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Seminararbeit, 2006, 29 Seiten
Autor: Patric Kahl
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Tags: Ziele, Aufgaben, Supply, Chain, Management
Jahr: 2006
Seiten: 29
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 31 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-58115-8
ISBN (Buch): 978-3-638-67073-9
Dateigröße: 826 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Ziele und Aufgaben des Supply Chain Management Supply Chain Management stellt die ganzheitliche Betrachtungsweise der Wertschöpfungskette dar. Steigender Wettbewerbsdruck und neue Rahmenbedingungen erzwingen, die Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr ausschließlich im Einzelunternehmen, sondern in der kompletten Wertschöpfungskette zu betrachten. Galt die Logistik früher als reine Transportfunktion, so hat sie sich in den vergangen Jahren zu einer weit umfassenden flussorientierten Querschnittsfunktion gewandelt. Supply Chain Management würdigt diese Veränderung von der Funktionssicht hin zur Prozessorientierung und stellt im wesentlichen auf die Verbesserung von Kosten, Zeit und Qualität ab. Dies bedeutet, einen ganzheitlichen Ansatz auszuwählen, der von Rohstofflieferanten über die verschiedenen Zwischenprodukte/-prozesse bis hin zu Endkunden sämtliche wertschöpfende Stationen untersucht und gegebenenfalls optimiert. In den nachfolgenden Abschnitten wird die moderne Logistikkonzeption als Führungskonzeption vorgestellt. Ferner wird der „Bullwhip-Effekt“ als weitreichend verbreitetes Problem erläutert und als Lösung dessen, sowie als Verbesserung der flussorientierten Betrachtungsweise innerhalb von Wertschöpfungsketten, der Supply Chain Management Ansatz vorgestellt. Im Fokus stehen die Ziele, sowie die Aufgaben auf normativer, strategischer und operative Ebene. Der Supply Chain Ansatz versetzt Wertschöpfungsketten so in die Lage, Synergieeffekte frühzeitig zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu optimieren. Supply Chain Management ist mit seinen weitreichenden Verbesserungs- und Ausbaupotentialen mehr als nur eine temporäre Strömung, sondern eine Konzeption, die der modernen globalen arbeitsteiligen Unternehmensumwelt Rechnung trägt.
Textauszug (computergeneriert)
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Logistik
"Ziele und Aufgaben des Supply Chain Management"
2006
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung SCM - Unternehmensumwelt in Wandel 1
2. SCM als unternehemensübergreifender Optimierungsansatz 2
2.1 Begriffliche Grundlagen des Supply Chain Management 2
2.2 Einordnung in die Logistikkonzeption 3
2.3 Kooperationstrategien als Grundlage 5
2.3.1 Vertikale Kooperationsformen 6
2.3.2 Horizontale Kooperationsformen 6
2.4 Anwendungsgebiete von SCM 7
3. Zielsetzung des SCM 7
3.1 Der Bullwhip Effekt als Hauptmotiv 9
3.2 Kostenvorteile 12
3.3 Zeitvorteile 13
3.4 Qualitätsvorteile 15
4. Aufgaben des SCM Konzepts 16
4.1 Aufgaben des normativen SCM 18
4.2 Aufgaben des strategischen SCM 19
4.3 Aufgaben des operativen SCM 20
5. Ausblick 21
6. Literaturverzeichnis 23
1. Problemstellung SCM - Unternehmensumwelt in Wandel
Die Unternehmensumwelt ist im ständigen Wandel, sei es die Globalisierung mit den erweiterten Beschaffungs- und Absatzmärkten, die immer wachsenden Kundenanforderungen im Hinblick auf Preis, Qualität und Zeit, wachsende Arbeitsteilung mit internationalem Charakter, sowie der vermehrte und somit zwingende Einsatz von leistungsstarker Informations- und Kommunikationstechnologie.1 Unternehmen, die am Markt erfolgreich bestehen möchten, kommen darum nicht herum sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und strategische Veränderungen vorzunehmen. Es reicht allerdings nicht mehr aus, nur die eigenen Geschäftsabläufe zu reorganisieren, um z.B. der wachsenden