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Berufsbilder, Qualifikationsanforderungen und Arbeitsmarktsituation im Bereich Multimedia

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 34 Pages
Author: Fabienne Meyer
Subject: Information Management

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 34
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V65471
ISBN (E-book): 978-3-638-58031-1
ISBN (Book): 978-3-638-71080-0
File size: 479 KB

Abstract

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Berufsbildern, den Qualifikationsanforderungen und der Arbeitsmarktsituation im Bereich Multimedia. Zunächst sollte der Begriff "Multimedia" geklärt werden. "Unter Multimedia wird im Allgemeinen der Austausch, die Verteilung und Bearbeitung von Informationen unter Einbeziehung sämtlicher möglicher Text- sowie Bild- und Tondokumente verstanden" (Methner, H.; 1997:55). In der Literatur ist allerdings keine eindeutige Begriffsklärung zu finden. Einigkeit besteht in vielen, besonders in den aktuelleren Definitionen lediglich darüber, dass digitale bzw. interaktive Medien gemeint sind. Als Grundlage für die vorliegende Arbeit soll der Begriff Multimedia "... im Sinne der Integration von Texten, Daten, Grafiken, Bewegtbildern und Klängen auf einer digitalen Basis" (Michel, L.P.; 2002:26) verwendet werden. Im Folgenden soll versucht werden, einen Überblick über eine Auswahl an Qualifikationsangeboten und die Situation am Arbeitsmarkt Multimedia zu geben.


Excerpt (computer-generated)

Universität des Saarlandes
 Informationswissenschaft
Hauptseminar: „Ausgewählte Themen zur Informationsindustrie“
Sommersemester 2004

Thema:

„Berufsbilder, Qualifikationsanforderungen und
Arbeitsmarktsituation im Bereich Multimedia“

vorgelegt von:

Fabienne Meyer

6. Fachsemester Informationswissenschaft Hauptfach
Vorgelegt am 02.02.2005

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 4

2 Die drei Typen von Qualifikationsangeboten 6
2.1 Hochschulstudiengänge 6
2.1.1 Diplom-Ingenieur für Medientechnik / Multimedia 7
2.1.2 Diplom-Designer / Diplom-Gestalter für Medien 8
2.1.3 Diplom-Informatiker für Medieninformatik 9
2.1.4. Diplom-Medienwirt 10
2.2 Die duale Ausbildung 11
2.2.1 Mediendesign 12
2.2.2 Mediengestalter für Digital- und Printmedien 14
2.2.2.1 Fachrichtung Medienberatung 15
2.2.2.2 Fachrichtung Mediendesign 16
2.2.2.3 Fachrichtung Medienoperating 17
2.2.2.4 Fachrichtung Medientechnik 18
2.2.3 Mediengestalter Bild und Ton 19
2.3 Private Aus- und Weiterbildungen 20

3 Der Arbeitsmarkt der Multimedia-Branche 22
3.1 Das Arbeitsmarktmodell nach Lutz P. Michel 22
3.2 Stellenmarkt für Multimediafachkräfte 23
3.3 Aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 24

4 Der Schnittstellenmanager / Flexible Spezialisten 30

5 Schluss 32

6 Quellenangaben 33
6.1 Literatur 33
6.2 Elektronische Quellen 34

 

 

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Berufsbildern, den Qualifikationsanforderungen und der Arbeitsmarktsituation im Bereich Multimedia.

Zunächst sollte der Begriff "Multimedia" geklärt werden. "Unter Multimedia wird im Allgemeinen der Austausch, die Verteilung und Bearbeitung von Informationen unter Einbeziehung sämtlicher möglicher Text- sowie Bild- und Tondokumente verstanden" (Methner, H.; 1997:55). In der Literatur ist allerdings keine eindeutige Begriffsklärung zu finden. Einigkeit besteht in vielen, besonders in den aktuelleren Definitionen lediglich darüber, dass digitale bzw. interaktive Medien gemeint sind. Als Grundlage für die vorliegende Arbeit soll der Begriff Multimedia "... im Sinne der Integration von Texten, Daten, Grafiken, Bewegtbildern und Klängen auf einer digitalen Basis" (Michel, L.P.; 2002:26) verwendet werden.

