinnovationen sind mit einer Fremdwährungskomponente ausgestattet, die insbesondere im Rahmen internationaler Finanzbeziehungen, wie sie durch die zunehmende weltweite Vernetzung und Verflechtung sowie den Abbau von Wirtschaftsschranken, immer wichtiger werden. Beispiele dafür sind Doppelwährungsanleihen (DWA), Anleihen mit Währungswahlrecht und Devisenkursanleihen. Es handelt sich dabei grundsätzlich um Festzinsanleihen, die mit einer Fremdwährungskomponente verbunden sind.3 Damit hängt der Erfolg der Kapitalanlage folglich an der Entwicklung der beteiligten Fremdwährung ab.4
3 Charakteristika und Beispiel der Doppelwährungsanleihe
Wie die Anleihe im Allgemeinen, ist die Doppelwährungsanleihe ein Instrument der langfristigen Fremdfinanzierung, das als Festzinsanleihe ausgestattet ist. Die verschiedenen Varianten der DWA sind in der Abbildung A 1 im Anhang dargestellt. Charakteristisch ist, dass die Einzahlungen durch den Anleger und die Zinszahlungen durch den Emittenten auf der einen Seite in einer anderen Währung geleistet werden als die Rückzahlung.5 Die Denominierung6 erfolgt grundsätzlich in der Rückzahlungswährung.7 Aus Abbildung 1 ist das Prinzip einer DWA zu erkennen. Der Wert der Doppelwährungsanleihe lässt sich in zwei Teile untergliedern:8
Abbildung 1: Procedere einer Doppelwährungsanleihe (CHF / USD) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
[...]
1 Erst seit der Neufassung des Börsenzulassungsgesetzes 1986 sind bestimmte Fremdwährungsanleihen wie die Doppelwährungsanleihe in Deutschland zulässig.
2 Vgl. Solnik (1996), S. 349.
3 Vgl. Kloss (1995), S. 1
4 Entgegen dieser in der Literatur allgemein verbreiteten Meinung sieht Busse (Vgl. Busse (2003), S. 568) die Doppelwährungsanleihen als „Anleiheformen bei denen der Kaufpreis und ggf. auch die laufenden Zahlungen in derselben Währungseinheit anfallen, während die Rückzahlung zu einem vorher festgelegten Kurs in einer anderen Währung erfolgt.“ Der „festgelegt Kurs“ ist jedoch eine absolute Mindermeinung.
5 Vgl. Glogowski/Münch (1990), S. 355.
6 Die Denominierung eines Wertpapiers bezeichnet die Währung, in der der Nominalwert (Nennwert) des Wertpapiers angegeben wird.
7 Vgl. Kloss (1995), S. 3.
8 Vgl. Solnik (1996), S. 349.
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