Geschwindigkeit und dem steigenden Kostendruck standzuhalten. Vielmehr wird die Notwendigkeit erkennbar, die komplette Wertschöpfungskette näher zu untersuchen, um somit eine am kompletten Wertschöpfungsprozess orientierte Verbesserung zu erlangen. Diese bedeutet einen ganzheitlichen Ansatz heranzuziehen, der vom Rohstofflieferanten über die verschiedenen Zwischenprodukte/-prozesse bis hin zu Endkunden sämtliche wertschöpfenden Stationen untersucht und gegebenenfalls optimiert. Ferner ist die Erweiterung des Begriffs Logistik vonnöten. Galt die Logistik früher als reine Transportfunktion, so hat sie sich in den vergangen Jahren zu einer weitumfassenden flussorientierten Querschnittsfunktion gewandelt.2
"Die Logistik ist eine moderne Führungskonzeption zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten (Güter-, Informations-, Geld-, und Finanzflüsse) in unternehmensweiten und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungssystemen." 3 Ausgestattet mit dem nötigen Weitblick wurde innerhalb der Logistik der Supply Chain Ansatz entwickelt, der eben diese ganzheitliche Betrachtungsweise verfolgt und sämtliche wertschöpfenden "Kettenglieder" betrachtet und zu harmonisieren bzw. aufeinander optimal abzustimmen versucht. Der Umfang dieses Vorgehen ist äußert komplex, die Betrachtung wird vom "eigenen" Betrieb mit diesem Ansatz auf die komplette Wertschöpfungskette erweitert. Supply Chain Management (SCM) würdigt diese Veränderung von der Funktionssicht hin zur Prozessorientierung und stellt im wesentlichen auf die Verbesserung von Kosten, Zeit und Qualität ab.4
In den nachfolgenden Kaptiteln wird die moderne Logistikkonzeption als Führungskonzeption kurz vorgestellt, der Bullwhip-Effekt5 als weitreichend verbreitetes Problem erläutert und als Lösung dessen, sowie als Verbesserung der flussorientierten Betrachtungsweise des SCM Ansatz und dessen Ziele, sowie dessen Aufgaben auf normativer, strategischer und operative Ebene dargelegt.
2. SCM als unternehemensübergreifender Optimierungsansatz
Die Logistik, es wird später noch näher darauf eingegangen, übernimmt heute mehr Aufgaben als je zuvor. Mit der Gestaltung und Koordination unternehmensinterner aber auch unternehmensübergreifender Güter- Finanz- und Informationsflüsse, verknüpft die moderne Logistik Unternehmensbereiche, Lieferanten aber auch Kunden in netzwerkähnlichen Strukturen untereinander. Das Logistikmanagement richtet sich neu aus. Im kommenden Punkt 2.1 wird SCM als bedeutender Erfolgsfaktor vorgestellt.
2.1 Begriffliche Grundlagen des Supply Chain Management
Die Wurzeln des Begriffs "Supply Chain Management" liegen Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in den USA. Hier entstand der Gedanke der Integration von verschiedenen Unternehmensaktivitäten. In den 90er Jahren rückte der Begriff vermehrt in den Bereich der Logistik. Aus der Perspektive des SCM folgt die Logistik einem prozessorientierten Ansatz, der sich von einer funktionalen Gestaltung leicht unterscheiden lässt.6 Anders als Porters Wertschöpfungskette7, welche sich primär auf die Wertschöpfung des Unternehmens konzentriert, betrachtet das SCM auch, und das ist einer der Schwerpunkte des Konzepts, die Schnittstellen zwischen interagierenden Unternehmen. "Während bislang die einzelnen Bereiche weitgehend losgelöst voneinander standen, werden im Supply Chain Management die Verbesserungspotentiale an den Schnittstellen sowohl unternehmungsintern, als auch -extern, aufgedeckt."8
[....]
1 Hahn (2000), S. 11.
2 Pfohl (2000), S. 327.
3 Göpfert (2005), S. 23.
4 Vgl. A. Busch/W. Dangelmaier (2004), S. 8.
5 Ein bekanntes Problem welches überhöhten Lagerbestand bei d. einzelnen Teilnehmern thematisiert, vgl.Punkt3.1.
6 Vgl. Baumgarten (2004), S. 51.
7 Ausführlich bei: Porter (1997).
8 Werner (2000).
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