Aus der gerade erwähnten Schwierigkeit, dass keine volle Übereinstimmung über den Begriff Multimedia besteht und sich sogar die Fachliteratur nicht einig ist, entsteht auch die Problematik, welche Berufe diesem Überbegriff zugeordnet werden können. Auch hier gibt es keine eindeutige Regel. So erhält man bei der Eingabe des Suchbegriffes Multimedia auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit (http://www.arbeitsagentur.de; Stand: 20.01.05) über 200 mögliche Berufe, unter anderem auch Berufe wie Kundendienstberater, Event-Manager oder Radio- und Fernsehtechniker. Diese sollen aber nicht Gegenstand dieser Arbeit sein. Weiterhin werden auch viele Berufe aufgelistet, die mehr in den Bereich der IT- oder Softwareberufe fallen, wie zum Beispiel Software- oder Kommunikationstechniker, d.h. Berufe, die mehr technischen Charakter besitzen. Diese sollen hier ebenfalls nicht berücksichtigt werden.

Im Folgenden soll versucht werden, einen Überblick über eine Auswahl an Qualifikationsangeboten und die Situation am Arbeitsmarkt Multimedia zu geben.

Waren die Mitarbeiter der Multimediabranche anfangs nur sog. "Freaks" oder Autodidakten, so kommen heute nicht wenige derselben aus dem Hochschulbereich. Dieser soll zu Anfang des zweiten Kapitels besprochen werden. Aus dem System der dualen Ausbildung, die heute auch einen hohen Stellenwert genießt, werden anschließend sechs Qualifikationsmöglichkeiten betrachtet. Dem folgt ein kurzer Abriss über die privaten Aus- und Weiterbildungen. Kapitel drei befasst sich mit dem Arbeitsmarkt der Multimedia-Branche, angefangen mit dem Arbeitsmarktmodell nach Lutz P. Michel und dem Stellenmarkt für Multimedia-Fachkräfte. Abschließend werden hier noch die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit besprochen. Das vierte Kapitel soll, als Konsequenz aus den Arbeitsmarktanforderungen, die in der Literatur eingeführten Begriffe der "Schnittstellenmanager" und der "flexiblen Spezialisten" erläutern. Kapitel fünf liefert letztendlich eine Zusammenfassung sowie ein Fazit der bereits besprochenen Themengebiete.

2 Die drei Typen von Qualifikationsangeboten

Um sich für einen Multimediaberuf zu qualifizieren gibt es in Deutschland drei Wege: Zugang über diverse Hochschulstudiengänge, über die duale Ausbildung und zahlreiche Aus- und Weiterbildungsangebote privater Anbieter. Im Folgenden werden einige Möglichkeiten beispielhaft erläutert.

2.1 Hochschulstudiengänge 

„Den Besuch einer Hochschule schätzen die Unternehmen primär wegen der breiteren Allgemeinbildung sowie der im Studium erworbenen Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu bewältigen und flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren“ (Michel, L.P.; 2002:37). Auch wenn vielen Hochschulabsolventen Mangel an praktischer Erfahrung nachgesagt wird, sind die Erfolgschancen im Bereich Multimedia nach dem Studium relativ gut, da die meisten Studienfächer an Fachhochschulen angeboten werden, wo das theoretisch vermittelte Wissen durch Praktika und Projektarbeiten untermauert wird. „Deshalb raten auch fast die Hälfte der Befragten in den berufsbiographischen Interviews zum Studium“ (Michel, L.P.; 2000:280). Ein Nachteil der Hochschulstudiengänge ist jedoch, dass deren Inhalte sehr schnell wieder überholt sind und die Entwicklung neuer Unterrichtsinhalte zu lange dauert, um einigermaßen am Puls der Zeit zu bleiben. Diese Tatsache ist gerade in der sich sehr schnell entwickelnden Multimedia-Branche ein großes Hindernis. Um dieselbe Flexibilität wie die duale Ausbildung zu erreichen, gibt es nun auch eine neue Form von Hochschulangeboten: „In Deutschland werden immer mehr «dualisierte Studiengänge» eingeführt: Studium und betriebliche Ausbildung werden kombiniert, Wissen und Anwendung werden verknüpft“ 
(http://www.bmbf.de/pub/berufsausbildung_sichtbar_gemacht.pdf; Stand:

20.01.05). Doch nicht diese sollen Gegenstand dieser Arbeit sein, sondern nur eine Auswahl traditioneller Studiengänge.

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